Partnerzusammenführung klappt echt gut  
TOP-THEMA
Partnerrückführung
klappt echt gut…
Top 50 Themen aus Kartenlegen, Internet, Allgemein
TOP 50-THEMEN
Charts
die 50 beliebtesten Artikel "all time"
Kartenlegen - lesen und mitdiskutieren
TOP-RUBRIK
Kartenlegen
Witziges, Interessantes, Katastrophales
Hajo Banzhaf ist tot
SZENE-NEWS
Hajo Banzhaf
ist tot
Kartenlegen mit Lilith - Kartenlegen, Orakelspiele uvm. online und gratis
KARTENLEGEN
Lilith
Kartenlegen, Orakelspiele online und gratis
VIVERSUM - Kartenlegen, Wahrsagen, 1 Gratisgespräch
BERATUNG
Viversum
Kartenlegen, Wahrsagen, Gratisgespräch
 

Ich bekam eine Mail mit der Frage, um welches Lenormandkarten-Deck es sich handelt. Ich weiß es aber nicht.

Habe vor einiger Zeit ein altes Lenormand Deck erworben.
Beim Stöbern im Internet habe ich versucht dieses Deck zu finden, was mir aber leider nicht gelungen ist.
Ich habe nur noch einen Teil der Schachtel, aber darauf ist nirgendwo ein Datum versehen.

Ich habe dieses Deck noch nie gesehen.

Vielleicht kann ja ein Leser der Dame helfen?

Hier die Ansicht aller 36 Karten (schärfer hab ich’s nicht):

(Klick für größer)

Direkt-URL des Bildes: http://www.lilith-blog.de/wp-content/uploads/deck.jpg

Eine größere Ansicht des Teils der Schachtel:

Text: “Lenormands Wahrsagekarten”

 Und noch eine stark vergrößerte Ansicht der Karten 1, 3, 4 und 5:

Die Symbole auf den Karten entsprechen nicht den typischen Lenormandsymbolen.

Auf fünf Karten gibt es zwei Symbole:

auf 1 Blumentopf + Ring

auf 27 (?) Tor + Schlüssel

auf 31 ein Kind mit einem Windrädchen(?) + Laufrad mit einem länglichen weißen Tier

auf 36, der weiblichen Hauptpersonenkarte, Frau + Bilderrahmen mit einem Männerportrait

auf 35 (?), der männlichen Hauptpersonenkarte, Mann + Bilderrahmen mit einem Frauenportrait

Außerdem steht auf jeder Karte ein Spruch, zwei verschieden Schlagworte hochkant und in allen vier Ecken eine Zahl.

Bei Karte 1 sind das z.B. 16, 12, 30,90. Bei Karte 4 sind es 34,9, 40,65.

Vielleicht kann ja jemand weiterhelfen?

So war das früher bei Mademoiselle Lenormand, wenn sie ihre Vorhersagen machte. Die Ratsuchende fiel in Ohnmacht und die Tischdecke vom Tisch. Ein Bild von Josef Danhauser, 1841, Öl auf Holz, 74 × 83 cm”

Madame Lenormand weissagt der Kaiserin Josephine die Trennung von Napoleon

Heute mal Diverses.

 

1.) Mondphasen-App
Es gibt von Viversum neben den auf meiner Website bereits vorgestellten Widgets nun auch “Mondphase” mit dem jeweils aktuellen Bild vom Mond, das man hier in meinem Blog in der Sidebar (runterscrollen) anschauen kann. Wie die anderen Viversum-Widgets ist auch dieses kinderleicht anzupassen und im eigenen Blog oder Website einzubinden. Alles was Sie wissen müssen sind der Hexcode Ihrer Homepagefarben und Schriften und markieren, kopieren, einfügen.

2.) Bildersuche
Falls Sie manchmal gern wissen möchten, ob ein Bild auf einer Webseite noch woanders verwendet wird oder ob zum Beispiel das Bild eines Beraters in einem der Portale wirklich den Berater darstellt oder lediglich ein gekauftes Stockfoto ist oder ob auf einer Webseite die “über mich” – Bildpräsentation einer der Stockfotoagenturen entspringt, können Sie das nun sehr einfach nachprüfen.

