Dienstag, 23.Oktober 2007
Again, again, again…
Telefonberatung von „Astro TV“ – Eine Frau telefoniert sich in den Ruin
(von Michael Hanfeld)
Und schon wieder greift die FAZ das Thema auf.
Dieses Mal gehen sie meiner Ansicht nach jedoch zu weit.
In erster Linie sind wir noch freie Bürger, und jeder darf sich Tag für Tag die Dienstleistung kaufen, die er möchte, solange diese angeboten wird und nicht gegen geltendes Recht verstößt.
Sei es täglich Friseur, täglich Sex im Bordell, täglich Massage, täglich eine Putzhilfe, täglich einen Clown zur Kinderbelustigung, täglich ein Kindermädchen, täglich einen Koch, täglich einen Diener, der einem den Kaffee hinterherschleppt, täglich einen Auftritt von Robbie Williams im heimischen Wohnzimmer bis hin zu täglich einem California Dream Boy, der einem die Wellen im Swimming-Pool macht.
Oder eben halt täglich ein paar längere Gespräche mit Kartenlegern und Konsorten.
Ach, stopp, ich komme ins Träumen…
Niemand darf reglementieren, wofür man sein Geld ausgibt.
Und das ist gut so.
Eine Dame vertelefoniert im Zusammenhang mit ihrem Scheidungsprozedere innerhalb nur eines Jahres 38.000 Euro bei Questico.
Finanziert durch 21.000 Euro Sparguthaben, also eigenes Geld und darüberhinaus dann 13.000 Euro durch einen Kredit und weitere 1.400 Euro aus nicht näher zu bezeichnenden Quellen. Weitere 1.200 Euro Kartenleger-Gespräche finanzierte sie durch platzen gelassene Lastschriften.
| März 06 | 88,31 € |
| April 06 | 122,89 € |
| Mai 06 | 3.224,65 € |
| Juni 06 | 5.341,63 € |
| Juli 06 | 5.376,94 € |
| August 06 | 3.059,05 € |
| September 06 | 3.157,47 € |
| Oktober 06 | 4.736,92 € |
| November 06 | 3.449,45 € |
| Dezemer 06 | 5.093,38 € |
| Januar 07 | 2.901,76 € |
| Februar 07 | 836,42 € |
| März 07 | 442,21 € |
Nun wollen die Eltern der Dame das Geld von Questico zurück und darum kümmert sich morgen die Landesmedienanstalt Düsseldorf. Ob das allerdings die richtige Adresse ist und ob das bei Verschuldung überhaupt das richtige Vorgehen ist, möchte ich dann aber doch bezweifeln.
Jetzt geht es den Landesmedienanstalten darum, wie es heißt, „Mechanismen zu finden, die verhindern, dass psychisch labile Menschen sich und ihre Familien in den Ruin treiben“.
Was für “Mechanismen” will die Landesmedienanstalt denn finden?
Eine Vorschrift, wie viel Umsatz jemand mit einem bestimmten Dienstleister höchstens machen darf? Und diese Vorschrift dann noch dazu von der Landesmedienanstalt? Absurd!
Bei allem Mitgefühl für die Dame, die in der schwierigen Scheidungszeit offensichtlich keinen anderen zum Reden hatte und daher professionelle Telefonberater anrief – wo waren denn damals die Eltern, die nun so energisch das Geld zurückfordern? – aber will man nun tatsächlich hergehen und die Freiheit der Deutschen, ihr Geld so auszugeben wie sie möchten, einschränken?
Solche Summen mehrere Monate hintereinander zählen nicht mehr zu “huch, war das eine böse Überraschung als am Monatsende die Rechnung kam, es ist mir ja völlig entglitten, ich hätte nie gedacht, dass es so viel ist”. Zumal ja auch nicht nur 1 x monatlich, sondern recht zeitnah nach einem Gespräch abgebucht wird. Sie wusste also was sie tat und was es kostete.
Selbst wenn die Dame z.B. im Monat Juni 2006 nur die teueren 2 €/min – Telefonberater angerufen hat, so sind das 45 Stunden, die sie im Monat telefoniert hat bis hin zu 90 Stunden bei den preiswerteren 1 €/min!
Jeden Tag 1,5 bis hin zu 3 Stunden!
Gratisminuten und noch viel preiswertere Berater gar nicht erst mitgerechnet.
Immerhin gibt’s ja auch welche für 70 oder 80 Cent die Minute.
Für Anrufe bei den 80-Centern käme man für den Juni z.B. auf 225 Minuten jeden Tag.
Fast 4 Stunden! Jeden Tag!
Und im Juli ebenfalls. Und im Dezember auch noch mal.
Nein, bei allem Verständnis, aber das kann man nun doch nicht Questico anlasten.
Traurig, dass aus dem Freundeskreis niemand bemerkt hat, wie sehr die Scheidung sie belastete. Erschreckend, dass selbst die nun so aktiven Eltern nicht gemerkt haben, dass ihre Tochter mit der Scheidungssituation völlig überfordert war, dass Kredite aufgenommen wurden, um den ich nenn’s mal dämpfenden Lebensstil führen zu können.
