(Steuervermeidungsstrategie die 4.)

Weil ich mein Steuerdebakel noch ein bisschen aufschieben wollte, habe ich Sonntag vor lauter Verzweiflung schon “Hausfrauenstreik” geguckt. Das fand ich aber letztlich so fürchterlich, dass ich es abgeschaltet habe. Doch die Kenny-Loggins-Musik, die dabei lief, ließ Erinnerungen wach werden. Nein, nicht an Sidney.

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Erinnerungen an Mainz Mitte der 80er-Jahre.
Wir waren zu der Zeit recht häufig dort übers Wochenende (natürlich nie über Karneval!). Wir, die 2 bis 5-köpfige Warsteiner Delegation, besuchten unsere zwei urigen Urlaubsbekanntschaften Franz und Jürgen, mit denen wir uns bereits auf einem Campingplatz in Südfrankreich zusammengerottet hatten. Sicher, man fährt gut 3 Stunden von hier bis Mainz, aber es lohnte sich.

Jürgen arbeitete im “Lindenbaum”, und genau da lief öfters das Lied aus “Hausfrauenstreik”, und vor meinem geistigen Auge tauchte der “Lindenbaum” auf. Eine Kneipe, in der man im Thekenraum über ein Treppchen runter in ein großes Kellergewölbe kam. Ganz am Ende war eine Tanzfläche. Es war dort so gemütlich!

Irgendwann nachts hatte er Feierabend und wir gingen noch woandershin. “Schachtel” hieß das meist. Manchmal waren wir noch in einer Diskothek. “Terminus”. Aber da musste irgendwer fahren. In die “Schachtel” kam man zu Fuß. Später landeten wir entweder bei Franz oder bei Jürgen und da ging’s bis weit in den Morgen. Es kam die Literflasche Klosterfrau Melissengeist auf den Tisch und mehrere Karaffen mit warmem Wasser. Tags drauf behalfen wir uns mit großen Sonnenbrillen draußen im “Quartier Mayence”.

Es war immer absolut lustig und nicht selten hatte ich vor Lachen Muskelkater.
Und Musik hatten die da! Ein Paradies.

Dass mir die Kneipennamen jetzt alle einfallen, wundert mich ein wenig. Ich würde wer weiß was dafür geben, wenn mir auch einfallen würde, wo z.B. meine mühsam ausgedruckten Telefonrechnungen von 2006 sind! Keine Buchung ohne Beleg, sagt mein Steuerberater. Ja, ich weiß, ich suche.

Mal sehen, was mir mein Gehirn als nächstes an ablenkender Realitätsflucht präsentiert. Vielleicht das Verlangen, “Deutschland sucht den Superstar” zu gucken?