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Ich stellte vor geraumer Zeit fest, dass es unwahrscheinlich viele neue Lenormand-Decks gibt. Von Seiten der Verlage hält es sich in Grenzen, jedoch gehen in den modernen Zeiten des modernen Internets mittlerweile immer mehr Künstler dazu über, ihre Decks selbst drucken zu lassen und auch den Vertrieb in Eigenregie zu erledigen.

Besonders aus den USA und Russland kommen viele neue Decks.
Lenormand ist vollends in den USA angekommen und wird dort immer beliebter.

Wenn einem eins gefällt, sollte man schnell sein und zuschlagen. Die meisten Decks erscheinen in kleinen Auflagen und werden oftmals nicht neu gedruckt. Sich alle verfügbaren anzuschaffen, dürfte aufgrund der großen Anzahl ein teurer Spaß werden.  Es gibt ja wahrscheinlich auch kaum jemanden, der alle Tarot-Decks hat.

Die modernen Zeiten des modernen Internets bringen es aber auch mit sich, dass man an allen möglichen Ecken im Netz irgendwas schreibt, hochlädt und an anderen auf die anderen verlinkt. Dazu später mehr.

Wie dem auch sei. Ich bin davon ab, jedes einzelne Lenormand-Kartendeck hier vorzustellen, geschweige denn, es ausführlch zu besprechen, wie das damals noch möglich war, als es pro Jahr mal ein oder zwei neue gab. Was nicht zuletzt daran scheitert, dass ich ja hier keine Decks besprechen kann, die ich gar nicht habe. Die Gründe dafür siehe oben unter dem Stichwort „teurer Spaß“.

Alle paar Tage verlinke ich die, die ich neu entdecke, auf meiner Google+ – Seite.

http://google.com/+lilithkartenlegen

Wenn da genug zusammengekommen sind, weise ich auf der Seite „Aktuelles“ auf lilith-kartenlegen.de darauf hin und verlinke von dort aus den jeweiligen Google+ – Beitrag. Hier im Blog erwähne ich das in Zukunft nicht mehr. Das würde zu weit führen. Es sei denn, ich stelle ein bestimmtes Deck explizit vor. Dann wiederum weise ich auf „Aktuelles“ darauf hin.
Umständlich? Umständlich, chaotisch und durcheinander? Ach ja. Ist schon wie ein 3-Fronten-Krieg. Hier im Blog, meine Website und Google+.

Gut, dass ich nicht auch noch bei Facebook bin.
Aber das Thema hatten wir ja schon. Facebook gefällt mir nicht.

Wie kriegen Sie meine Deck-Entdeckungen nun am besten bzw. überhaupt mit?

a) Sie schauen regelmäßig auf meiner Website lilith-kartenlegen.de auf „Aktuelles“

b) Sie folgen mir auf Google+ und sehen es dann dort, falls Sie mal hingehen.
Ist schon ein bisschen leer und einsam dort.

Ach so. Twitter. Ich vergaß Twitter. 4-Fronten-Krieg.
https://twitter.com/kartenlegen
Sie können mir auch da folgen. Natürlich. Gerne. Da erscheinen hiesige Blogbeiträge automatisch und ab und an, aber ganz selten, noch ein paar sonstige Tweets wie z.B. dieser mit einem Hinweis auf ein neues Video auf Youtube. Arte berichtete über den Carpenter-Effekt beim Gläserrücken und benutzte dafür einen Ausdruck meines Online-Ouija-Brettes! 🙂 Den Teil der Sendung habe ich dann bei Youtube hochgeladen. Den können Sie hier oder da direkt mal gucken. Ist nur 1 Minute.

Ouija Brett und Carpenter-Effekt (arte) direkt auf Youtube

Und bevor ich es noch vergesse: Sie können natürlich auch meinen Youtube-Channel abonnieren.
http://www.youtube.com/user/LilithKartenlegen
Aber so viel läuft da nicht.
Ich wüsste auch noch gar nicht genau, an welchen Stellen ich überall darauf hinweisen könnte ohne völlig durcheinander zu geraten.