Da sollte man vielleicht mal ansetzen.
Was gibt es für Hilfen bei Trennungen?
Kaum welche, außer “Kopf hoch, andere Mütter haben auch schöne Söhne” oder wie der doofe Spruch heißt. Bei Todesfällen würde es niemand wagen, der frischen Witwe so etwas reinzudrücken. Aber bei Trennungen und Scheidungen fehlen die passenden Rituale. Das Umfeld ist hilflos mangels fester Rahmenhandlungen.
Nun denn.
Die Bank hat den Kredit gewährt, obwohl die Bankmitarbeiter doch als leider erste Außenstehende gesehen haben, welche Abbuchungen vom Konto gingen, bzw. für was. Die Bank wäre wohl die erste Adresse gewesen, die ein Auge auf die Verschuldung hätte haben können. Ein Kredit, um eine Luxus-Dienstleistung in Anspruch zu nehmen? Nun, sie haben ihn gewährt. Und sie waren wohl tatsächlich die einzigen, die hier den Überblick hatten.
Was kann nun passieren?
Wollen die Eltern sie vielleicht unter Betreuung stellen lassen und wegen Geschäftsunfähigkeit ihrer Tochter die Ausgaben für die Berater, die sich ja immerhin bis zu 4 Stunden tagtäglich um die Dame gekümmert haben, einklagen? Damit tun sie ihr doch sicher keinen Gefallen.
Bei Wikipedia finden wir unter
Geschäftsunfähigkeit wegen psychischer Beeinträchtigung:
Die Geschäftsunfähigkeit ist für Außenstehende nicht immer erkennbar. Das Gesetz schützt nicht den guten Glauben an die Geschäftsfähigkeit des Geschäftsgegners, da der Schutz eines nicht unbeschränkt Geschäftsfähigen Vorrang hat. Das bedeutet, dass abgeschlossene Verträge auch dann unwirksam sind, wenn die Geschäftsunfähigkeit des Vertragspartners nicht erkennbar war. Ob letztlich tatsächlich Geschäftsunfähigkeit vorlag, kann nur in einem Gerichtsverfahren verbindlich festgestellt werden. Hierzu werden regelmäßig Sachverständigengutachten zum Gesundheitszustand des Betroffenen zum Zeitpunkt des Rechtsgeschäftes eingeholt, z. B. auch aus Akten des Vormundschaftsgerichtes anlässlich einer Betreuerbestellung. Die Beweislast liegt bei dem, der Geschäftsunfähigkeit einwendet.
Nein, das tun sie der Dame hoffentlich nicht an.
Davon wird’s auch nicht besser….
Aber es wird nicht gehen, die Freiheit eines jeden Bürgers, sein Geld so auszugeben wie er möchte, zu beschneiden. Und man kann auch den Unternehmen keine Vorschriften machen, den Umsatz mit einer einzelnen Person bei bestimmten Summen zu begrenzen.
Soll jeder Dienstleistungsanbieter erst ein paar Einkommensbescheinigungen anfordern, bevor er mit jemandem Geschäfte macht?
Oder sehe ich hier was ganz Wichtiges nicht?
Was wäre, wenn die Dame ärztliche Hilfe in Anspruch genommen hätte?
Nun, keine Krankenkasse hätte ihr täglich an die 3 Stunden Gespräche bezahlt.
Wenn man will, dass sich jemand mit einem befasst, muss man das bezahlen. Und monatlich bis zu 90 Stunden Zerstreuung kaufen, kostet seinen Preis.
Einsamkeit. Alleinsein in Krisen.
Das sind die springenden Punkte!
Jeder, der jetzt mal wieder über die abzockenden Kartenleger schimpft, schaue doch mal in seinen eigenen Bekanntenkreis und wieviel Zeit er selber für diejenigen dort übrig hat, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Jeder kann dazu beitragen, dass sich jemand, der ihm wichtig ist, in Krisen kein “Ohr” teuer erkaufen muss.













23. Oktober 2007 um 22:24
“Gesprächskosten bis zu 400 Euro – am Tag”
Bei 1 Euro pro Minute sind das fast 7 Stunden!!!
Das ist krank!!!!
23. Oktober 2007 um 22:49
ja. aber was macht die öffentlichkeit – mal wieder. anstatt (wie lilith das ja alles schon schrieb) das kernproblem zu bekämpfen – oder es wenigstens als solches ANZUERKENNEN (einsamkeit, menschliche kälte) sehen sie nur das symptom – in diesem fall questico – und q. hätte nicht einen so extremen umsatz, wenn man sich heute nicht schon rat und ANTEILNAHME kaufen müsste – ist doch so!
die klage gegen questico und die ganze welle der hysterie auf die eso – branche ist letztlich, als würde man behaupten, die windpocken hätte der teufel geschickt – während man das virus verleugnet.
