Dienstag, 19.Februar 2008
ZDF Reporter über Astro Abzocke und Questico (Nachtrag)
geschrieben von Lilith in Kategorie Kartenlegen[24] Kommentare
Nachtrag zu meinem
Programmtipp (i) von letztens.
ZDF.reporter [reportage] vom 07.02.2008 von Oliver Koytek
Teurer Blick in die Zukunft
Reportage über die Astro Abzocke
Als die Sendung vor 2 Wochen lief, bin ich ja leider dabei eingeschlafen.
So spannend fand ich sie. ![]()
Doch nun ist sie bei youtube, es ist Nachmittag, und ich habe mir das gerade angeguckt.

“[...] versprechen die Kartenleger eine Lösungshilfe. Gegen Bezahlung versteht sich.”
Jo Sakra Herrschafftszeitn! Gegen was denn sonst?
Ich bin auf den Bericht gespannt, wo es heißt:
“Journalisten machen Reportagen. Gegen Bezahlung versteht sich.”
Sie kämen sich bestimmt blöd vor, solche Selbstverständlichkeiten herauszustellen…
Weiter im Text. Ein Testanruf bei Questico. “Unsere Testperson ruft die Wahrsagerin an, schildert eine erfundene Geschichte.” Also wohl so, als würde man zum Arzt gehen und dem sagen, man habe Bauchschmerzen, hat man aber gar nicht. Und der Arzt soll das jetzt natürlich sofort sehen.
Die Testanruferin erzählt ihr erfundenes Problem: sie würde glauben, seit einem Jahr von ihrem Partner betrogen zu werden. Natürlich ist die einzig gescheite Reaktion einer Kartenlegerin auf so eine Vermutung: Erhalten, nicht zerstören.
Was sage ich seit Jahrzehnten? Vorsicht mit Aussagen zum Fremdgehen, wenn die Ratsuchende es nur vermutet, aber nichts über hieb- und stichfeste Aussagen ihres Partners sagt. Denn immerhin besteht ja die – wenn auch minimale
– Gefahr, dass es nicht stimmt, was man da meint, aus den Karten zu sehen. Also bloß keinen verrückt machen und ihn mit schrecklichen Dingen konfrontieren, die jeglicher realen Grundlage entbehren.
Und genau das tut die Kartenlegerin am Telefon auch.
Genau das!
“Keine Affäre. Ist ein loyaler Mann.” Basta.
Und somit eine völlig korrekte Reaktion auf das Problem der Testanruferin.
Doch was kommt seitens der Reporter?
“Gute Nachrichten, an denen nichts stimmen kann. Die Testperson ist Single.”
Ätschibätsch. Verarscht.
Ja und?
Soll uns das jetzt irgendwas sagen?
Ist doch so, als würde man sich das Gesicht mit roter Farbe beschmieren und sich in den Straßengraben legen. Da wird der Notarzt auch mit Blutdruckmessen oder sonstwas anfangen, anstatt sofort mit einem nassen Lappen in der Hand aus dem Rettungswagen zu springen um dem vermeintlich Verletzten die Farbe abzuwischen, da der Notarzt nämlich einfach davon ausgeht, nicht veräppelt zu werden.
Noch gehen Kartenleger von ebendiesem aus!
Was soll das für eine Reportage werden?
Wir haben einen Gärtner zum Rasenmähen engagiert, ihm eine Wiese präsentiert, dabei war es gar keine Wiese, sondern in Wirklichkeit ein Moor. Haha, nun ist er mitsamt seinem Rasenmäher versunken! Haha, ist der doof! Haha, sowas muss der doch sehen als Gärtner! Abzocke, Abzocke!!! ABZOCKE!!! Gärtner sind alle Abzocker!!!!!!!!
Is doch wahr!
Ein Spaß höchstens für die Pannenshow, und nicht mal das.
Weiter.
Eine Dame, die von den Gesprächen mit Kartenlegern abhängig ist.
Heilersucht.
Das war hier schon öfter Thema.
Das ist schrecklich, aber das darf doch kein Vorwurf an den normalen Kartenleger sein. Genau wie eben vieles, was spannend, schön und prickelnd ist, abhängig machen kann.
Ich zitiere mich mal selbst aus meinem
Artikel vom 15.11.2003, also ein alter Hut:
Sicher, ich lege Karten, ich berate am Telefon. Ich biete also demnach ein “Suchtmittel” an. Aber kann ich die Spielautomatenhersteller, Brauerein, Pharmafirmen, Zigarettenhändler oder Arbeitgeber, die die Überstunden ihrer geliebten Workaholics “dulden”, verteufeln, nur weil eine maßlose Nutzung deren Angebote Sucht ist, bzw. sich zu einer entwickeln kann?
Bei allem, was Spaß macht, angenehm ist oder “kribbelt” gibt es immer die Mehrheit, die damit umgehen kann, das richtige Maß halten kann und insofern auch davon profitieren kann und immer auch die anderen, die es übertreiben und denen es nachher schlecht geht anstatt daß es gut tut!
Lilith – 15.11.2003 – “Telefonberatung – The dark side of the Moon”
(http://www.lilith-kartenlegen.de/artikel/telefonberatung.php)
Die junge Dame hätte sich ohne all die Kartenleger laut ihren Aussagen drei Jahre schlechte Beziehung erspart und die Ausgaben erspart. Sicher, letzteres ist ein Argument. Die Ausgaben hätte sie nicht gehabt, wenn sie nicht angerufen hätte.
Aber ob man “bessere” Partner findet, wenn man keinen Kartenleger anruft?
Eine Vermutung, die so nicht stimmen muss.
Ich denke, da hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.
Weiter.
Nun sind wir bei der
Suchtberatung TAL19 in München, die sich bei Heilersucht sehr engagiert und die übrigens auch eine Hotline anbietet für die akuten Krisen. Endlich realistische und glaubwürdige Aussagen. In diesem Fall von Christoph Teich, einem Mitarbeiter der Suchtberatung. Nun führt er jedoch in dem Filmausschnitt als Beispiel die Fernsehsendungen an. Doch von Astro TV ist wohl keiner abhängig. Kein Abhängiger will doch 100 mal probieren, um dann nach 30 Sekunden wieder verabschiedet zu werden.
Nein, man will als Abhängiger schnell und direkt und oft und so lange man möchte mit einem Kartenleger sprechen.
Der Suchtberater nutzt den Mitschnitt aus Astro TV auch lediglich dazu, um die typische Kartenlegerklientel einzukreisen. Er geht eben davon aus, wer da oft anruft, ruft wohl auch oft bei den Telefonkartenlegern an. Sachlich und ruhig.
Nicht jedoch das Reporterteam!
“Die Tricks der Branche” heißt beim Reporter die Art und Weise, einer älteren Dame Hoffnung auf ein paar spannende Momente im Leben zu machen. Ja und? Gibt es irgendwas daran auszusetzen? Was ist dabei, einer einsamen Frau zu sagen: “Ach nun komm, da kommt bestimmt nochmal ein Freund für dich. Lass den Kopf nicht hängen.” und sie damit hoffentlich fröhlich zu machen. Für sie in dem Moment, wo sie so down ist, da zu sein. Ihr zu helfen, damit sie nicht mehr ganz so traurig ist. Ein Trick ist das. Ach so.
Im Fernsehen heißt das “Das scheint die Masche zu sein. Man erzählt den Anrufern, was sie gerne hören wollen. Und dafür lässt sich der Kartenleger bezahlen.” Pfui. Pfui. Pfui.