Vielleicht ist ja der glückliche Kunde, der auf einer Seite “Referenzen” vor lauter Dankbarkeit seine Kartenlegerin umarmt, gar nicht wirklich so glücklich, sondern ein Model und sie auch keine Kartenlegerin, sondern ebenfalls ein Model.

Auf der Seite tineye.com laden Sie einfach das Bild hoch (nachdem Sie es gespeichert haben) oder ziehen es einfach aus einem anderen Browserfenster mit gedrückter Maustaste auf die TinEye-Seite oder geben die URL des Bildes an (die Sie herausfinden, indem Sie über dem zu untersuchenden Bild rechte Maustaste “Grafikadresse kopieren” oder ähnliches klicken) oder fügen gleich die URL der gesamten Seite dort ein (dann werden alle Bilder angezeigt und Sie können sich das gewünschte raussuchen).
Das waren alles “oder”. ;) Es liest sich wüst, ist aber simpel.
Das Ergebnis ist natürlich nicht 100 %-ig “sicher”.
Es kann auch sein, dass keine weiteren Quellen gefunden werden, das Bild aber dennoch woanders existiert.
Doch wenn es gefunden wird, können Sie sich drauf verlassen, dass es dort auch ist/war.

Für TinEye gibt es darüber hinaus auch für fast alle gängigen Browser Plugins, die die Anwendung besonders einfach machen. Sehen Sie irgendwo im Internet ein Bild, das Sie checken möchten, haben Sie nach Installation des Plugins nach Betätigen der rechten Maustaste über dem Bild einen neuen Eintrag im Kontextmenü: ein dickes “T” mit “Search Image on TinEye”. Das dann einfach anklicken.

Die dunkle Seite des Internets:
Ich habe ganz großes Verständnis für alle, die sich beim heutigen Stand der Technik betreffend Gesichtserkennung nicht mehr mit Foto im Internet zeigen möchten. Wer weiß schon, was da noch alles auf uns zukommt in der nächsten Zeit. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber ein paar ziemlich große und bekannte Firmen sind in der technischen Entwicklung “Gesichtserkennung” sehr weit fortgeschritten.
Es gibt ja sogar schon Apps, die Stimmungen in Gesichtern nahezu perfekt herauslesen können.
Dies ist auch einer der Gründe, warum ich bei mir die Rubrik “Webcam” geschlossen habe. Mir ist das alles nicht mehr geheuer.
Ein anderer war der, dass Stalker-Mails zunahmen.
Das wurde mit der Zeit richtig unangenehm und mir dann auch zu blöd.

Davon ab: Ich mag es nicht, wenn sich jemand mit Fotos präsentiert, die nicht ihn selbst zeigen und dies nicht wenigstens angibt mit “bin ich nicht”, “Beispielfoto” o.ä. (also wie die berühmte “Ersatzflüssigkeit” in der Tamponwerbung). Von mir aus kann man ein Stockfoto einer hübschen Sekretärin auf einer Kontaktseite nehmen, aber nicht, wenn es um etwas sehr Persönliches wie im Fall Kartenlegen um das Privatleben des Anrufers geht und man als Kunde von falschen Voraussetzungen ausgeht. In dem Fall wäre mir das Bild eines Einhorns mit Regenbogen vor einem Wasserfall im Regenwald als Symbolbild lieber als das einer Person, das nicht denjenigen darstellt, mit dem ich zu sprechen glaube.

3.) Orakel
Ich bin fast fertig mit einem neuen Orakel, das etwas sehr aufwändig ist, bis es in allen Browsern endlich so funktioniert wie es soll. Bald ist es fertig. Und heutzutage muss man sich ja über die Funktionalität in 5 Browsern hinaus noch um eine einigermaßen gescheite Darstellung auf Smartphones kümmern. (Was nicht immer so einfach ist, da ich ein ziemlich konsequenter Smartphone-Verweigerer mit somit wenig Testmöglichkeiten bin.)
Wie gesagt, ist bald fertig. Kommt in Kürze.

Manche erinnern sich vielleicht an das “Les Vieux Jours” – Lenormand-Deck von vor einigen Jahren, das damals in einer kleinen Metallbox verkauft wurde und dann lange Zeit nicht mehr erhältlich war.

Das neue “Les Vieux Jours”-Lenormand mit neuen Bildern ist nun endlich fertig.