24. Oktober 2007 um 08:17
Schlimm – aber das Suchtverhalten nimmt in unserer Gesellschaft immer abstrusere Formen an.
Bin zwar kein Questico-Fan, aber die Klage hier ist sehr durchsichtig und meiner Ansicht nach kommen da die Eltern der Frau nicht damit durch. Es hat doch jeder Volljährige Eigenverantwortung (sollte man zumindest glauben)!
Da müßte man auch gleich jeden Psychotherapeuten verklagen, denn da gehen ja auch nur die Leute hin, die sich mal ausreden wollen und niemanden dafür haben.
Zuhören, verständnisvoll nicken, einige gute Tips und – schwupps – ist man (zumindest bei uns in Österreich – 70 bis 100 EURO die Stunde los.
Die Kassen finanzieren da ja nur sehr begrenzt.
Verrückte Welt ….
24. Oktober 2007 um 10:39
“Da müßte man auch gleich jeden Psychotherapeuten verklagen, denn da gehen ja auch nur die Leute hin, die sich mal ausreden wollen und niemanden dafür haben.”
Das ist für mich eine grenzwertige Aussage…Q-Berater und Psychotherapeuten in einem Topf. Der undifferenzierte Leser schmeißt dann die Psychologen auch gleich noch mit rein und damit hätte ich dann, so ich Psychologe wäre, ein massives Problem. Ich hab nämlich nicht jahrelang ein Studium absolviert und betreibe eine ärztliche Praxis,um dann mit “Lebensberatern” verglichen zu werden, die sich mal eben ein Zertifikat bei Ebay ersteigert haben, über dessen Ursprung man nur mutmaßen kann…das betrifft sicher nicht ALLE Berater, aber auch nicht wenige.
Die Dame hat EIGENVERANTWORTUNG. Sie kauft was und sie kann kaufen, was sie will. So lange sie will.Ihr Ding. Woher das Geld ist, muss mir als Dienstleister auch egal sein.
Was mich stört, ist die Q-Mogelpackung. Mich stört nicht, daß die Geld nehmen und auch nicht, daß es viel Geld ist. Das ist legitim. Aber es ist nicht drin, was draufsteht. Würde man das Ganze nicht als “Lebenshilfe” und “Problemlösungshilfe” verkaufen, sondern draufschreiben: “Wir verkaufen Dir Lebenszeit. Wir unterhalten uns mir Dir, worüber Du magst. Auch über Deine Probleme, aber wir LÖSEN sie nicht!Wir geben Dir UNTERHALTUNG!” wäre das völlig okay. Im Übrigen sollte einem “geschulten Lebensberater” der Unterschied zwischen “da kauft jemand Unterhaltung” und “da hat jemand ein massives psychisches Problem” auffallen können und er sollte in diesem Fall abwägen können, ob Umsatz wichtiger ist als mitmenschliche Verantwortung. Der guten Frau hat ein ganzes Jahr lang keiner wirklich HELFEN können, sollte man die Grenzen von telefonischer Beratung ( und somit die eigenen) nicht erkennen können? Hat man dann nicht die “moralische Pflicht” nein zu sagen, auch wenn da Umsatz den Bach runter geht…letztendlich schadet es der Branche. Und vor allen denen, die es verantwortungsvoll betreiben, weil sie wirklich an der Hilfe für ihre Mitmenschen interessiert sind.
Das enthebt die Dame natürlich nicht der Pflicht, ihren eigenen Kopf zu gebrauchen und ihr Handeln abzuwägen. ich weiß allerdings nicht, ob das in Extremsituationen immer so einfach ist und deshalb würde ich mehr Transparenz bei den angebotenen Leistungen angebracht finden. Es ist für mich definitiv Unterhaltung, wenn mir wer aus dem Qualm irgendwelcher Räucherstäbchen die Zukunft weissagen will. Ob ein psychisch angeschlagener Mensch das allerdings auch so sieht, wenn dann noch “Lebenshilfe” drauf steht, mag ich nicht beurteilen. Und: man hat IMMER eine Verantwortung, wenn man mit Menschen arbeitet. Und das kann mitunter eben auch mal nein-sagen bedeuten. Hat keiner gemacht. Ergo muss sie bezahlen. 1 Jahr Therapie mit wöchentlich einer Sitzung a 1,5 Stunden bei einem guten Psychologen hätte sicher mehr gebracht und die KK bezahlt das auch. Sogar im Wiederholungsfall. Schaden macht klug, insofern dürfte es ihr immerhin diesbezüglich was gebracht haben.
LG, Anne
24. Oktober 2007 um 14:00
Ist schon traurig das die dame sich so oft und anscheined auch so lange dort hat immer trost und rat suchen müssen.
Ich weiß selbst es ist oft verlockend hier und dort mal eben nen kartenleger hellseher anzurufen oder anzuchatten und zu sehen was sie sagen besonders wenn man gerade in einer schweren lebenskrise steckt.
Ein rat von aussen kann oft helfen, oder sich einfach bei jemanden auszusprechen den man nicht kennt.