Wenn man jedoch hinhört, was der Suchtberater eigentlich sagt, so schildert er lediglich die Gründe zum Weg in die Sucht. Die Panikmache und den ganzen Wind schießt der Reporter zu und springt nun plötzlich wieder weg vom Fernsehen hin zu Questico: “Der erste Anruf ist kostenlos. Wer angebissen hat, der zahlt von da an Gebühren von bis zu 2,10 € pro Minute.”
Ja, das nenn ich Recherche…
Sauber.
Es sind in Wahrheit (Moment, ich guck mal grad) bis zu 3,29 € pro Minute.
Das ist zwar noch mehr als im Beitrag, aber falsch recherchiert ist falsch recherchiert.
Und selbst, wenn der Beitrag schon älter wäre, dann wäre er sehr alt.
Die 2,10 € Zeiten sind wirklich lange lange Zeit vorüber.
Weiter.
Und weil’s am Anfang der Reportage so lustig war und so gut geklappt hat, gibt’s nochmal eine Kartenlegerin-Verarsche. Nun zur Abwechslung mit versteckter Kamera in einem persönlichen Gespräch mit derselben Kartenlegerin in einem Wohnzimmer. Der Dummy lässt sich erneut von ihr mit fingiertem Problem und falsch angegebener Lebensgeschichte die Karten legen. “Streit um die Frage, Kinder ja oder nein.” soll dieses Mal das Problem sein. Die Vorhersage lautet “Kein Kinderglück absehbar, stattdessen Eheprobleme möglich. Früher oder später Trennung.”
Sicher, das ist harter Tobak.
Aber ob’s nun trotz des gelogenen Problems wirklich falsch ist, kann ja wohl noch lange Zeit niemand sagen. Sie habe in Wirklichkeit bereits Kinder, heißt es. Das hat ja auch keiner bestritten. Es wurde gesagt, sie kriegt keine mehr.
Weiter.
Weiter nach Berlin ins Questico Headquarter. Sylvius Bardt, der Questico-Chef, ruft seine Esoberater nicht an. Ja und? Ist das jetzt schlimm? Man sollte meinen, dass jeder, der nicht anruft, für die Reporter ein Grund zum Jubeln ist.
Und Herr Bardt hat natürlich Recht, wenn er sagt, dass eine Prognose nicht stimmen kann, wenn es schon das Problem gar nicht gibt. Reporter-Vorwurf erfolgreich entkräftet. Es wird dann aus den AGB zitiert, wo man “weder für die Richtigkeit noch für die Qualität der erteilten Auskünfte” einsteht. Wie denn auch? Ich erwähnte hier bereits öfter: Bei Keen.com, der Ur-Mutter und Quelle aller Telefonportale, steht schon seit Urzeiten sogar “for entertainment purposes only”. Nur zur Unterhaltung.
Und schon sind wir da, was es wirklich ist.
Es ist Unterhaltung. Wie Fernsehen sich auch rühmt zu sein.
Und es soll ja auch Fernsehsüchtige geben.
Was sie am Fernsehen finden, kann ich mir jedoch nur schwer vorstellen…
Die gucken vielleicht was anderes als tolle Reportagen über Kartenleger?
Nein, Journalisten schieben sich die Realität schon ab und an so, wie sie sie gerne hätten.
Mein Freund zum Beispiel hat vor 30 Jahren mal zwei Jahre in Indien gelebt. Danach kam er zurück nach Deutschland, hat hier studiert, lebt und arbeitet hier. Diese beiden Indienjahre erwähnte er dummerweise viele viele Jahre später in einem Nebensatz in einem Interview, wo es eigentlich darum ging, dass er zu der Zeit eine Wandbemalung in einem Lokal machte. Und was passierte?
Der Bericht startete schon mit der unheilvollen Überschrift in doppeldick “Zurück nach Indien?”. Hä? Davon war nie die Rede. Und auch der Rest des Textes war sehr darum bemüht, nun in jedem zweiten Satz kramphaft einen von ihm nie erwähnten Bezug zu Indien herzustellen. Koste es was es wolle.
Es war so lächerlich!
Aber eben etwas “aufregender” als ein einfacher Bericht über den, der grad die Kneipe anmalt und nichts anderes tut als die Kneipe anzumalen und der davor eine andere Kneipe angemalt hat und der danach noch eine Kneipe anmalt und vielleicht (quasi als Sahnehäubchen des Artikels) wahrscheinlich die Wand in einem Schwimmbad im Dortmunder Villenviertel anmalt.
Das ist nicht so spannend.
Aber dass er überall angeblich alte indische Mystik und was nicht alles verwurschtelt?
Ja klar, das zieht….
Aber macht er gar nicht.













19. Februar 2008 um 20:52
Ich habe mich nie damit beschäftigt, was GENAU DU eigentlich machst und wie du dazu stehst. Kannst du das mit wenigen Sätzen erklären?
Ich habe nicht vor, das zu bewerten oder zu beurteilen, mich interessiert es jetzt nur mal.
20. Februar 2008 um 00:49
Ganz grundsätzlich lege ich Karten.
Früher immer persönlich von Angesicht zu Angesicht, meist in meiner Küche, manchmal auf Veranstaltungen, seit etwa 10 Jahren auch telefonisch.
Mein Traum ist, auf Jahrmärkten zu arbeiten oder z.B. mit einer Ape durch die nähere Umgebung zu fahren und auf neudeutsch “Events” aller Arten mein Tischchen auspacken zu dürfen.
Ich sehe Kartenlegen nach wie vor als Unterhaltung, als spannenden Zeitvertreib oder als Show. In derselben Rubrik wie meinetwegen Drehorgelspieler, Zauberer, Clowns.
In letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass Kartenlegen in eine seriöse Schiene gepresst wird, und das so stark, dass es für mich dort auf keinen Fall hingehört.
Ich nenne mich nicht Lebensberater, denn ich bin keiner. Ich lege Karten und erzähle die Geschichte, die so gut ich kann auf mein Gegenüber zugeschnitten ist – aufgrund des “Spiekzettels” Kartenbild.
Dies ist nicht zwingend die Zukunft, kann sie zwar durchaus sein, muss sie aber nicht.
Interessanterweise kommen in diesen Gesprächen oder auch durch mein Einlassen auf den anderen oft ganz individuelle Gedanken, die ich passend finde, ihm in dem Moment mitzuteilen.
Ich bin aber nicht der Telefontyp, der heutzutage nachgefragt wird, mit Engelnamen und karmisch und kannst du mir Energie schicken.
Ich könnte das spielen, dass ich so bin, bin ich aber nicht und will ich auch nicht sein. Ich mach’s lieber so wie früher.
Aber aus dem Grunde telefoniere ich nicht mehr so gerne. Ich kann es nicht mehr bedienen.
Durch das Fernsehen ist die ganze Branche in den Medien ziemlich in den Mittelpunkt gerückt und hat einen größeren Bekanntheitsgrad erreicht. Leider nicht positiv, weil im Fernsehen Dinge laufen, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.
Aber es gibt ja nicht nur Fernsehen.
Es gibt ja immer noch das andere Telefon-Kartenlegen.
Durch die Möglichkeit des Telefonierens jederzeit und stundenlang hat sich aber für Leute in Krisen und auch für die unsicheren Menschen die Chance aufgetan, besagte Heilersucht zu entwickeln.
Früher war das schwieriger.
Man musste sich erstmal Tage bis Wochen im Voraus anmelden bis man irgendwann einen Termin kriegte.
Heute muss man nur noch zum Telefonhörer greifen und das lockt.
Irgendjemand hat nachts um 4 h Theater mit dem Partner, der haut ab und der Verlassene kann sofort einen Kartenleger fragen, ob er wiederkommt. Und vor allen Dingen wann und wo er jetzt ist. Und wehe das stimmt nicht. Dann bricht alles zusammen.