Mir gefallen die Bilder sehr gut:

Les Vieux Jours Lenormand

http://www.lesvieuxjours.com/lenormand.html

Es wird in 2 Versionen angeboten.
Auf den Shopseiten gibt es auch weitere Bilder der Karten.

1)  Die “normale” LVJ Lenormand Card First Edition mit 36 Karten.
Den PDF-Download der Bedeutungen gibt es oben unter dem ersten Link.

2) Die momentan um 10 Dollar teuerere Version LVJ Lagniappe Edition mit 36 Karten wie vor und dazu:
- eine gedruckte Anleitung
- ein violettes Täschchen zur Aufbewahrung der Karten
- zusätzliche Karten mit den Schlüsselbedeutungen jeder Karte
- ein paar Musterkarten des Tarotdecks, an dem die Künstlerin gerade arbeitet

==== UPDATE  16.3.2012 ====

Jetzt bei mir auch unter Zufallskarten online:

http://www.lilith-kartenlegen.de/lesvieuxjours

Nein, ich habe hier die Telefonseelsorge nicht vergessen. Ich habe sie nur nicht erwähnt, weil ich nicht viel dazu sagen kann. Ich habe nur zwei Erfahrungen damit gemacht, beide indirekt, beide negativ und beide liegen zudem 25 Jahre zurück.

Ich möchte nicht davon ausgehen, dass die beiden Anrufe, bei denen ich mitgehört habe, da sie jemand aus meinem Wohnzimmer getätigt hat, stellvertretend für alle Anrufe bei der Telefonseelsorge stehen.

In beiden Fällen war es Besuch, dem ich sagte, er möge die Telefonseelsorge anrufen.
Mir selbst fiel nichts mehr ein.

Fall 1:

Problematik: Trennung, Tränen, Funkstille.
Die Mitarbeiterin der Telefonseelsorge reagierte mit einem empathischen: “Ja, so eine Trennung soll etwas sehr Schlimmes sein. Zum Glück blieb mir das bisher erspart. Ja, ich bin jetzt schon viele viele Jahre glücklich verheiratet. Das gibt’s auch.”
Genau. Sowas hat einem doch grade noch gefehlt.

Fall 2:

Problematik: Opfer einer Gewalttat.
Die Mitarbeiterin der Telefonseelsorge, die von Resilienz wohl noch nie gehört hatte: “Ich glaube Ihnen das nicht. Sie wirken auf mich viel zu gefasst.”
Unverschämtheit.

Ich bin einfach nicht in der Lage, diese Einrichtung guten Gewissens zu empfehlen.
Das überlasse ich gerne anderen und halte lieber den Mund.

Im Zusammenhang mit Esoteriksucht, Heilersucht oder wie man “es” auch immer nennen möchte weise ich hier im Blog in vielen Artikeln auf die Suchtberatung Tal 19 in München hin, die sich dieses Themas besonders annimmt, wie man an diversen Stellen im Internet lesen kann.

Anfang Dezember erhielt ich die Mail einer Dame, die sich aufgrund der Artikel hier im Blog an Tal 19 gewandt hatte, um dort Hilfe zu suchen.
“Fein,” dachte ich. “Dann hat es ja was genützt.”
Ihr war klar geworden, dass sie sich in einer Abhängigkeit von Zukunftsdeutungen befand, die ihr kurzfristig wieder Aufschwung gaben. Kurzfristig nur, weil viele der positiven Voraussagen bisher noch nicht eingetroffen waren und sich ihre Lebenssituation nach wie vor eher desolat darstellte.
Trennung von einem Mann, den sie sehr liebte, berufliche Unsicherheiten, Krankheit in der Familie, Schuldgefühle, Selbstwertprobleme, Zukunftsangst. Manchmal kommt leider viel auf einmal. Und manchmal dauert es längere Zeit, bevor es wieder bergauf geht.
Aber irgendwann geht es wieder bergauf. Man kann es beschleunigen, aber auch behindern. Alleine ist es oft schwieriger als man glaubt, daher gibt es ja in diesem Land Hilfen.

Ich schrieb ihr irgendwann zurück und neben anderen Vorschlägen, was sie außerdem mal machen könnte, auch, dass es mich freut, dass sich nun jemand kümmert.