Ok kartenleger wollen auch geld verdienen.
Aber anderseits gibts im modern zeitalter auch günstigere möglichkeiten zureden.
Es gibt soviele chatseiten und irgendjemandem der langeweile hat und einem zuhört gibts immer, spreche aus erfahrung. Und wenn man dann immer noch nicht weiter weiß kann man ja noch mal kurz die kartenegerin kontaktieren.
Aber anderseits wenn die dame meinte sie braucht täglich ihre 4-6 std beratung soll sie doch, sie ist ein erwachsener mensch.
Und wenn die ELtern oder sont wer nicht bemeklrt hat das diese frau hilfe braucht (selisch morlaisch) ist das traurig, aber nicht die schuld des dienstleisters.
Andereseits denke ich mir wenn sie mehrfach den/die selben berater hatte muss denen doch auch aufgefallen sein das die dame eventuel die hilfe eines studierten psychologen braucht, vieleicht bin ich da zu menschlich und zu wenig geschäftsfrau, aber wenn ich jemandem die kartenlege und merken würde mein gegenüber hat schwerwiegende probleme würde ich ihm raten helfende stellen aufzusuchen anstatt ihr ihmd asgeld auser tasche zu ziehen auch wens verlockend ist, aber die meisten lartelgen nennen sich ja auch Lebensberater, und das heißt für mich auch jemanden zuberaten wo er sie es hilfe bekommt.
Wenn der jenige denr at nicht annimmt ok seine entscheidung.
Aber zu dem beschreiben fall, frag ich mich nur noch wenn mehrmals lastschriften geplatz sind warum hat questico sie dann nicht gespeert?
Verwirrt bin.
Gruß Magentarain
24. Oktober 2007 um 14:22
Hallo Magentarain,
ich habe es so verstanden, dass nur den Lastschriften der letzten 6 Wochen – also das, was banktechnisch möglich ist – widersprochen wurde, und das erst dann, weil die Eltern dann eingegriffen haben.
Vorher hat sie alles bezahlt, kein Grund zum Sperren.
24. Oktober 2007 um 14:39
Interessante Beiträge. Danke.
Sucht hin, Sucht her, der Anbieter kann doch selbst bei Sucht die Zahlungen nicht erstatten müssen! Das gibt’s doch gar nicht.
Denn dann sähen z.B. Eckes, Berentzen, Philip Morris oder Gauloises aber finsteren Zeiten entgegen!
Und der deutsche Staat wohl auch…
Von den umgesetzten 38.000 hat Deutschland immerhin etwa 5.300 € Umsatzsteuer kassiert, zzgl. Einkommenssteuern des Anbieters und der Berater!
Und all die Umsätze der Automaten- und Pokersüchtigen erstmal.
Alles wäre zu erstatten.
Nein, an Sucht muss man anders rangehen – aber schonmal überhaupt nicht mit Geld-Zurück-Garantie!
Dann würd’s ja noch schlimmer.
24. Oktober 2007 um 15:21
Nee, der Anbieter soll sein Geld bekommen, das seh ich auch so. Er hat ja Leistungen erbracht. Die Frage ist…wurden die Leistungen erbracht, die benötigt und vielleicht aus so beworben wurden? Für Jemandem, der vielleicht aufgrund einer psychischen Erkrankung gar nicht selber einschätzen kann, WAS genau er benötigt. Und dem vielleicht mit einem gezielten Hinweis eines GESCHULTEN Beraters, mal zum Arzt zu gehen, mehr geholfen ist, als damit, die Telefonsucht einfach auszunutzen. Philipp Morris verkauft mir Zigaretten mit dem fetten Aufdruck, daß das krebserregend ist. Er sagt mir, daß das, was ich bei ihm kaufe, mir im Extremfall tödlich schaden kann. Ich bin selber Schuld, wenn ich`s kaufe. Für Alkohol gibts Gesetze. Man soll den Anbieter nicht für Fehlverhalten des Kunden in die finanzielle Pflicht nehmen…aber er muss dieses Fehlverhalten nicht ausnutzen. Und seine Leistungen transparent machen. Wie Philipp Morris *gg*…
LG, Anne
24. Oktober 2007 um 16:36
Hei Anne.
Vor Urzeiten, als ich anfing, ein guter Philipp-Morris oder auch Reemtsma oder BAT – Kunde zu werden, stand das noch längst nicht drauf.
Hätte BAT es ohne Gesetz dahinter draufgeschrieben und es hätte mich tatsächlich genervt (hat es aber nicht, Sucht ist doch so viel stärker als so ein Hinweis), hätte ich halt den Anbieter gewechselt.
Wären mir nun alle Questico-Berater durch dauerndes “geh besser zum Arzt” – Gerede auf den Wecker gegangen (denn sowas wollte ich ja schließlich nicht hören – und man hat es besagter Dame doch sogar mehrfach gesagt!), hätte ich halt bei Viversum oder einen anderen angerufen.