Es ist alles so bequem geworden.
Und deshalb verliert Kartenlegen heutzutage das Gauklergesicht und geht über zu Krisenintervention mit oftmals akut stark aus der Bahn geworfenen Anrufern.
Diese große Verantwortung kann ein Kartenleger überhaupt nicht übernehmen.
Doch sollte er sich ihrer zumindest bewusst sein und wenigstens bemüht, nichts kaputt zu machen.
Ich würde es begrüßen, wenn auch auf den deutschen Kartenleger-Portalen ein “nur zu Unterhaltungszwecken” drunter stände…
Ach ja.
Das waren mehr als wenig Sätze.
Ich mache aber auch noch was anderes.
Ich mache meine Homepage mit Spielereien und Information, mit Anleitung zum Kartenlegen lernen, auf der mittlerweile recht viele Besucher sind.
In dem Umfeld werden die Telefonberater von Viversum präsentiert.
Mit der Homepage hängen auch die rechtlichen Sachen zusammen, was ist neu, was ist jetzt anders, was muss so, was darf nicht mehr so, was darf gar nicht mehr usw.
Ich mache Kartenlegekurse, (bzw. in Zukunft vielleicht aber auch nicht mehr, ich weiß es noch nicht), wo ich kleinen Gruppen zeige, wie es geht.
Zwischendurch mache ich doch noch manchmal Telefonberatung.
Und ich schreibe Mails und telefoniere.
) zu reagieren, wie man das halt so soll…
Auf all die Anfragen der Besucher versuche ich, möglichst “zeitnah” (ich liebe das Wort
Des weiteren mache ich manchmal noch Webseiten, aber schon ewig nicht mehr.
Ich bin mit meiner eigenen schon fast überfordert…
Hier im Blog allerdings hab ich Freizeit.
Hier bin ich quasi privat zugange.
Also relativ privat.
WAS GENAU ich eigentlich mache, habe ich mir aufgrund deiner Frage wirklich überlegt.
GENAU kann ich das eigentlich gar nicht so festlegen.
Ich mache nichts Spezielles.
Ich mache mehreres.
Schwierige Frage. Wirklich.
So kurz und so tiefgehend…
20. Februar 2008 um 03:56
Achso.
20. Februar 2008 um 14:04
Ich bin der besagte Freund, der mal in Indien war und mir geht diese Art von Berichterstattung auch schon lange auf den Geist.
Das Thema Abzocke ist immer wieder ein beliebtes Thema bei den öffentlich rechtlichen Fernsehsendern. Auf der einen Seite steht das arme Opfer und auf der anderen Seite die bösen Machenschaften irgendeines Abzockers. Im Prinzip ist es dann egal wie die Realität aussieht, sie wird in dem Bericht dann schon zurechtgebogen. Immer schön nach dem vorgegebenen schwarz-weiß oder gut-böse Schema.
Abzocke im Internet wird auch immer wieder gerne genommen. Wie auch hier wieder bei der ARD.
http://www.daserste.de/mediath.....?cid=16833
Auf der einen Seite das Opfer, der arme kleine Homepagebetreiber, der ganz uneigennützig, den lieben Mitmenschen ein paar Tipps geben will und sich dazu ein paar Bilder aus dem Netz auf die Homepage stellt.
Aus dem “Netz”, so nach dem bekannten Motto: Computer mach mir mal ein Bild.
Auf der anderen Seite der Abzocker, der tausende von Bildern ins Netz stellt, verbotene Tricks benutzt, um das Google Ranking zu manipulieren, einzig und allein aus dem Grund, um alle abzumahnen und abzukassieren.
Man kann das auch ganz anders sehen und
der arme kleine Homepagebetreiber würde die Sache wahrscheinlich auch ganz anders sehen, wenn seine eigene Homepage mal komplett geklaut würde und er dieser Kopie ständig bei der Googlesuche begegnen würde.
Wenn ein gutes Bild zu machen so ein Klacks ist, dann frage ich mich, warum er denn nicht eben selber eins macht. Aber der arme kleine Homepagebetreiber ist wahrscheinlich so arm, dass er zu einem der wenigen Menschen in Deutschland gehört, der sich keine Digitalkamera leisten kann. Vielleicht hat er aber auch gemerkt, dass es doch nicht so einfach ist, gute Photos zu machen. Ich habe mir mal die Homepage aus dem Bericht angeschaut www.marions-kochbuch.de
Was mir sofort aufgefallen ist, ist dass die Photos durchweg gut gemacht sind. Sie sind gut ausgeleuchtet und sie sind alle freigestellt und haben außerdem noch einen kleinen Schatten, damit das Ganze nicht so ausgeschnitten aussieht. Es handelt sich bei den Bildern auch nicht nur um Bananen, Tomaten und Äpfel, wie es in dem Bericht suggeriert wird, sondern es gibt auch viele Gerichte, Cocktails etc., die alle gekocht oder sonstwie hergestellt werden müssen, bevor man sie photographiert. Also ein immenser Arbeitsaufwand. Gerade bei den Gerichten mit kleinen Petersilienblättern beispielsweise ist das Freistellen auch nicht mal eben so in 1 Minute erledigt. Aber auch davon ist in dem Fernsehbericht keine Rede, man bekommt eher den Eindruck, da hat mal eben einer ein paar mal auf den Auslöser gedrückt und die Bilder übertragen und fertig ist die Abzocke.
Dann werden die Tricks der Betrüger aufgelistet, um das Google Ranking zu manipulieren. Das die Homepage allerdings auch sehr viele Kochrezepte liefert und sehr viele gute Photos und vielleicht deswegen ein gutes Page rank hat, davon ist keine Rede. Vielleicht sind es ja auch die vielen armen Forumuser aus dem Beitrag, die die nicht nur die Bilder klauen sondern gleichzeitig auch noch Trafficklau betreiben, weil sie die Bilder gleich direkt verlinken, die dazu beitragen, dass Marions Kochbuch ein gutes Page rank hat. Aber das kann doch nicht sein, nein, das ist alles manipuliert. Ganz üble Abzocke, klarer Fall.
20. Februar 2008 um 15:56
Don Alphonso hat angeregt durch die Marions-Kochbuch-Sache seinerzeit auf Fallstricke sogar in den “kostenlosen zur freien Verwendung” – Bilddatenbanken hingewiesen:
“Finger weg von Bildern aus Datenbanken”
http://blogbar.de/archiv/2008/.....tenbanken/
Zitat Don Alphonso:”die einzige Quelle, der man halbwegs vertrauen kann, ist die eigene Kamera – und selbst da muss man aufpassen.”
Zu dem ARD-Beitrag aus dem Video:
der Unterschied zwischen den schönen Bildern aus Marions Kochbuch und dem am Ende vom Abgemahnten selbstgeknipsten Apfel ist wohl unschwer zu erkennen. Die Kochbuch-Bilder haben wirklich eine größere “Schöpfungshöhe”.
Sie schustern sich ihre Filme halt so zurecht wie es grade passen soll.
Ist doch immer dasselbe.
Wenn vor drei Jahren in Weißrussland in einem Tümpel ein Schwan gehustet hat, stand das hier in unserer Nordrhein-Westfalen – Dorfzeitung drei Tage lang auf Seite eins ganz oben: “Vogelgrippe schon ganz nah. Wir müssen alle sterben!!!” oder so.
Heutzutage wird in Brandenburg ein großer Hühnerhof komplett ausgelöscht. Vogelgrippe. Und wir erfahren es nach genauestem Hingucken auf Seite 7 in einer fünfzeiligen Kurzmeldung. Letzten Sommer wurden in Bayern 200.000 Enten getötet. Vogelgrippe. Hat man kaum mitgekriegt.