Über 2 Wochen später hatte sich allerdings noch keiner gekümmert. Nun schrieb sie mir, dass sich noch immer niemand von Tal 19 bei ihr gemeldet habe und ihre Sucht wohl nicht so einfach wäre wie andere Süchte

man soll in die Mail ja schreiben, wie die Lebensumstände sind, Familie, Job, was das Problem ist etc und da schreib ich das alles und bekomme nichts zurück :O( nun gut, war es wohl die falsche Adresse für mich.

Natürlich weiß ich auch, dass so eine Suchtberatung noch ganz andere Dinge zu tun hat als Mails zu beantworten, aber so ein kleines Lebenszeichen kann man doch mal von sich geben. Und wenn es auch nur das ist, dass man im Moment etwas klamm an Mitarbeitern ist und sich erst Anfang nächsten Jahres darum kümmern kann.
Aber so gar nichts?

Muss man sich da wirklich wundern, warum Leute dazu übergehen, dann doch lieber wieder beim Kartenleger anzurufen?
Der ist wenigstens da, hört zu, spricht mit einem und macht Prognosen, die manche in Krisen einfach brauchen. Keine Wartezeit, sofort erreichbar. Selbst nachts, wenn alles schlimmer wird.
Irgendjemand, der sich kümmert. Wie auch immer.

Die Dame hat sich jetzt an ein Gesundheitszentrum gewandt.
Sie gibt zum Glück nicht auf und hofft weiter, dass ihr jemand hilft, aus dieser schwierigen Lebensphase herauszukommen.

Probleme in unserer Gesellschaft sind Einsamkeit und offenbar lange Wartezeiten bei den Einrichtungen, die in Lebenskrisen für jemanden da sind.  Das ist nicht schön.

 

[UPDATE 11:30 Uhr]
Ich reiche hier etwas zur Telefonseelsorge nach.

Nach all dem gerichtlichen Hin und Her mit “muss man Kartenlegen bezahlen”, “ist es ein nichtiges Geschäft” etc. und das EU-weit wie alles heutzutage, scheinen sich diverse Richtlinien herauskristallisiert zu haben.

Ja, man muss bezahlen, es ist nicht nichtig.
Und diese Informationen sollten dem Nutzer von Wahrsagerei sinngemäß gegeben werden:

  • Sich die Karten legen zu lassen, ersetzt kein Gespräch mit einem Psychologen und das wiederum keine Psychotherapie.
    Wobei ich noch mal auf geschützte Berufsbezeichnungen in Deutschland eingehen möchte.
    Psychologe ist geschützt. Ein Psychologe hat einen Diplom/Master-Abschluss in Psychologie. Bachelor reicht nicht.
    Psychotherapeut ist ebenfalls geschützt. Psychotherapeuten haben einen Diplom/Master Studienabschluss in Psychologie oder Medizin nebst einer speziellen Zusatzausbildung. Ausnahme ist die geschützte Bezeichnung “Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut”. Diese Berufsbezeichnung dürfen auch Diplom/Master Pädagogen und Diplom/Master Sozialpädagogen führen, nach entsprechender Zusatzausbildung natürlich.
    Die Heilpraktiker für Psychotherapie haben sich “Heilpraktiker (Psychotherapie)” zu nennen.
    Kartenleger darf sich jeder nennen und er ist nur ein Kartenleger.
  • Kartenlegen ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker.
    Nein, natürlich nicht. Wie kann man sowas denken?
    Es ersetzt auch keinen beim Frisör oder Rechtsanwalt oder in der Kfz-Werkstatt.
  • Ein Kartenleger kann keine gesundheitliche Diagnose stellen.
    Zumindest keine, auf die man sich verlassen darf.
    Ein Kartenleger steht hinsichtlich seiner Diagnosefähigkeiten nämlich auf derselben Stufe wie der Nachbar, die Freundin oder die Familie. “Hey, das sieht nach Fußpilz oder Schuppenflechte aus. Mach mal was.”
  • In Experimenten ist es bisher zu keinem Nachweis medialer Fähigkeiten gekommen.
    Für mich zum Beispiel gibt es kein Schicksal oder eine festgelegte Zukunft, also kann sie auch niemand sehen. Es ist eine Glaubenssache – und steht so seit 11 Jahren auf meiner Seite. Und niemand weiß, was nach dem Tod kommt oder vor der Geburt war. Der eine glaubt dies, der andere das. Ich persönlich würde so das “Nichts” definieren.
  • Ein Kartenleger kann keine Garantien auf das geben, was er in den Karten sieht.
    Nein. Wie auch? Etwas kann so kommen, aber muss nicht. Es gibt da kein “mit 100%iger Sicherheit”.
  • Kartenlegen dient nur Unterhaltungszwecken.
    Ja, man darf es nicht zu ernst nehmen, dennoch kann man etwas daraus mitnehmen. Es ist wie auf der Kirmes in ein Wahrsagerbüdchen steigen. Spannend, kurzweilig, interessant, erhellend, manchmal auch enttäuschend, desillusionierend, langweilig. Wie “Wetten dass” oder andere Fernsehsendungen. Wie Zirkus, wie Kino, wie Solitär und Minesweeper.
  • Der Ratsuchende ist für sein Handeln selbst verantwortlich.
    Natürlich. Niemand nimmt einem die Verantwortung für das eigene Leben und was man daraus macht ab, und man kann sie auch keinem in die Hände legen, so gerne manche das auch ab und an täten. Letztendlich muss man alle Entscheidungen selbst treffen, dazu stehen und dafür gradestehen.
  • Der Kartenleger darf die Sitzung jederzeit abbrechen und muss nicht auf alle Fragen antworten, wenn er nicht möchte.
    (Und ich muss nicht jeden Punkt kommentieren.)
  • Kartenlegen kann süchtig machen (Heilersucht).
    Finde ich ganz schlimm, war mir vor dem Internet nicht bekannt, ist aber offensichtlich so, wenn man die Berichte der Betroffenen liest. Wurde hier im Blog und auch auf Lilith-Kartenlegen.de sehr häufig thematisiert (siehe bloginterne Suche oder Google).

Ich kann mir nicht helfen, aber das meiste davon mutet an wie der in den USA benutzte Hinweis auf Kaffee-to-go-Bechern: “Vorsicht, könnte heiß sein.” Ist das obige nicht die ganze Zeit über selbstverständlich gewesen?
Von mir aus bis auf den Hinweis mit der Sucht. Das hat sich ja erst in Zeiten des Internets offenbart, weil man sich besser austauschen kann.

Vielleicht wurde die ganze Tätigkeit aber auch erst in Zeiten des Internets zu etwas hochstilisiert, was sie sowieso nie war.

Ich habe nach vielen vielen Wochen mal wieder eine Runde durch die einschlägigen Esoterik- und Kartenlegeforen gemacht mit der Feststellung, dass es nicht nur ruhiger geworden ist (das war es bei der letzten Runde bereits), es ist regelrecht still verglichen mit dem, was noch vor 1 oder zumindest vor 2 Jahren los war. Das Forum von Wasserfrau trägt sich sogar mit dem Gedanken, komplett zu schließen.

Wie kommt’s?

Für mich war die schönste Forenzeit – sowohl als Betreiber als auch als Nutzer anderer Foren – von 2000 bis etwa 2005. Im April 2006 habe ich mein Forum verschenkt und mich seitdem immer mehr von der aktiven Forennutzung zurückgezogen und war nur noch manchmal stiller Mitleser. 3 Monate später, im Juli 2006, ging es anders weiter. Mit diesem Blog, der aber seit 2 Jahren auch kaum mehr über Ø 1 oder 2 Artikel pro Monat hinauskommt. Wenn es die mal überhaupt sind.

Das Internet ist nicht statisch.
Das Leben auch nicht.
Die Interessen verändern sich mit dem Alter, und irgendwann wird alles langweilig.

Nehmen wir noch mal die Foren. Da gab es eins, da konnte man die Antworten schon mitsprechen, bevor sie überhaupt geschrieben wurden. Und spätestens als 10. Antwort kam der Bäcker und Brötchen-Vergleich. “Du gehst ja auch nicht zum Bäcker und willst die Brötchen geschenkt.” Oder so.
Darauf folgte die übliche Diskussion, dass man bei Brötchen weiß, was man hat, beim Kartenlegen muss es erstmal eintreffen. Und so weiter.