5-Fronten-Krieg.

Ach, schauen Sie einfach mal regelmäßig mal hier mal dort.
Irgendwann haben Sie dann irgendwie alles gesehen. 😀

Sobald ich den Dreh raus hab, dass neue Youtube-Videos und Google+ – Beiträge automatisch auf Twitter erscheinen, neu hochgeladene Youtube-Videos  und einzelne Tweets automatisch bei Google+ hinzugefügt werden, ist das Chaos perfekt. Aber Hauptsache, man ist gut informiert.

Hoffentlich wird dieses „Social Media“ bald wieder unmodern.
Dann haben wir wieder Ruhe.

Christiane Neumann, die Anfang September mit ihrem Projekt „Kartenleger in Deutschland“ gestartet ist, sendet jeden Sonntag Abend ihr „One & All“-Webradio.  Wenn man es verpasst hat, ist das nicht schlimm. Es steht alles im Nachhinein als Podcast zum jederzeitigen Hören zur Verfügung.

Ich war am 8. September bei ihr zu Gast. Hören Sie einfach mal rein:

Kartenlegen zwischen Bodenständigkeit und Orakel   „Thema: „Kartenlegen zwischen Bodenständigkeit und Orakel“

Oder Arbeitstitel „Früher hatte man’s auch nicht leicht“… 😉

Außer über meine Pubertät, Colombo und Bordelle 🙄 erzähle ich u.a. auch noch ein bisschen über die Orakel auf meiner Website und wie ich so an’s Kartenlegen gekommen bin.
Ach ja. Ich bin ja nicht so für Öffentlichkeit, aber ich habe da mal eine Ausnahme gemacht. Es hat trotzdem dann doch ein paar Tage gedauert, bis ich mich überhaupt getraut habe, es anzuhören…

So ist das mit mir.

Ein weiterer Gast bisher war Kerstin Kolb. In der Sendung  am vergangenen Sonntag.
Kennen Sie wahrscheinlich vom Kipperkartenbuch.

Ich wünsche Christiane ganz viel Erfolg mit „Kartenleger in Deutschland“ und dass sich das Projekt so entwickelt, wie sie es geplant hat – und dem geneigten Blogleser natürlich viel Vergnügen und gute Unterhaltung beim Zuhören.

Ich habe hier im Blog immer neue Kartendecks vorgestellt. Merke aber so langsam, dass es über Google+ doch etwas praktischer und schneller geht., was die kurzen schnellen Mitteilungen angeht. Link einfügen, irgendein Bild erscheint automatisch und schon steht es da.

Nachteil ist, es liest niemand. 😀

Daher folgen Sie mir einfach bei Google+, falls Sie da einen Account haben. Dann kriegen sie die neuen Decks und sonstige kurze Meldungen mit, für die ein Starten des Blogs gar nicht lohnt.

http://google.com/+lilithkartenlegen

Eben zum Beispiel machte ich einen Hinweis auf „THE HERALDIC LENORMAND“ und das wunderhübsch auf alt gemachte „ANTIK SCARABEO LENROMAND“ mit zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten. Wir nennen es  „Scarabeo“. Mittlerweile heißt es aber einfach nur noch „Lenormand-Orakelkarten“. Trotzdem wird es uns von damals als Scarabeo-Deck in Erinnerung bleiben.

Gilded Reverie Lenormand

von Ciro Marchetti, erscheint im Oktober 2013

Gilded Reverie Lenormand: Kartendeck bei Amazon vorbestellen

Ciro Marchetti ist vielen ein Begriff wegen seines „Gilded Tarot“ und „Legacy of the Divine Tarot“. Nun hat er Lenormandkarten in Angriff genommen und ich muss sagen, sie sind wunderschön geworden.