Da steckt doch System dahinter.
Irgendwer gibt doch Order, vor was sich der deutsche Bürger grad vorrangig zu fürchten hat. Vor Vogelgrippe soll er im Moment keine Angst haben. Zur Zeit soll er viel dringender stark gegen Liechtenstein aufgehetzt werden.
(Und natürlich gegen Kartenleger.)
Ich glaube, wir sollen ein neues Feindbild entwickeln: Länder, die ihren Bürgern nicht soviel Geld abnehmen und die keine paranoide Vollüberwachung des Einzelnen anstreben und die nicht wegen jedem Mist einen Fragebogen ausfüllen lassen.
Die sind das nämlich alles in Schuld.
Was, ist erstmal egal.
Wir sollen alle schön hier im Land bleiben und hier ganz viel Steuern bezahlen.
Deshalb gibt es auch so viele Auswandererserien, in denen die Leute alle so bös scheitern müssen und dann voller Reue wieder zurückkehren.
Also bleibt besser alle hier und lasst das Geld hier im Land. Es lohnt sich nicht, es woanders zu versuchen. Ihr werdet scheitern!
Das ist momentan “in”.
Selbstvertrauen nehmen.
Verunsichern.
Kleinhalten.
Den Bürger von seiner Ohnmacht überzeugen.
Vermutlich ist deshalb auch die Mineralölsteuer so hoch, damit wir erst gar nicht mehr wegkönnen…
Wo soll das nur hinführen?
Wir werden sehen.
Spielzeug aus China ist uns schon vermiest worden, preiswerte indische Kleinwagen werden sowas von totgeschwiegen, dass sie doch gar nichts taugen können, ach nee, etwas anderes ist geplant:
http://www.spiegel.de/wirtscha.....04,00.html
“erfüllt der Kleinweagen [...] die wichtige Euro-IV-Norm. Allerdings: In Europa ist der Wagen vorerst nicht zu haben.”
Keine Erklärung, keine Begründung.
Nix. Gibt’s hier nicht. Basta.
Später dann zum Import nach Europa: “aber eine technische aufgerüstete und stärker motorisierte Variante zu haben sein, die mehr als das Basismodell kosten dürfte.”
Ja dann.
Dann haben wir halt wieder unseren 200 PS Kleinwagen für 15.000 €, der dergestalt hoch motorisiert einfach “satter” mit 30 km/h durch die Umweltzonen unserer Innenstädte zuckelt und dessen 37 Airbags an allen Ecken auch schlafenden oder betrunkenen Fahrern körperliche Unversehrtheit garantieren.
Ach, ich könnte mich aufregen…
20. Februar 2008 um 19:27
China ist auch ein gutes Beispiel für den informativen Einheitsschwachsinn, den die Medien hier verbreiten.
China ist ja so weit weg, wer kennt sich da schon aus. Aber alle plappern den Blödsinn nach, den sie in den Medien vorgekaut bekommen.
1. China ist eine Diktatur, die die Menschenrechte verletzt.
2. China versaut die Umwelt.
3. Die Chinesen klauen die westlichen Ideen und produzieren dann alles selber.
Also Leute kauft nichts von Chinesen.
Punkt 1 Diktatur
Man traut es sich ja kaum zu sagen, aber anscheinend funktionieren viele Dinge in der China Diktatur doch besser als in unserer Demokratie/ Bürokratie, wo jede Maßnahme erstmal in zig Ausschüssen, Interessengruppen durchgekaut wird, bis am Ende entweder gar nichts mehr raus kommt oder irgendein Kompromiss gemacht wird der völlig am Ziel vorbeischießt. In China kommt stattdessen einer der das Sagen hat und der sagt dann, was zu machen ist, Thema erledigt. Allein die rigorosen Maßnahmen zur Eindämmung der Bevölkerungsexplosion wären hier undenkbar. Das verstößt ja gegen die Menschenrechte. Auf der anderen Seite freut man sich klammheimlich, dass die Chinesen eine solche Politik betreiben.
Punkt 2 Umwelt
Die chinesische Regierung hat von Anfang an gesagt, erstmal muss jeder eine Schale Reis am Tag zu essen haben, dann können wir uns um die Umwelt kümmern und nachbessern. Genau das geschieht im Moment. Subventionen werden Firmen entzogen, die die Umwelt verschmutzen. Innerhalb kürzester Zeit wurden 50 Prozent aller Motorroller(das Hauptverkehrsmittel) auf eine umweltfreundliche Technologie umgestellt. Sowas erfährt man allerdings nicht durch deutsche Medien. Hier in Deutschland hat schon lange jeder was zu essen, aber was macht man in Sachen Umwelt und Verkehr? Hier führt man Plaketten und Umweltzonen ein, damit mehr neue Autos gekauft werden, die aber immer noch nicht so umweltfreundlich produziert werden, wie es schon vor 10 Jahren möglich gewesen wäre. Der Umwelt tut man damit sowieso keinen Gefallen, denn man könnte noch jahrelang mit einer alten Gurke fahren, um soviel Schadstoffe zu erzeugen, die die Produktion eines neuen Autos verursacht. Aber auch derlei Dinge erfährt man nicht in den Medien. Irgendwann werden wir wohl umweltfreundliche Fahrzeuge von den Chinesen importieren, weil sie hier keiner produziert.
Punkt 3 Technologietransfer
Die Chinesen klauen unsere Technologie. Das ist noch das dämlichste überhaupt. Wo leben wir denn? Im Kindergarten? Auf der einen Seite gehen sie mit ihren Firmen nach China, weil man da so schön die Arbeiter ausbeuten kann, aber auf der anderen Seite erwartet man dann von ihnen sowas wie Loyalität. Das ist so lächerlich, das tut schon weh. Dazu fällt mir überhaupt nichts mehr ein. Kindergarten Deutschland. Es ist übrigens ganz normal, dass sogenannte Schwellenländer in der Anfangsphase Technologie oder Ideen klauen. Das war in Japan so und das war auch in Deutschland in der Nachkriegszeit so. Das “made in germany” worauf viele so stolz sind und wo viele glauben, es wäre so etwas wie ein Gütesiegel, wurde eigentlich von den Engländern eingeführt, damit man die in Deutschland produzierten Waren erkennt. Das war nicht als Gütesiegel gedacht, sondern “made in germany” hatte den gleichen Ruf, den “made in china” heute bei vielen Leuten hat.
In Wirklichkeit haben alle Angst vor den Chinesen. Vor ihrem Fleis und ihrer Weitsicht. Die planen nicht bis zur nächsten Wahl, sondern denken in größeren Zeiträumen. Es hat noch kein Volk gegeben, das in so kurzer Zeit einen derartigen wirtschaftlichen Aufschwung geschafft hat. Davor haben hier alle Angst und deswegen gibt es das Gemeckere und diese dämlichen Berichte.
Generell reicht es schon, wenn einige Chefredakteure oder Intendanten die grobe Richtung vorgeben; alles andere läuft. Ansonsten weiß sowieso jeder, was für eine Meinung man haben darf und was politisch korrekt ist.
Die Journalisten kennen die Trends, die bedient werden wollen.
Wenn einer mal was anderes schreiben wollte, müsste er ja nachdenken und eine eigene Meinung vertreten. Das wäre doch viel zu anstrengend und auch irgendwie unsicher. Abschreiben und umformulieren ist schon Arbeit genug.
20. Februar 2008 um 20:10
Nein!!! Lilith,nicht aufregen!!!!
Ich will auf gar nichts weiter eingehen, weil ihr einfach sowas von Recht habt.
Aber was anderes will ich hier sagen.