Und so ein Portal kann die Kunden-Umsätze den Beratern nicht zugänglich machen, um eventuell abhängige Anrufer zu schützen. Das verstößt gegen den Datenschutz.
Man kann die Anbieter nicht verantwortlich machen. Es liegt an den Menschen selber!
Und ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es eine Lösung gibt oder dass gar eine vom Staat gewollt ist…
25. Oktober 2007 um 00:15
Hallihallo,
wenn eine/r Kummer hat, muss er sich den von der Seele reden. Im Freundeskreis stößt man/frau schnell an die Grenzen der Belastbarkeit. Einige Zeit ist man ja bereit zu trösten, aber irgendwann soll der-/diejenige doch endlich mal zur Vernunft kommen… man hat ja selbst genug Probleme!
Die Dame entdeckte also die Kartenleger am Telefon. Eine ganze Zunft hat sich “Lebensberatung” auf die Fahnen geschrieben und betreibt ihr Handwerk im Stillen Kämmerlein. Nach und nach hat sie also herumtelefoniert. Vielleicht auch mehrmals bei der gleichen Kartenlegerin angerufen. Bis die sich wiederholte in der Aussage (die entweder eintraf oder nicht). Vielleicht rief sie auch mehrere nacheinander an, um ganz sicher zu gehen. Auf jeden Fall hatte sie etwas zu tun, sie hatte Ablenkung. In dieser Zwischenzeit hatte der ganze Freundes- und Familienkreis seine Ruhe. Keiner hat offensichtlich nachgefragt, wieso die Dame sich nicht mehr meldet wegen Rat&Hilfe. Man war vielleicht der Meinung, sie hat die Trennung gut überwunden und ein neues Leben angefangen.
Ist das Kind aber erstmal in den Brunnen gefallen (21.000 Euro Sparguthaben ist eine Menge Holz), dann wird rumgejault von wegen “astroTV verbieten” und “Kartenlegerleistung überprüfbar machen”.
Ich kann mir aussuchen anhand des Portraits, welcher Lebensberater/Kartendeuter mein Vertrauen verdient. Für mich z.B. sind die Damen mit den Engelskontakten völlig indiskutabel. Für andere sind sie das Mittel der Wahl. Die einen bieten “Hilfe in jeder auswegslosen Situation” – ich möchte nicht wissen, wer sie kontaktiert und wie diese Gespräche ablaufen. Ich weiß auch nicht, ob ich dort anrufen würde, wenn es mir richtig schlechtginge.
Auf jeden Fall bekommt man nur dann die volle Aufmerksamkeit der Medien, wenn man einen Weg bis zum bitteren Ende gegangen ist. Vorher ist so ein Menschlein mit Scheidungsproblematik keine Schlagzeile wert.
25. Oktober 2007 um 11:52
Hei Mädels
Die “volle Aufmerksamkeit der Medien” ist ( ich lasse besagte Dame jetzt mal außen vor ) aber für mich als Anbieter in diesem Fall extreme Negativ-Werbung. Schadet mir doch nur.Ich frag mich halt, ob sowas nicht vermeidbar ist. Nicht per Gesetz, das ist Schmarrn. Die Gesetze bezüglich Alkohol halten ja Kiddies auch nicht vom “Koma-Saufen” ab, versetzen aber immerhin den Hersteller in die Lage, rechtlich abgesichert zu sein, abgesehen vom Verkäufer, der natürlich in die Pflicht genommen wird, wenn er 12-Jährigen Wodka vertickt.
Ich meine einfach, daß man als Anbieter seine Kompetenzen klar definieren muss und erkennen sollte, wo die Grenzen sind. Wir reden ja hier auch von einem EXTREMFALL. Als Lebensberater muss ich doch erkennen können, daß da wer ärztliche Hilfe braucht, das ist für mich ja Lebensberatung. Oder bin ich da ein Idealist? Man kann doch nicht der Gesellschaft und dem Umfeld Vorwürfe bezüglich nichtsozialen Verhaltens machen und sich dann als gewerblicher Anbieter selber unsozial verhalten. Klar ist es eine Gratwanderung. Aber ich lasse doch lieber ein paar Extremfälle umsatzmäßig den Bach runter gehen und schicke sie zum Arzt, wenn mir der Rest der Kunden positive Medienresonanz beschert. Lieber 50 Leute, die 50 Euro pro Monat gerne und problemlos da lassen, als einer der 2500 da läßt und mir derartig negative Presse beschert. Ist doch irgendwie hirnrissig.