Godwin’s Law, nur mit Brötchen.

Darüber hinaus wurden echte Diskussionen immer seltener. Meist beschränkte sich die Mehrzahl der Beiträge auf: “Ich hab mir die Karten gelegt und weiß nicht weiter. Wäre mal eben jemand so lieb und deutet?” Sowas wird für den gemeinen Leser schnell langweilig und interessiert außer den Fragesteller auch so recht niemanden mehr.

Ein weiterer Grund für das Sterben ohne Neugeburten: die lange Zeit unklare Rechtslage. Stichwort Störerhaftung. Eigentlich steht man als Betreiber von was auch immer ständig mit einem Bein im Knast, wenn man Menschen die Möglichkeit gibt, sich auf den eigenen Seiten öffentlich zu äußern. Das und das “faule” Beschränken auf Gefällt-mir-Buttons-Klickerei dürften auch der Grund sein, warum kaum noch jemand nachrückt mit irgendwelchen noch nicht dagewesenen Ideen im Kartenlegebereich.

Interessant sowohl in Foren als auch in Blogs wäre zum Beispiel das Vorstellen und Besprechen von Kartendecks gewesen und die Möglichkeit, Zufallslegungen mit neuen Decks gestalten zu dürfen.
Aber da sind die Verlage eher pingelig geworden und möchten ihre Produkte lieber nicht abgebildet haben.
Höchstens bis zu 4 Karten.
Ja dann eben nicht.
Was soll man denn mit 4 Karten groß legen, vorstellen, besprechen oder diskutieren?

Der wichtigste Grund jedoch ist meiner Meinung nach, dass viele Leute nach Facebook abgewandert sind und ihre Onlinezeit dort verbringen. (Ich persönlich mag Facebook nicht und hab mich bereits 2009 schon wieder abgemeldet, nachdem ich 4 Wochen lang ein paar mal “gefällt mir” geklickt hatte. “Gefällt mir nicht” hätte mir in den meisten Fällen besser gefallen.)

Das nächste große Ding, Google+, ist bereits am Anrollen.
Vielleicht wird es irgendwann bei Facebook stiller und alle sind bei Google+?
Vielleicht auch nicht. Wer weiß.
Zumindest wurden bereits Spiele angekündigt.
Vermutlich in der Art von Farmville, nur halt woanders.

Ach jau.
Der Esoterikhype hat sich jedenfalls wieder auf ein normales Niveau runtergelevelt, finde ich.
Und das ist auch gut so.

Die Zeiten, in denen Monat für Monat fünf neue Lenormandbücher und drei neue Kartendecks in Amazons Neuerscheinungen auftauchten, sind jedenfalls längst vorüber. Längst. Vorüber ist auch weitestgehend das Gehetze gegen Kartenleger in den Zeitungen. Und es gibt auch kaum noch erwähnenswerte Gerichtsurteile wegen Partnerzusammenführung und all diesem Kram. Man ist vermutlich wieder auf den sichereren Enkeltrick oder Hütchenspiele umgestiegen. Oder im Knast.

Was sich im Fernsehen tut, wie dort die Berichterstattung oder überhaupt die Nachrichtenlage ist, weiß ich nicht. Ich gucke seit 2 Jahren kein Fernsehen mehr. Das letzte, was ich gesehen habe, war die Beisetzung von Michael Jackson. Danach war Schluß. Mir fehlt es auch nicht.

Mal schauen, wie es weitergeht.
Bin gespannt auf den nächsten Trend nach den sozialen Netzwerken.
Denn irgendwann wird alles langweilig…

Jemand stellt mir die Frage, was die Abkürzungen, die er mir aufgelistet hatte, in Kartenlegeforen (im Speziellen im gofeminin-Forum) bedeuten. Kann vielleicht nicht schaden, wenn ich das hier veröffentliche, weil es außer ihm noch mehr Leute  interessieren könnte:

HM  = Herzmann oder Herzensmann (der Mann, in den eine Fragestellerin verliebt ist, den sie liebt)

HD  = Herzdame oder Herzensdame (die Frau, in den ein Fragesteller verliebt ist, die er liebt)

HS  = Hellseher

KL  = Kartenleger

GG  = Gratisgespräch = auf vielen Poratalen das Erstgespräch für den Kunden, das er nicht bezahlen muss. Es ist von Portal zu Portal technisch unterschiedlich geregelt, wie lange das GG dauern kann. Manchmal ist es beschränkt auf 5, 10 oder 15 Minuten, manchmal Ende offen.