Das mit dem Traum ,auf Märkten und Events zu sitzen ist wirklich ganz leicht zu erfüllen.Leicht im Sinne von dort angenommen zu werden.Wenn Du es geschickt anstellst(und das kannst Du ganz sicher)brauchst Du keine Standgebühr bezahlen und bekommst sogar Gage ,weil es einen Schauwert hat und Leute anzieht,die sogar Eintritt bezahlen und dann noch anderes konsumieren.
Schwer wird es dann erst beim Auspacken und aufbauen und stundenlang ausharren und dann meißt provisorisch im Auto oder irgendwo schlafen (um Geld zu sparen) und nach zwei Tagen oder mehr abends im Dunkeln abbauen ,nachts nach Hause fahren,weil das Kind (bei mir die Kinder) am Morgen in die Schule müssen…. Das liest sich jetzt vielleicht, als würde ich abraten .
Aber Nein!!!Ganz und gar nicht.
Es hat genauso etwas “süchtig machendes”,wenn man oft Leute wiedertrifft,die man von andern Veranstaltungen kennt ,vor allem sind es oft “Kollegen”,die aus ziemlich angesehenen Berufen ausgestiegen sind und manchmal Fans ,die einem hinterherreisen und es kommen die exotischsten Menschen auf einen zu mit einer Masse an neuen Mitteilungen.Man hat mit den andern Standbetreibern die selben Sorgen(wo bekomm ich den Kaffee her,wo gibt es Toilette und Dusche,´falls überhaupt eine ist).Ich kann Dir aus fast fünf Jahren Mittelaltermakt zugehörigkeit sagen,es ist extrem anstrengend und doch sowas von spanndend und schön.Gerad für Menschen ,die eben den ganzen Quatsch mit Fernsehen und Co.so satt haben. Du kannst Dir gar nicht vorstellen ,wie toll es ist ,so primitiv auszukommen.Es ist ein Abenteuer und wenn man endlich zu Hause ist ,weiß man wieder mehr zu schätzen,was man da an einigem Komfort hat….oder man fängt nach und nach an,sich da auch auf das Wesentliche zu beschränken.Zumindest läßt man den ganzen aufgebauschten Rummel,den die andern ihr Leben nennen nicht mehr so an sich ran (ich glaube ,Du tust das auch so schon).Ich sage mir jeden Herbst und Winter,ich mach nicht mehr soviele Märkte und dann ,wenn die Sonne kommt und die Veranstalter schon die Termine wissen wollen,wo man hinkommt….es geht nicht ohne. Ich glaube Lilith,es könnte schon genau das Richtige für Dich sein.Die Erfahrung ist bestimmt gut und dann kannst Du trotzdem (hoffentlich )weiter solch schöne Webseiten erstellen.
Ach was würde ich mich freuen,ein Bild hier zu sehen,wie Du auf einem Fest an einem Tischchen sitzt und Karten legst.Man darf nicht drüber nachdenken (sonst findet man immer etwas,was dagegen spricht)….man muß es nur tun.
Der Haken an der Sache ist,man kann “die Welt da draußen” immer weniger verstehen.Doch das kann man ja auch jetzt kaum.
21. Februar 2008 um 12:20
Das hört sich interessant an.
23. Februar 2008 um 06:56
Don Alphonso ist mir unheimlich. Mir sind alle unheimlich, die sich für besonders schlau halten und sich ständig über andere erheben.
24. Februar 2008 um 12:08
Don Alphonso hat schon so manches Übel aufgedeckt, das dann auch wirklich eins war und die Leute kamen ziemlich ins Schwitzen.
Er denkt sich ja nichts aus…
Er traut sich was.
26. Februar 2008 um 11:26
Also ich find diese berichte dadrüber das leute immer wieder süchtig werden nach kartenlegern zeigt uns eins: in unsere gesselschaft gibt es einige Probleme.
Und zwar die vereinsamung der meneshcne und die verstärkte unsicherheit auch in beruflichem bereichen. Den das sind ja die thmen weswegen die leute bei kartlegern hellsehern und co anrufen.
Die Menschen sind heutzutage einfach sehr sehr unsicher und haben wenig selbstbewusstsein.
Außerdem ist es heutzutage sehr schwer eine gute bezeihung zuführen. Den überall sieht und hört man von singles und flirtsteiten, überall lassen sich leute scheiden. Was meine genaeration angeht (ende zwanziger anfang 30er) wir haben zumteile auch von unseren eltern keine guten beziehungen vorgelebt bekommen, viele sind scheidungskinder. Dadurch entschen unsicherheiten. man braucht bestätigung und sucht diese halt irgendwo und wenn man wenig freunde hat oder sich nicht traut mit denen zureden ruft man wahrsager an. weil das ist ja unterhaltsamer als zu einem pschologen oder so zu gehen außerdem gehen da ja nur verrückte hin.
und ein kartenleger liefert mir schneller ein ergebniss als der psychater.
Wobei ich aber auch denke wenn einem der kartenleger sagt da komtm bald ein neuer mann oder so oder der jetzige partner ist treu gibt das eine art motivation.
Sogenanten selbsterfüllende prophezeiungen.
weil ejder weiß hände in schoßlgene und auf den angekündigten truamman warten geht nicht. also die kartenlegerin sagt mir zb. ab april neuer mann in sicht. Ich will einen guten eindruck machen also laufe ich im april immer gut gestyelt und gelaunt durch die gegend und schaue jeden mann im bus oder der bahn oder so etwas intensiver an. das es dann vermutlich irgendwann klappt leuchtet uns allen ein oder?
Geleiches gilt für angekündigte berufliche veränderungen, wenn ich nix tute passiert nix. sagt mir der kartenleger ap mai könnte es mit berufl klapen scheibe ich vor mai wohl mal paar bewerbungen.
im prinziep sind kartenleger in den fällen nix als gut bezahlte “arschtrett” die es auf eine nette weise machen.
manchmal braucht man das einfach. und wenn man niemanden hat der einem mal sagt eh streng dich an das klaptts tja warum nich der kartenleger.
und wenn der was sagt was nicht passiert ja und?
auf meiner milch steht mindest haltbar bis 1.märz wenn sie aber schon am 29.2. komisch ist was mach ich dann? den abuer oder die kuh verlagen? die angebrochen milch umtauschen? ne wegschmeißen und unter verluste abbuchen.
und eins darf man wenn man nie vergssen wenn man sich egal wo ratschläge holt. Ratschläge sind auch schläge.
und wenn wie die frau im beitrag gesagt hat sie hätte den typ früher verlassen ohen kartenlegerinn, tja selber schuld. wenn mein bauch mir sagt der kerl ist bähd ann weg und selbst wenn die kartenlegerin nochs agt das wird och ich aber merke ey der kerl bleibt bäh spätestens dann weg von dem.
Gibt doch immer noch diese graue mase da in unserem kopf, die sollte man gelegentlich mal benutzen.
26. Februar 2008 um 14:28
Die können ja mal einen Bericht darüber machen, wie jemand, der aufgrund psychischer Probleme bei einem Arzt war und bei ihm [psychisch auch nur irgendwas, egal was] diagnostiziert wurde, versucht, eine Lebensversicherung abzuschließen, um Frau und Kinder im Fall der Fälle abzusichern.
Er wird kaum eine kriegen, weil er für die Versicherungen ein Selbstmordkandidat ist.
Wäre er stattdessen zum niederschwelligen Kartenleger gegangen, versichert man ihn.
Natürlich ist ein Kartenleger kein adäquater Ersatz für einen Arztbesuch, genauer: gar kein Ersatz, aber besser als gar nichts, wenn man keinen hat mit dem man überhaupt mal reden kann.
Manche Leute sind so fürchterlich alleine…
26. Februar 2008 um 17:21
Ein Kartenleger ist keine Lösung für die Einsamkeit, im gegenteil.