Angenommen, mein Kind braucht Nachhilfe in Mathe. Ich hab einen tollen Nachhilfelehrer und bezahle dem monatlich soundsoviel. nach einem Jahr hat mein Kind immer noch ne 5 in Mathe, weil es mir nicht gesagt hat, daß der Mathenachhilfslehrer mit ihm nicht Mathe macht, sondern malt. Mein Kind findet malen absolut toll und hat sich da richtig reingekniet.Und der Nachhilfelehrer kann rein zufällig auch wahnsinnug gut malen und hat das bei meinem Kind optimal gefördert. Und nun? Ne Leistung wurde erbracht, aber nicht die, die ich wollte. Hat meinem Kind gut getan, ändert aber nichts an der Mathe-5. Bezahle ich die Leistung? Reklamiere ich? Kann ich das? Wer hat Schuld? Mein Kind, das lieber malt, statt rechnet oder der Nachhilfelehrer, der ne andere Leistung als die vereinbarte erbracht hat? Hab ich mit dem auch nen Vertrag, wo das schriftlich fixiert ist oder hab ich den nur mal eben angerufen und irgendwas mündlich besprochen? Sind ZIELE vertraglich definiert worden?
Ich rufe bei Q an und schließe somit einen Vertrag. Inhalt schwammig. Ziele unklar.Ich muss in jedem Fall bezahlen. Ist für mich rein RECHTLICH völlig okay, da gibt es nix zu deuteln. Rein menschlich nicht. Wir bemängeln tagtäglich fehlende Menschlichkeit und Kälte in der Gesellschaft. Wo fängt das an? Das ein UNTERNEHMEN auf Umsatzzahlen achten muss, steht völlig außer Zweifel. Aber um JEDEN Preis? Kann die Qualität von Lebensberatung in Umsatzzahlen gemessen werden?
Ich fürchte, eine Patentlösung wirds nicht geben. Aber vielleicht Teilschritte, mit denen Anbieter UND Leistungsnehmer gleichermaßen abgesichert sind. Und das meine ich mit Transparenz
LG, Anne
25. Oktober 2007 um 12:38
PS. @ lilith
Gut, ich gebe mich geschlagen *lach*…man hat es ihr also MEHRFACH gesagt. Okay. Ich bin jetzt mal der Anbieter *gg*…und ich checke das Konsumverhalten dieser Frau und meine, da ein Problem zu erkennen, welches ich mit den von mir angebotenen Leistungen nicht lösen kann. Ich sag ihr das. Mehrfach. Auch gut. Im Wiederholungsfall behalte ich mir als Anbieter vor, diese Leistung an besagte Person nicht mehr zu verkaufen. Begründung hat sie schon. Ich will keine Reklamationen, ich will keine Negativ-Presse, ich bin für die Leistung der falsche Leistungsgeber. Ich brauche dazu auch keine staatliche Reglemetierung. Ich formuliere mein AGB`s um. Da wird sich auch intern eine Lösung bezüglich Datenschutz finden lassen. Hilft mir und hilft dem Suchtkranken. Meine nichtsüchtigen Kunden werden es mir danken. Muss doch zu machen sein, verdammich *ggg*…
LG, Anne
25. Oktober 2007 um 14:52
Ziele.
Genau das beinhaltet das seit nun 1 Jahrzehnt geplante Lebensbewältigungshilfegesetz. Ein schriftlicher Vertrag mit u.a. einer “genauen Beschreibung der Leistung und des angestrebten Ziels einschließlich einer kurzen Beschreibung der angewandten Methode und der theoretischen Grundlagen”, zzgl. einem Widerrufsrecht von 2 Wochen und: die Leistung darf erst mindestens 4 Wochen nach Vertragsabschluß bezahlt werden.”
http://www.lilith-kartenlegen......shilfe.php
So weit so gut.
Macht man halt 4 Wochen vorher einen Vertrag.
Hat man eben vor dem ersten Mal 4 Wochen Warmlaufzeit, bevor man mit einem sprechen kann.
Ich denke, da wird es blitzschnell irgendwelche Allround-Verträge geben, die nach der einmaligen 4-wöchigen Wartezeit dann wieder das spontane Anrufen ermöglichen, dem Gesetz aber dennoch gerecht werden. Irgendwie.
Das Ziel der Leistung “private Wahrsageveranstaltung” mit Methode “Kartenlegen” und der theoretischen Grundlage “Vortrag oder Dialog” ist für mich auf jeden Fall Unterhaltung und Zerstreuung und nicht der immer unprofessionelle doch niederschwellige Ersatz für irgendwelche ärztliche, therapeutische oder lebensberatende Arbeit.
In A ist Lebensberater ein Ausbildungsberuf mit geschützter Berufsbezeichnung. Dauert glaube ich 3 Jahre. Hier in D kann sich jeder so nennen.
Und nochmal: let’s take a look at USA, at keen.com. 1st Page: “Keen is for entertainment purposes only.”
Und mehr isses nicht und kann’s auch gar nicht sein! Auch wenn es in den US-Profilen dann anders steht.
Es ist nur Kartenlegen.
Hilft genauso wie ein Placebo.
Nicht mehr aber auch nicht weniger.
25. Oktober 2007 um 14:52
Hiya Anne,
die Frage ist für mich, worin die Sucht besteht.
Die Freundin, die mich 3x pro Woche anruft und mir von ihrer Scheidungsproblematik erzählt, würde niemand als Suchtkranke bezeichnen. Allenfalls als “nervig”, “unfähig”, “hoffnungsloser Fall” etc. Selbst wenn ich ihr am Telefon die Karten lege und sie dieses auch immer wieder einfordert.