Gilded Reverie Lenormand(Klick für sehr viel (!) größer)

Ein weiteres Deck, das seit Januar auf dem Mark ist, ist das

Golden Lenormand

von Marcella Sulzmann im Selbstvertrieb, nicht bei Amazon

Es ist handgemalt. Die einzelnen Karten können Sie auf der Website der Künstlerin anschauen.  Hier die im „erlaubten Rahmen übliche“ Vorschau:

Golden Lenormand

Es ist in der letzten Zeit etwas ruhig um mich geworden. Vater tot, Hund tot, Auto kaputt, 50 geworden, um nur mal ein paar Vorfälle zu nennen. Alles nichts zum Jubeln. Aber nun geht es wieder weiter. Loslassen. Nach vorne sehen.

Bei Google+ schreibe ich auch manchmal und etwas, habe ich vor.
google.com/+lilithkartenlegen

Aber jetzt geht es erstmal um den Blog von Mary K. Greer, die eine interessante Geschichte von 1843 über einen Besuch bei Mlle Lenormand veröffentlicht hat, die 1 Monat nach ihrem Tod geschrieben wurde:
A Curious Account of a Reading with Mlle Lenormand (englisch)

Wer das nicht so versteht, hier ein Link zur Seite von Google-Translate, auf die dprt übliche ganz „spezielle“ Art auf Deutsch übersetzt:
Eine sonderbare Darstellung einer Lesung bei Mlle Lenormand

Nicht zu unterschätzen ist auch die darin vorkommende Beschreibung der Karten, die Mlle Lenormand bei dieser Legung benutzt hat.

They were sinister and hideous, well calculated to strike terror into the heart of the over-curious “consultant.” There lay in foul array the grim figure of the “Grand Pendu,” the blood-stained visage of the ” Supplice,” and the pale, livid face of the ” Suicide.” The cards were of about twice the dimensions of the ordinary pack—the cross-bones and skull formed the aces, and the hearts and diamonds were simulated by drops of blood! The cards were ragged and worn by frequent use, until some of the figures were well-nigh obliterated.

Auf Deutsch in etwa:

Sie waren unheimlich und abscheulich, extra um das Grauen in den Herzen der über-neugierigen Ratsuchenden auszulösen.  In einer schlechten Anordnung lagen die düstere Gestalt des „Grand Pendu“ (der Gehängte), das blutbefleckte Antlitz der „Supplice“ (Folter) und das blasse, fahle Gesicht des „Suicide“ (Selbstmord). Die Karten waren etwa zweimal so groß wie ein gewöhnliches Kartendeck – gekreuzte Knochen und Schädel (= das Symbol auf der bekannten Piratenflagge oder auch FC St. Pauli) bildeten die Asse, und Herz und Karo wurden durch Blutstropfen dargestellt! Die Karten waren schäbig und abgenutzt durch den häufigen Gebrauch, einige Bilder waren beinahe ausgelöscht.

Tja. Dazu fällt mir auf Anhieb kein Kartendeck ein.

Beim Googeln fand nur diese 1 Karte, die für 25 € verkauft wird.
Achtung : Es wird kein ganzes Deck verkauft, nur diese eine Karte.

Wahrsagekarte

Da sie von ca. 1820 ist, kann man sich in etwa vorstellen, wie dunkle Decks damals ausgesehen haben.

Hätte mir gefallen. Ich mag finstere Decks. Da vor allem das Tarot der dunklen Schatten.

Es gibt ja auch ein dunkles Lenormand. Dazu später mehr.

Ich bekam eine Mail mit der Frage, um welches Lenormandkarten-Deck es sich handelt. Ich weiß es aber nicht.

Habe vor einiger Zeit ein altes Lenormand Deck erworben.
Beim Stöbern im Internet habe ich versucht dieses Deck zu finden, was mir aber leider nicht gelungen ist.
Ich habe nur noch einen Teil der Schachtel, aber darauf ist nirgendwo ein Datum versehen.