Zitat von Dr. med. Alfred Lechler:
Die Kartenleger, Hellseher und alles was noch gibt, die machen den Menchen kaputt und musst es sofot aufhören bis nicht zuspät ist.
27. Februar 2008 um 01:42
(Zitate bitte unbedingt als solche kennzeichnen und die Quelle angeben.
Ich habe den obigen Beitrag entsprechend geändert.)
27. Februar 2008 um 03:37
schade nur, dass es nur bei mir geändert ist!!!
29. Februar 2008 um 13:48
Der Name Don Alfonso ist von F. Zappa geklaut.
Typisch Kartenleger – sie sind halt echt einfallslos und stupid.
GEZ. Frank Zappa, gestorben 04.12.1993
aus dem Jenseits kommentiert
29. Februar 2008 um 14:01
a) Don Alphonso ist kein Kartenleger.
b) Bei Zappa heißt es Saint Alfonzo.
Soweit ist Don noch nicht…
c) Kartenleger sind klug und kreativ. Echt.
3. März 2008 um 23:42
Eine Bemerkung zu dem Beitrag über Wahrsager Abzocke und Deine Selbstdefinition als Kartenlegerin, Lilith. Du sagst ja mehr oder weniger das wäre alles nicht so für bare Münze zu nehmen, sondern Unterhaltung, und wer das alles zu ernst nimmt, ist selber schuld. Da fängt aber das Problem an: Wer bereit ist solche Summen für eine Einschätzung seiner Lage auszugeben und zwar regelmäßig, der macht das unter Garantie nicht, weil er das so wahnsinnig unterhaltsam findet, sondern weil er verzweifelt ist und krampfhaft eine Handlungsanweisung sucht, die eine ihm vollkommen fremde Person, die seine Lage nur in wenigen Sätzen zusammen gefasst bekommt, wohl kaum mit gutem Gewissen geben kann. Diese Menschen brauchen vermutlich eher einen Therapeuten, als einen Wahrsager. Trotzdem nimmst Du es Dir heraus, ihnen Handlungsanweisungen (okay: Handlungsvorschläge) zu geben. Ironischerweise macht ein Journalist mit so einem “Warnbeitrag” ja nichts anderes. Im Grunde genommen, habt ihr beide da eine sehr ähnliche Rolle: Sowohl der Journalist als auch der Wahrsager (oder Kartenleger) geniessen beim Kunden (Leser/Zuschauer) eine Autorität und einen Vertrauensvorschuss, den sie vielleicht gar nicht verdienen, die ihnen die Gesellschaft aber zuweist. Ihr seid quasi von Berufs wegen Leute, die vorgeben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und Dinge besser einzuschätzen zu können als andere. Das Grundproblem ist doch dass die meisten Menschen nicht kapieren, daß man seine eigenen Entscheidungen treffen muss und dass es kein Regelbuch des Lebens gibt. Keine Journalist und kein Wahrsager kann einem sagen, was man tun muss, um glücklich zu werden, das kann man nur selbst herausfinden. Das macht das Leben eben so verdammt kompliziert.
Aber hör auf, auf den Journalisten vom ZDF herum zu hacken, Lilith. Die Machen genau so ihren Job wie Du. Und es gibt wesentlich schlimmeres im Fernsehen, als ein Beitrag, der (zurecht) darauf aufmerksam macht, daß sich manche Leute mit ihrem Wahrsagewahn ins Unglück stürzen. Und das Argument, dafür könne der Wahrsager ja nichts, finde ich billig. Man merkt doch wohl, daß jemand, der dreimal die Woche anruft und sein Hab und Gut bei einem lässt, scheinbar ein schwerwiegnedes seelisches Problem hat und damit sollte man verantwortungsvoll umgehen, un dem Süchtigen seinen Stoff konsequent verweigern.
4. März 2008 um 00:52
Wenn derjenige dreimal die Woche bei demselben Kartenleger anrufen würde, merkt der es. Klar. Das tut der Süchtige aber wohl eher selten. Er ruft immer woanders an.
Wer merkt es da? Eher niemand.
Irgendein Portal vielleicht, aber auch die gibt es heutzutage wie Sand am Meer.
Und dann gibt es noch all die Kartenleger, die nicht über ein Portal arbeiten, sondern eigene Nummern haben. Wenn ich mir die Zeitschriften im Zeitungsbüdken so durchschaue, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass so ein Süchtiger, wenn er es drauf anlegt, täglich ruhig 10 Kartenleger anrufen kann und das über viele Wochen hinweg, bevor er mit einem doppelt spricht.
Ich bleibe dabei: der Otto-Normalwahrsager kann nichts dazu. Er ist weder die Ursache, noch kann er ständiges Anrufen zweifelsfrei erkennen und selbst wenn, schon gar nicht beheben.
Es gibt in den Gesprächen natürlich Hinweise. Oft bemerkt man es daran, wie sich sich ausdrücken, wie “routiniert” sie die Gespräche nahezu an sich reißen, wie sie ihren Fragezettel durchgehen und abhaken, wie sie ihr “man hat mir aber schon mehrfach gesagt, dass …” einfließen lassen, wie sie Kartenlegerjargon schon in ihren Fragen rezitieren usw.
Und es kam auch durchaus vor, dass ich gesagt habe: “Und rufen Sie nun keinen mehr an, vom Telefonieren ändert sich doch nichts.” oder “Hören Sie auf zu telefonieren. Leben Sie!” usw.
Aber das verpufft.
Es ist als spräche man eine fremde Sprache.
Sie telefonieren weiter.
Und falls es keine Telefonkartenleger mehr geben sollte, würden sie eben durchs Land fahren, um persönlich von einem zum anderen zu ziehen oder sich irgendwelchen Sekten anschließen, in denen sie scheinbar aufgefangen werden.
Das Problem liegt nicht auf Seiten der Kartenleger. Nein. Wirklich nicht.
In dem ZDF-Beitrag wurden alle Kartenleger fast schon als Kriminelle hingestellt. Als Pusher, als Trickser, als Betrüger.
Und so ist! es! nicht!
Was fällt denen eigentlich ein?
Da haben sie die Möglichkeit, haben 15 Minuten Sendezeit im ZDF und heraus kommt irgendein Lied, das so gesungen wird wie der Brotgeber es anstimmt.
Es soll Stimmung gegen die Kartenleger gemacht werden. Warum auch immer. Information sieht nämlich anders aus.
Doch ich möchte erwähnen, dass es in dieser “Zunft” auch die Quertreiber gibt, die überall, wo Geld im Spiel ist, ihre Chancen wittern. Das sind die, die forcieren die Abhängigkeit durch Sachen wie “Ruf morgen wieder an, dann kann ich dir mehr sagen”, “Bleib in der Leitung, ich schicke dir Energie”, “Wir machen jetzt täglich 30 Minuten am Telefon Blockadenlösung, dann ist er in 2 Wochen wieder bei dir”, “Ich kann ein Ritual machen, aber das kostet natürlich eine Kleinigkeit” und diese Leier. Und dann wird angerufen. Immer und immer wieder.
Ich würde nichts sagen, wenn so ein ZDF-Reporterteam in so einem Bericht wenigstens diese Leute an den Pranger gestellt hätte. Denn solche sind wirklich Scheiße für die Anrufer.
Aber dazu fehlte wohl die Motivation.
Allein schon die lachhafte “Recherchearbeit” mit dem Höchstpreis.
Einmal Startseite geguckt, den höchsten Preis dort genommen, das dann ganz empört hinaus in die Welt gespuckt und fertig ist die Laube.
Nee, nee.