GM  = Gratisminuten = auf vielen Portalen gibt es für Kunden Gesprächsminuten, die man als Anrufer nicht bezahlen muss, die der Berater aber auch mit weniger bis hin zu gar nicht vergütet bekommt – wie das GG ebenfalls. Gibt es für Neukunden oder Stammkunden. Auch kann ein Berater GM später in beschränktem aber auch unbeschränktem Rahmen an seine Anrufer vergeben.

QE  = Quintessenz = eine Herangehensweise beim Kartenlegen, durch Addition und Quersummenbildung weitere Deutungsgrundlagen aus einem Kartenbild ziehen zu können.

KK  = Korrespondenzkarten = die Karte, die mit einer einer anderen in Zusammenhang gebracht wird und das nicht an einer imaginären Achse im Bild gespiegelt, sondern an zweien, bzw. an der Diagonalen durchs Blatt.  Die 1. Karte korrespondiert mit der letzten Karte, die 2. Karte mit der vorletzten usw.

FA  = meist Familienaufstellung = Psychodrama nach Hellinger ;-) Viel seltener Finanzamt und noch seltener Frauenarzt

PRF = Partnerrückführung = auf magischem Wege einen Expartner zu einem zurückführen.

PZF = Partnerzusammenführung = auf magischem Wege zwei Personen zusammenführen, wobei es sich aber durchaus auch um einen Ex handeln kann. So genau wird das nicht unterschieden.

. . . = nativer Ersatz eines gesperrten Wortes im gofeminin-Forum. Dies umfasst nicht nur Vulgärausdrücke, sondern es gibt auch Firmen, die eine Verwendung ihres Firmennamens dort haben sperren lassen, damit beim Googeln nicht zu viel Müll, Verleumdungen und Hasspredigten zum Vorschein kommen.

—  updated 17.3.2011 —

Der TV-Beitrag über Kartenlegesucht, für den im September auch hier bei mir Teilnehmerinnen gesucht wurden, ist fertig und wurde gestern Mittag bei RTL-Punkt 12 gesendet. Es wurden zwei Damen mit unterschiedlichen Herangehensweisen an die Thematik vorgestellt.

Dame 1, Claudia, ließ sich zum ersten Mal die Karten legen, weil ihre Ehe in einer Krise war. Daraus wurde eine völlige Abhängigkeit von den Aussagen der Kartenleger. Täglich konsultierte sie jemanden und konnte ohne einen Anruf “keinen Tag überstehen”. All ihre Entscheidungen ließ sie von einer Wahrsagerin treffen und hoffte auf das “alles wird wieder gut” einer Kartenlegerin.

Konnte sie nicht anrufen, weil z.B. ihr Mann noch zu Hause war, wurde sie kribbelig und es ging ihr schlecht.

Sie machte es heimlich, schämte sich dafür und verschuldete sich.
Sucht.

Ihre Situation änderte sich, als sie von ihrem Chef dabei erwischt wurde, dass sie sich während der Arbeitszeit online (auf meiner Webseite…) die Karten legen ließ. Er redete ihr ins Gewissen, sie stellte sich ihrer Sucht und begab sich in Behandlung. Diagnose: manische Depression. Während der Therapie wurden auch die Ursachen für die Kartenlegesucht aufgearbeitet.
Mittlerweile ist sie geheilt, lebt ohne Karten, jedoch mit Schulden und der Angst vor einem Rückfall.

Bei Dame 2, Petra, kam das Interesse, weil sie bei einer Wahrsagerin war, die ihr schlimme Voraussagen machte: ein paar Todesfälle und eine gescheiterte Beziehung. Genau dies trat dann sogar ein, und sie glaubte deswegen an die Karten. Mittlerweile legt sie sich auch selbst Karten, schöpft daraus Hoffnung, wenn sie traurig ist, geht aber auch weiterhin zu Kartenlegern und orientiert sich an dem Positiven, das sie sagen und das offenbar auch ohne Schulden, schlechtem Gefühl und Heimlichkeiten.
Eine Sucht gesteht sie sich nicht ein.