Ich denke, die durch den Blick in die Karten entstehende Intimität erzeugt Sucht. Diese Nähe, dieses Verstehen… das fällt wie ein Sommerregen auf eine vertrocknete Landschaft. Natürlich auch die Hoffnungen, die Versprechungen, das Vertrösten.
Sollen diese Praktiken verboten werden?
Gehe ich mal davon aus, der Kartendeuter versteht sein Metier. Er kann unterscheiden, was Wunsch und Wirklichkeit im Kartenbild ist. Dann sagt er: sieht schlecht aus.
Die Frau legt auf. Schleicht durch die Wohnung, kann mit sich nichts anfangen. Sie ruft den nächsten an: dieser erkennt nicht, daß sich im Kartenbild ein Wunsch zeigt und deutet diesen als Wirklichkeit, als zukünftige Möglichkeit. Vielleicht hat er auch Mitleid und will trösten.
Und die Frau kann reden, erzählen, träumen von einem anderen Jetzt. Vielleicht schimpft sie auch nur oder weint. Auf jeden Fall hört am andern Ende der Leitung mal jemand zu.
Kartenleger geraten wohl in die Funktion des Vertrauten, des Beichtvaters, des verständnisvollen Freundes, liebevolle Mutter, gütiger Vater. Alles legitime Wünsche.
Das Allerbeste – wenn es mit dem Liebsten nichts mehr wird, dann habe ich die Verantwortung für mein Leben längstens abgegeben und bin frei, der halsabschneiderischen Kartenlegerbande die Schuld an meinem verkorksten Leben zu geben. Dann soll Vater Staat einschreiten, weil Mama Q. und Tante V. mich schlecht beraten haben.
25. Oktober 2007 um 14:55
FULL ACK
25. Oktober 2007 um 18:59
Hi ihr beiden,
ich muss lachen…steh ich grade im Wald? Andrealein, wo habbich denn was von “verbieten” geschrieben? never ever. Da oben schreibt lilith, WAS ES IST!! full ack auch von mir dazu!! Davon rede ich doch!! DAS sollen sie draufschreiben auf ihr Q-Paket. Genau DAS. Das STEHT aber nicht drauf!! Es steht “Lebensberatung” und “Hilfe in jeder Lebenssituation” drauf. Das isses aber nicht. Und nur DAS laste ich Q an…von mir aus dürfen die für das, WAS ES IST auch das Doppelte oder Dreifache nehmen, wenn sie es so deklarieren…und dann KANN keiner sagen, er hat nicht gewußt, WAS es ist…es ist Unterhaltung. Hilft wie ein Placebo…nicht mehr aber auch nicht weniger. D`accord…
Schönen Abend für Euch
Anne
25. Oktober 2007 um 21:45
Sowas ist wirklich krank und ich finde, dass die Frau auch selbst daran schuld ist und man ihr lieber psychologisch helfen sollte, als die Firma zu verklagen. Denn sie kann ja nichts dafür, wobei die reißerische Werbung und die Versprechungen viele naive Menschen sicher verlocken können.
Viele Grüße,
Ralf
25. Oktober 2007 um 22:11
Hallihallo,
ich weiß jetzt zwar nicht genau, warum “Full Ack” und so ein Elaborat über Q-Paket.
Muss ich in irgendeine Kerbe hauen mit meinem moralinsauren Hackebeilchen?
Mir ist Q wurscht. Ich würd im Leben nicht dort anrufen. Ab und zu kauf ich mir deren Zeitung, wenn ich auf den neusten Stand der Dinge in der Esobranche kommen will.
Die FAZ hab ich noch nie gemocht, aber die Rundschau mag ich mittlerweile auch nicht mehr weil völlig indiskutables Einkratzen bei einer Zielgruppe, zu der ich nicht gehöre. Also lieber die FAZ und mich richtig aufregen. So ab und an. Weil ich ja keinen TV hab und im Netz bin ich sehr selektiv unterwegs.
Was mich bei Q&Konsorten am meisten beschäftigt, ist die Frage: warum sind die so erfolgreich? Weil die Zeiten so schlecht sind? Weil sie Heilsversprechungen machen, die sie mit aufgestiegenen Meistern und sämtlichen Erzengeln garnieren?
Woher kommt diese Schwemme an Karma, Schicksal und Bestimmung? Das sind in meinen Augen Begriffe, die zu einem “Nun setzen wir uns weinend nieder” führen. Warum zum Henker ist das seit neustem so populär?