Und sie hätten bei der abhängigen Dame doch wenigstens mal nachfragen können, warum um alles in der Welt sie die Lösung “Ich rufe beim Kartenleger an” als die für sie in dem Moment Beste gehalten hat.
Warum wird nicht hinterfragt, warum Frauen in Trennungssituationen so hilflos sind? Wir brauchen in der Gesellschaft “Rituale” für Trennungen. Bei uns gibt es das nur für Tod. Und selbst das Netz hat schon Risse.
Wenn jemand von uns geht, der noch lebt, ist dann schon mal gar nichts mehr da.
Nur noch Alkohol, Medikamente, Drogen – und der doofe Kartenleger, der Arsch.
Mit Jim Beam, Hoffmann-La Roche oder dem Medellin-Kartell will man sich nicht anlegen also greift man sich Questico und die Kartenleger?
So scheint es fast zu sein.
Ach jau.
4. März 2008 um 13:47
Also ich finde auch dass es wichtig ist auf die Probleme von Astroabhängigen aufmerksam zu machen. Ebenso sollte man aber auch mal die Klienten zeigen wo es Erfolge gibt. Wo Dinge eingetroffen sind. Eine Branche würde nie so lange durchhalten wenn es nur müöö wäre. Die Nachfrage zeigt dass Bedarf vorhanden ist. Wenn etwas nicht funktioniert bleiben die Anrufer weg – dem ist aber nicht so. Ich denke auch hier gilt Nachfrage und Angebot. Scheinbar ist es immr noch so was nicht sein darf kann nicht funktionieren. Ach noch was: Das ZDF verteufelt Questico? Na einfach malhier nachschauen
http://www.new-business.de/new.....p;nr=17983
4. März 2008 um 15:48
Die Meldung über die ZDF/WISO/Questico ist vom 26.09.2000.
(Sehr lange lief das jedoch nicht mit der Koop).
Ja, ich weiß das noch aus den WISO-Sendungen.
Und ich hatte auch von Questico gehört.
Ich hab das damals durchaus gesehen, war Anfang 2000 mit meiner Homepage angefangen und Questico im Mai, glaube ich. Oder März. Und sie suchten Experten. Aufrufe in Foren, Mails usw.
Das ist lange her und Questico hatte damals kaum Kartenleger im Programm, sondern Experten zu allen möglichen Themen.
(Das steht hier aber auch irgendwo bei mir im Blog, wie es damals war.)
Denn so war es ja auch angedacht.
Man kann irgendeinen Experten irgendeines Fachgebietes anrufen, wenn man irgendwas über was auch immer wissen will. Sie hatten früher z.B. sowohl Experten für kleine ferngesteuerte Flugzeuge als auch Experten für mickelnde Zimmerpalmen, Experten für HTML, Experten für nichtanspringende Renaults. Und halt auch ein paar Kartenleger, weil man alles rundum bedienen wollte.
Aus der Zeit kommt ja auch die bescheuerte Bezeichnung “Experte” für Kartenleger!
Bloß weil bei Questico 1.0 ein paar Kartenleger mit ins Angebot gerutscht waren.
Nur merkte man nach ca. 2 Jahren ca. (weiß ich nicht mehr so genau), dass von all den Experten nur die Kartenlegerrubrik wirklich fleißig angerufen wurde – und man änderte das Aussehen (es kamen Karten auf die Seite) und die Expertenrubriken entfielen.
Ja, so war das damals.
Ich hab noch irgendwo alte Screenshots von vor 8 Jahren.
Das sah da schon ganz anders aus.
Aber was Questico uns auf jeden Fall gegeben hat: dass Kartenleger seitdem auch “Experten” heißen. Hahaha!
9. März 2008 um 19:39
Ich möchte auf die verschiedenen Ansichten gar nicht im Einzelnen eingehen. Wenn eine Meinungsaustausch bereits so ausführlich ist, ist es mühselig, die vielen Kommentare zu kommentieren.
Bei Questico & Co. geht es inzwischen weniger um Klasse sondern nur noch um Masse. Der Konkurrenzdruck u.a. durch die vielen neuen Portale ist einfach viel zu groß geworden.
Es ist seit Jahren bekannt, dass es insbesondere Kundinnen gibt, die sich verschulden/verschuldet haben. Questico weist seit Jahren alle Schuld von sich, abgesichert in den AGBs.
Vor geraumer Zeit gab es bei Frau Maischberger (ich glaube ZDF?) eine Sendung, in die auch bestimmter Herr geladen war. Den Vorwurf der „Geldmacherei“ wies er von sich, weil die „Leute so dumm sind und dort anrufen“.
Man bedenke, dass Q. mit besonders “geprüften Experten” wirbt. Ich weiß, woraus eine sogenannte “Prüfung seitens Q. besteht, sage ich, diese „Prüfung“ kann jeder „Bierkutscher“ erfüllen, der von Esoterik etc. keinen blassen Schimmer hat (womit ich mich ausdrücklich von einer abwertenden Positionierung ggü. irgend welche Berufsgruppen distanziere, bitte nicht missverstehen).
Ich glaube, dass es durchaus verantwortungsbewusste BeraterInnen (wie z.B. Lilith ihre Arbeit betrachtet bzw. andere geschulte und qualifizierte BeraterInnen mit fundierten psychologischen Kenntnissen etc. gibt.
Die Masse der Anrufer ist nur nicht an fundierten, seriösen Beratungen interessiert. Das würde ja für den Ratsuchenden heißen, dass er sich mit sich selbst auseinander setzen müsste.
Im Beitrag ging es um das Theama Sucht.
Meiner Beobachtung nach beginnt Sucht u.a. eben auch dann, wenn man unter dem Vorwand, sich Rat einzuholen, im Grunde Entscheidungen abgenommen bekommen will. Dann wird eben so lange telefoniert, bis der Berater gefunden ist, der das ggf. tut.
Unter der Masse an Beratern gibt es scheinbar auch solche, die in irgend einer Form eine Abhängigkeitsstruktur zum Anrufer aufbauen.
Wenn man sich die vielen tollen Bewertungen mal durchliest, kann man leicht feststellen, dass etliche Berater (aus meiner Sicht) unverschämte Taktiken entwickelt haben, den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Z.B. bieten sie zu einen relativ günstigen Telefonpreis ihre Beratungen und verkaufen dann z.B. für 50 und mehr Euros einen speziellen Engelrat u.ä.
Menschen, die auf so etwas eingehen, sind schon irgendwie „süchtig“ und die Beratung kann dann auch nicht sooooo viel gebracht haben, wenn man noch einen extra Engelrat für 50 € benötigt.
Ohnehin ist eine regelrechte Engelhysterie (Engelsucht) ausgebrochen. Und jeder „Engel-Experte“ nennt immer andere Engelnamen, die angeblich seit der Geburt bei einem sind.
Wer einigermaßen bei Sinnen ist und die vielen Engelexperten, die sich im TV am Tisch regelrecht abwechseln, mal aufmerksam beobachtet, muss zwangsläufig darauf kommen, dass da viel „Schaum geschlagen“ wird und es im Wesentlichen um Profilierung geht, weniger um die Kunden.
Denn: je wichtiger sich der BeraterIn darstellt, um so mehr Anrufer hat er nach den Sendungen für z.T. über 3 € in der Rückrufliste.
Habe ich nicht erfunden. Es läßt sich alles ganz leicht nachprüfen.
Ich kenne 3 Berater höchst persönlich. Unter den dreien ist ein *****Berater. Wie ich leider auch wieder höchst persönlich feststellen musste, ist dieser Berater auch dazu in der Lage, Freunde zu belügen, zu hintergehen und zu „verpfeifen“. Außerdem ist er nicht in der Lage, Kritik zu verkraften (z.B. „nur“ eine **** oder gar ***-Bewertung. Er greift sofort die Kunden im Emailkontakt an und sendet dazu „Licht und Liebe“ um sie dann natürlich sofort zu sperren etc.