Hier der TV-Beitrag:

[UPDATE 17.3.2011]

Hier kein TV-Beitrag.

Nachdem ich diesen Artikel zunächst wieder “unsichtbar” geschaltet hatte, verzichte ich einfach auf das Video und mache ihn wieder offen. Ich bekam den Hinweis, dass eine im TV-Beitrag am Rande gezeigte Dame mit der Ausstrahlung und Darstellung ihrer Person unzufrieden war und … ach, ich weiß es heute gar nicht mehr genau.

Ist doch sowieso immer dasselbe.

Meine Meinung zu der ganzen Thematik dürfte den regelmäßigen Besuchern hier bekannt sein.

Von den Leuten, die ich persönlich “kenne”, bzw. die zu mir zum Kartenlegen kommen, ist niemand süchtig. Ich frage ja schon immer nach. Für das Thema sensibilisiert, wie man mittlerweile geworden ist.

Ich frage sogar, warum sie herkommen.
Weil sie sonst keinen zum Reden haben, weil sie so etwas Privates keinem aus ihrem Umfeld anvertrauen wollen, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen, weil sie sich sowieso alle 6 Monate die Karten legen lassen, weil sie es spannend finden, weil sie wissen wollen, ob ihre Situation tatsächlich so übel ist, wie sie sich für sie darstellt usw.

Was ich allerdings nicht mehr mache ist, dass sie anrufen und können noch am selben Tag kommen. Ich lasse immer mindestens 2 Tage vergehen. Zum einen, weil ich so die zum Ärgernis gewordenen Spätabendsbesuche auf Null reduzieren konnte. Zum anderen, damit ich nicht die geballte emotionale Ladung einer bei ihnen grad stattfindenden akuten Krise abbekomme.
Und für den, der “nur so” mal kommt, spielt es sowieso keine Rolle.

Ich kann das ganze Geschimpfe über Kartenleger nicht mehr nachvollziehen und es ist mir auch egal.

Manche werden “süchtig” danach, ständig und sofort Bestätigung und Hoffnung von außen zu bekommen. Das hat aber nichts mit Kartenlegern zu tun. Hätten sie jemand anderen, würden sie eben dort dauernd nachfragen und sich absichern.
Die meisten nehmen es weit nüchterner, nämlich als das, was es ist. Eine Geschichte, die sie von jemandem erzählt bekommen, dem diese einfällt, wenn er ein Kartenbild sieht. Ohne Gewähr, ohne Garantie, manchmal sehr passend, manchmal nicht.

So wie es schon immer war.

Aus welchen Gründen auch immer haben sich die Medien die Kartenleger aufs Korn genommen und übersehen dabei, dass nicht die das Problem sind, sondern die schlechte Stimmung in der Bevölkerung, die Ängste vor sozialem Abstieg unter anderem bei Trennungen, Angst vor Arbeitsplatzverlust, Angst, alleine nicht zurechtzukommen und die soziale Isolation, die immer mehr um sich greift.
Weil man mit seinen Problemen sein Umfeld nicht belasten möchte, weil eben dieses Umfeld meist selbst bereits eigene Sorgen hat oder keine Zeit oder Lust zum Zuhören, weil man froh ist, dass man seine Ruhe hat nach einem stressigen Tag mit Job und Familie.
Manche können ihre Freunde und Bekannten nicht mehr so häufig besuchen wie sie gern würden, weil der Sprit so teuer ist.
All sowas.

Und zur Telefonberatung:

Außer den kirchlichen Telefonseelsorgen, die nicht jedermanns Sache sind, bleiben nur Kartenleger, die man rund um die Uhr schnell anrufen kann. Beides niederschwellig, anonym und rund um die Uhr. Oder hab ich wen vergessen?

Pages: 1 2 3 4 5 ... 31 32 weiter >

Hier erreichen Sie mich:

| alle Hauptbereiche im Überblick |

Kartenlegen - Wahrsagen - Hellsehen - Astrologie - Esoterik - Tarot - Horoskop - mein Profil



Cyanide and Happiness, a daily webcomic
Cyanide & Happiness @ Explosm.net