Ich habe dieses Deck noch nie gesehen.

Vielleicht kann ja ein Leser der Dame helfen?

Hier die Ansicht aller 36 Karten (schärfer hab ich’s nicht):

(Klick für größer)

Direkt-URL des Bildes: http://www.lilith-blog.de/wp-content/uploads/deck.jpg

Eine größere Ansicht des Teils der Schachtel:

Text: „Lenormands Wahrsagekarten“

 Und noch eine stark vergrößerte Ansicht der Karten 1, 3, 4 und 5:

Die Symbole auf den Karten entsprechen nicht den typischen Lenormandsymbolen.

Auf fünf Karten gibt es zwei Symbole:

auf 1 Blumentopf + Ring

auf 27 (?) Tor + Schlüssel

auf 31 ein Kind mit einem Windrädchen(?) + Laufrad mit einem länglichen weißen Tier

auf 36, der weiblichen Hauptpersonenkarte, Frau + Bilderrahmen mit einem Männerportrait

auf 35 (?), der männlichen Hauptpersonenkarte, Mann + Bilderrahmen mit einem Frauenportrait

Außerdem steht auf jeder Karte ein Spruch, zwei verschieden Schlagworte hochkant und in allen vier Ecken eine Zahl.

Bei Karte 1 sind das z.B. 16, 12, 30,90. Bei Karte 4 sind es 34,9, 40,65.

Vielleicht kann ja jemand weiterhelfen?

So war das früher bei Mademoiselle Lenormand, wenn sie ihre Vorhersagen machte. Die Ratsuchende fiel in Ohnmacht und die Tischdecke vom Tisch. Ein Bild von Josef Danhauser, 1841, Öl auf Holz, 74 × 83 cm“

Madame Lenormand weissagt der Kaiserin Josephine die Trennung von Napoleon

Manche erinnern sich vielleicht an das „Les Vieux Jours“ – Lenormand-Deck von vor einigen Jahren, das damals in einer kleinen Metallbox verkauft wurde und dann lange Zeit nicht mehr erhältlich war.

Das neue „Les Vieux Jours“-Lenormand mit neuen Bildern ist nun endlich fertig.

Mir gefallen die Bilder sehr gut:

Les Vieux Jours Lenormand

http://www.lesvieuxjours.com/lenormand.html

Es wird in 2 Versionen angeboten.
Auf den Shopseiten gibt es auch weitere Bilder der Karten.

1)  Die „normale“ LVJ Lenormand Card First Edition mit 36 Karten.
Den PDF-Download der Bedeutungen gibt es oben unter dem ersten Link.

2) Die momentan um 10 Dollar teuerere Version LVJ Lagniappe Edition mit 36 Karten wie vor und dazu:
– eine gedruckte Anleitung
– ein violettes Täschchen zur Aufbewahrung der Karten
– zusätzliche Karten mit den Schlüsselbedeutungen jeder Karte
– ein paar Musterkarten des Tarotdecks, an dem die Künstlerin gerade arbeitet

==== UPDATE  16.3.2012 ====

Jetzt bei mir auch unter Zufallskarten online:

http://www.lilith-kartenlegen.de/lesvieuxjours

Im Zusammenhang mit Esoteriksucht, Heilersucht oder wie man „es“ auch immer nennen möchte weise ich hier im Blog in vielen Artikeln auf die Suchtberatung Tal 19 in München hin, die sich dieses Themas besonders annimmt, wie man an diversen Stellen im Internet lesen kann.