26. Oktober 2007 um 10:27
Warum das so populär ist? Na WEIL die Probleme in dieser Gesellschaft tagtäglich mehr werden und manche dies als eine Art “Ausweg” betrachten? Als “Lebenshilfe”? ( steht ja drauf *fg*)ICH rufe da auch nicht an und ich zerbreche mir über bestimmte Begriffe auch nicht den Kopf, weil sie für mich nicht greifbar sind, ergo uninteressant. Da bin ich entspannt dankbar, nicht zu den “Erleuchteten” zu gehören. Bevor ich an meinem nichtgreifbaren Karma arbeite, geh ich zum Friseur, weil ich scheiße aussehe oder freu mich tierisch darüber, daß es noch Arbeitgeber gibt, die ihren Angestellten Karten für “Abba” ( das Musical ) für ne sonntägliche Vorstellung für sage und schreibe 96 Euro p.P. schenken…da sag noch einer, alles ist unsozial *gg*…
Überdies und ganz am Rande hatte dieser Thread sein Gutes. Nach einer abendlichen Diskussion des Themas in trauter Zweisamkeit sehe ich ein, daß ihr Recht habt. Daß sich mein wassermännliches Gefieder trotz aller Einsicht bei manchen Punkten gewohnheitsmäßig doch etwas sträubt, hat mich inspiriert, das Hintergrund-Thema nach langer Kreativ-Pause musikalisch zu verwursten
…Danke Euch beiden für die Inspiration.
LG, Anne
30. Oktober 2007 um 12:56
Auweia.
Hier sind zur Zeit 27 (!) Forenseiten über diese Geschichte.
Ich hab’s noch nicht gelesen, aber für irgendeine Auszeit um Weihnachten herum ist es genau das Richtige:
http://forum.digitalfernsehen......p?t=163655
30. Oktober 2007 um 13:34
eieiei, habe mich bis auf Seite 4 durchgewühlt. Bis Weihnachten sind es wahrscheinlich 100 Seiten… da muß man hinne machen, wenn man am Ball bleiben will – sonst liest man bis Ostern.
30. Oktober 2007 um 13:53
… und ab Seite 7 wirds richtig lustig, weil sich die Jungs&Mädels dann untereinander beharken. Ohne diverse abgeschlossene Studiengänge braucht man da nicht in die Diskussion einzusteigen.
Lilith, die Links auf deinen Seiten sind ein steter Garant für Beschäftigung im Netz. Was hab ich schon für Zeit damit verbracht.
30. Oktober 2007 um 15:40
Super-Forum.
Hab mal kurz ab 7 geguckt!
Doch, das wird gut, wenn ich die Nächte mal dort “absacke”.
Der Typ mit der Körperschaftsteuer ist klasse.
Sie soll für “solche” Unternehmen drastisch! erhöht werden (nun, sie wurde doch grad erst um 10 % auf fast nichts mehr gesenkt!).
Ab Seite 10 fordern sie bestimmt Sippenhaft für Kartenleger und Questicomitarbeiter?
Höre jetzt erstmal auf und komme später wieder her.
30. Oktober 2007 um 16:06
Ab Seite 26 wird die Schließung des Threads gefordert, diverse Teilnehmer drohen mit zukünftigem Überlesen der gegnerischen Beiträge und man korrigiert gegenseitig die Rechtschreib- und Grammatikfehler. Damit ist man seit meinem letzten Besuch schon auf stattliche 28 Seiten gekommen.
Also Sippenhaft hab ich bisher nicht gelesen, vielleicht sollte ich mal die Suchfunktion probieren. Allgemeiner Konsenz (bevor die Trolle kamen): Abschaffung der Kartenlegerei macht die Welt schöner und vermindert psychische Probleme.
Ich warte auf die erste Q-legerin, das könnte den Diskussionsfluß ein wenig auffrischen.
30. Oktober 2007 um 16:24
Ich nochmal. Sippenhaft wird in diesem Forum wohl des öfteren gefordert, in diesem speziellen Thread noch nicht.
Schlaflose Nächte sind für mich von nun an kein Problem mehr – ich hab die Seite in meine Lesezeichen aufgenommen. Hoffentlich ist bald Weihnachten
11. Januar 2008 um 21:14
Bei Anne steht:
Was mich stört, ist die Q-Mogelpackung. und weiter “Lebensberater, die ihr Zertifikat bei Ebay ersteigert haben…..” Woher weißt du das?
Bei Questico habe ich den Suchbegriff Psychologie eingegeben und massenhaft studierte und zertifizierte Psychologen oder Psychotherapeuten gefunden. Also eine ganz klare Falschaussage deinerseits.
Was die Dame mit den 38.000 Euro angeht…. nun ja, das hätte sie irgendwann merken können. Hat sie wahrscheinlich auch. Aber als Süchtige nicht mehr handeln können. Tja so sit das Leben. Denn trotzdem hat Questico eine Dienstleistung erbracht, die sie sich bezahlen lassen. Zu Recht. Und da die Dame ja nicht immer mit dem selben Berater telefoniert haben wird, kann es auch sein, das der den Suchtcharakter nicht hat merken können. Oder die Sucht wurde bemerkt – nur die Dame hat es nicht hören wollen
) Auch das ist oft so bei Süchtigen. Und nur wenn der Leidensdruck hoch genug ist, lassen sie sich endlich richtig helfen. Und wenn man zum Leidensdruck 38.000 Euro Schulden braucht – bitteschön.
Andreas