Anfang Dezember erhielt ich die Mail einer Dame, die sich aufgrund der Artikel hier im Blog an Tal 19 gewandt hatte, um dort Hilfe zu suchen.
„Fein,“ dachte ich. „Dann hat es ja was genützt.“
Ihr war klar geworden, dass sie sich in einer Abhängigkeit von Zukunftsdeutungen befand, die ihr kurzfristig wieder Aufschwung gaben. Kurzfristig nur, weil viele der positiven Voraussagen bisher noch nicht eingetroffen waren und sich ihre Lebenssituation nach wie vor eher desolat darstellte.
Trennung von einem Mann, den sie sehr liebte, berufliche Unsicherheiten, Krankheit in der Familie, Schuldgefühle, Selbstwertprobleme, Zukunftsangst. Manchmal kommt leider viel auf einmal. Und manchmal dauert es längere Zeit, bevor es wieder bergauf geht.
Aber irgendwann geht es wieder bergauf. Man kann es beschleunigen, aber auch behindern. Alleine ist es oft schwieriger als man glaubt, daher gibt es ja in diesem Land Hilfen.

Ich schrieb ihr irgendwann zurück und neben anderen Vorschlägen, was sie außerdem mal machen könnte, auch, dass es mich freut, dass sich nun jemand kümmert.

Über 2 Wochen später hatte sich allerdings noch keiner gekümmert. Nun schrieb sie mir, dass sich noch immer niemand von Tal 19 bei ihr gemeldet habe und ihre Sucht wohl nicht so einfach wäre wie andere Süchte

man soll in die Mail ja schreiben, wie die Lebensumstände sind, Familie, Job, was das Problem ist etc und da schreib ich das alles und bekomme nichts zurück :O( nun gut, war es wohl die falsche Adresse für mich.

Natürlich weiß ich auch, dass so eine Suchtberatung noch ganz andere Dinge zu tun hat als Mails zu beantworten, aber so ein kleines Lebenszeichen kann man doch mal von sich geben. Und wenn es auch nur das ist, dass man im Moment etwas klamm an Mitarbeitern ist und sich erst Anfang nächsten Jahres darum kümmern kann.
Aber so gar nichts?

Muss man sich da wirklich wundern, warum Leute dazu übergehen, dann doch lieber wieder beim Kartenleger anzurufen?
Der ist wenigstens da, hört zu, spricht mit einem und macht Prognosen, die manche in Krisen einfach brauchen. Keine Wartezeit, sofort erreichbar. Selbst nachts, wenn alles schlimmer wird.
Irgendjemand, der sich kümmert. Wie auch immer.

Die Dame hat sich jetzt an ein Gesundheitszentrum gewandt.
Sie gibt zum Glück nicht auf und hofft weiter, dass ihr jemand hilft, aus dieser schwierigen Lebensphase herauszukommen.

Probleme in unserer Gesellschaft sind Einsamkeit und offenbar lange Wartezeiten bei den Einrichtungen, die in Lebenskrisen für jemanden da sind.  Das ist nicht schön.

 

[UPDATE 11:30 Uhr]
Ich reiche hier etwas zur Telefonseelsorge nach.

Nach all dem gerichtlichen Hin und Her mit „muss man Kartenlegen bezahlen“, „ist es ein nichtiges Geschäft“ etc. und das EU-weit wie alles heutzutage, scheinen sich diverse Richtlinien herauskristallisiert zu haben.

Ja, man muss bezahlen, es ist nicht nichtig.
Und diese Informationen sollten dem Nutzer von Wahrsagerei sinngemäß gegeben werden:

  • Sich die Karten legen zu lassen, ersetzt kein Gespräch mit einem Psychologen und das wiederum keine Psychotherapie.
    Wobei ich noch mal auf geschützte Berufsbezeichnungen in Deutschland eingehen möchte.
    Psychologe ist geschützt. Ein Psychologe hat einen Diplom/Master-Abschluss in Psychologie. Bachelor reicht nicht.
    Psychotherapeut ist ebenfalls geschützt. Psychotherapeuten haben einen Diplom/Master Studienabschluss in Psychologie oder Medizin nebst einer speziellen Zusatzausbildung. Ausnahme ist die geschützte Bezeichnung „Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut“. Diese Berufsbezeichnung dürfen auch Diplom/Master Pädagogen und Diplom/Master Sozialpädagogen führen, nach entsprechender Zusatzausbildung natürlich.
    Die Heilpraktiker für Psychotherapie haben sich „Heilpraktiker (Psychotherapie)“ zu nennen.
    Kartenleger darf sich jeder nennen und er ist nur ein Kartenleger.
  • Kartenlegen ersetzt keinen Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker.
    Nein, natürlich nicht. Wie kann man sowas denken?
    Es ersetzt auch keinen beim Frisör oder Rechtsanwalt oder in der Kfz-Werkstatt.
  • Ein Kartenleger kann keine gesundheitliche Diagnose stellen.
    Zumindest keine, auf die man sich verlassen darf.
    Ein Kartenleger steht hinsichtlich seiner Diagnosefähigkeiten nämlich auf derselben Stufe wie der Nachbar, die Freundin oder die Familie. „Hey, das sieht nach Fußpilz oder Schuppenflechte aus. Mach mal was.“
  • In Experimenten ist es bisher zu keinem Nachweis medialer Fähigkeiten gekommen.
    Für mich zum Beispiel gibt es kein Schicksal oder eine festgelegte Zukunft, also kann sie auch niemand sehen. Es ist eine Glaubenssache – und steht so seit 11 Jahren auf meiner Seite. Und niemand weiß, was nach dem Tod kommt oder vor der Geburt war. Der eine glaubt dies, der andere das. Ich persönlich würde so das „Nichts“ definieren.
  • Ein Kartenleger kann keine Garantien auf das geben, was er in den Karten sieht.
    Nein. Wie auch? Etwas kann so kommen, aber muss nicht. Es gibt da kein „mit 100%iger Sicherheit“.
  • Kartenlegen dient nur Unterhaltungszwecken.
    Ja, man darf es nicht zu ernst nehmen, dennoch kann man etwas daraus mitnehmen. Es ist wie auf der Kirmes in ein Wahrsagerbüdchen steigen. Spannend, kurzweilig, interessant, erhellend, manchmal auch enttäuschend, desillusionierend, langweilig. Wie „Wetten dass“ oder andere Fernsehsendungen. Wie Zirkus, wie Kino, wie Solitär und Minesweeper.
  • Der Ratsuchende ist für sein Handeln selbst verantwortlich.
    Natürlich. Niemand nimmt einem die Verantwortung für das eigene Leben und was man daraus macht ab, und man kann sie auch keinem in die Hände legen, so gerne manche das auch ab und an täten. Letztendlich muss man alle Entscheidungen selbst treffen, dazu stehen und dafür gradestehen.
  • Der Kartenleger darf die Sitzung jederzeit abbrechen und muss nicht auf alle Fragen antworten, wenn er nicht möchte.
    (Und ich muss nicht jeden Punkt kommentieren.)
  • Kartenlegen kann süchtig machen (Heilersucht).
    Finde ich ganz schlimm, war mir vor dem Internet nicht bekannt, ist aber offensichtlich so, wenn man die Berichte der Betroffenen liest. Wurde hier im Blog und auch auf Lilith-Kartenlegen.de sehr häufig thematisiert (siehe bloginterne Suche oder Google).

Ich kann mir nicht helfen, aber das meiste davon mutet an wie der in den USA benutzte Hinweis auf Kaffee-to-go-Bechern: „Vorsicht, könnte heiß sein.“ Ist das obige nicht die ganze Zeit über selbstverständlich gewesen?
Von mir aus bis auf den Hinweis mit der Sucht. Das hat sich ja erst in Zeiten des Internets offenbart, weil man sich besser austauschen kann.

Vielleicht wurde die ganze Tätigkeit aber auch erst in Zeiten des Internets zu etwas hochstilisiert, was sie sowieso nie war.

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