Ich habe das z.T. persönlich mitbekommen. Das ist lange noch nicht alles, was ich berichten könnte.
Muss man sich da nicht fragen, ob bestimmte Berater nicht viel dringender selbst eine fundierte und vor allem seriöse Beratung nötig hätten, evtl. sogar den Rat eines geschulten Psychologen?
Um beim Thema Sucht zu bleiben stellt sich mir die Frage, ob die teilweise verschwommenen (und was weiß ich noch) Beratermethoden nicht auch Suchtverhalten demonstrieren.
Sucht läßt immerhin „Suche“ ableiten. Wer süchtig ist, sucht nach etwas (weiß jeder Psychologe).
Suchen einige Berater nicht immer noch viel mehr sich selber, sind sie nicht teilweise noch weniger selbst-ständig als ihre Kunden, wenn sie sich zu Neid, Rache, Missgunst usw. hinreißen lassen? Wo doch jeder ohne Ausnahme von sich behauptet, liebevoll, seriös und natürlich kompetent zu sein???
Nach dem Gesetz der Resonanz ziehen „süchtige“ Berater eben ihre „süchtigen“ Kunden an.
Etwas mehr Demut und Selbstreflexion täte vielen Berater bei Q & Co sicher ganz gut.
10. März 2008 um 17:55
Inge, das war ja eine sehr ausführliche Meinung!
Zu den von dir erwähnten “Taktiken”, dem superpreiswerten Gespräch mit “Extra-Engelrat” für dann 50 €: ob das wirklich Sucht der Anrufer ist oder ob man als Berater nicht eher ein Gespür dafür entwickelt hat, welcher Anrufer nicht “nein” sagen kann?
Ist es nicht vielleicht so, dass man dem Anrufer ein “Schuldgefühl” suggeriert?
“Du hast jetzt ne halbe Stunde für 50 Cent mit mir gesprochen, ich hab in der Zeit so gut wie nichts verdient, nun kauf mir aber wenistens den Engelrat ab. Kommt dich immer noch preiswerter als wenn ich gleich 3 Euro pro Minute genommen hätte.”
Und er tut’s aus schlechtem Gewissen.
Und zu dem Sperren, das ich nicht kenne, da das bei Viversum nicht gemacht wird: wo ist die Tragik auf Kundenseite, wenn sie von einem Berater gesperrt werden, dem sie nur 3 Sterne gegeben haben?
Man sollte doch meinen, den rufen sie sowieso nicht mehr an. Denn bei der immensen Auswahl mittlerweile, muss man doch nicht nochmal bei einem anrufen, der einem nicht gefallen hat.
Und da ist es doch völlig latte, ob sie bei ihm gesperrt sind oder nicht.
Die strengen Reaktionen den Kunden bei schlechten Bewertungen gegenüber und das Mobbing untereinander haben ihre Ursachen vielleicht in der finanziellen Not der Berater?
Wenn man auf jeden einzelnen Cent aus der Beratung dringendst angewiesen ist, ist es doch auch irgendwie verständlich, wenn man auf “suboptimale” Bewertungen, rigoros reagiert. Immerhin dauert es ewig, bis eine schlechte Bewertung sich in der Gesamtheit wieder einigermaßen ausgeglichen hat.
Und viele Anrufer schauen halt nur nach den Sternen (“Wie viele hat er?”).
Wonach auch sonst?
Ich glaube nicht, dass sich die Masse der Anrufer wer weiß was für Gedanken macht, ob ein Ø-Ergebnis von meinetwegen unter 4,8 wohl an etwas anderem als Unfähigkeit liegen kann…
Und da geht es nur noch um Sterne.
Darum, dass man unbedingt angerufen wird und nicht der, der in der Liste über einem steht, weil man einen Kunden nicht gesperrt hat, obwohl man gesehen hat, dass er zu “wenig Sterne Bewertungen” neigt.
Man kann ja nicht wirklich von einem Berater erwarten, dass er sich noch für eine Bewertung bedankt, die ihm den Schnitt kaputt macht, die ihn Listenplätze kostet, die auf der Stelle seinen ganzen zukünftigen Verdienst schmälert.
Das mit den Bewertungen finde ich sowieso unmöglich.
Das muss man sich mal vorstellen!
Ein Kartenleger ist doch kein Radiowecker oder Feuerlöscher.
Gibt es etwa irgendwo die Möglichkeit, seinen Rechtsanwalt, seine Prostituierte, seinen Arzt oder seine Putzhilfe öffentlich nach Lust und Laune willkürlich mit Sternchen und Kommentaren zu belegen, die sowohl von anderen Kunden als auch von den Mitbewerbern einzusehen sind?
(Vom neugieren Blick der Nachbarn und sonstigen Interessierten usw. mal ganz zu schweigen, da man ja namentlich auftaucht…)
Nein, das geht nur beim Kartenleger.
Oder hab ich was übersehen?
Und deshalb gibt es beim Kartenleger auch wenig Kollegialität. Der Druck, unter dem er steht, ist immens.
Der Internet-Kartenleger ist wohl ein absoluter Einzelkämpfer.
Ach, manchmal wundern mich gewisse Techniken gar nicht mehr. Mittlerweile sind doch bestimmt 6.000 Kartenleger und mehr im Internet zugange, die alle davon leben möchten. Und ich glaube eben nicht, dass die Zahl der Neu-Anrufer übers Internet noch wer weiß wie steigt. Schon längst nicht mehr, vermute ich.
Der DSL-und-Flat-für-jeden-Peak ist lange vorüber.
Wer jetzt noch nicht “drin” ist, der will auch nicht.
11. März 2008 um 10:58
Ach Mann……
Wißt ihr was….
Grade bin ich hier hin und hergerissen zwischen lautem Lachen und “Oh je,oh je,ihr habt so recht”.
Ist ja nun schon sooooo viel geschrieben zu dem Thema und eigentlich braucht man wirklich immer nichts dazu mehr sagen, aber…..ich muß .
Ich bin irgendwie von drei Seiten betroffen (oder mehr).Ich bin manchmal sehr froh,daß ich eben diese Erfahrungen haben durfte.Ich kann irgendwie die Argumente von Beratern und Ratsuchenden verstehen und dann kenn ich auch noch solche “falschen” Freunde und diese Mobbingsachen bekam ich nebenbei schon mit,wenn man hier bei Lilith liest und dann die Berwertungen usw.Es war ein gute Schule im letzten Jahr für mich und ich muß da nichts verurteilen.Ich sehe es oft als wenn nur ein Film abläuft und man von außen beobachtet.Manches läßt sich nur so ertragen.
ES IST DOCH SO:::
In jedem Beruf gibt es Gute und Schlechte,nur welche mit Geldscheinen in den Augen und welche die mit Leib und Seele dabei sind.Leider ist es eben für die meißten Menschen sehr schwer ,den Unterschied zu merken(das ist auch bei Ärzten und Pfarrern und allen noch so)und wenn die Journalisten so oberflächlich arbeiten waren sie selbst nicht die Besseren und dann suchen sie auch noch die Beispiele raus,die auch nicht die Besonderen sind .Da haben wir das mit der von Inge gemeinten Gesetzmäßigkeit.Auch hier zieht das eine das an,was ihm ähnelt.Aha und dann sehen es auch noch die Menschen ,die ähnlich oberflächlich leben ;ganz gleich ob sie nicht anders wollen oder können.
Letztens las ich den schönen Ausspruch:
“Wahre Intelligenz zeigt sich ,indem man scheinbar komplizierte Dinge mit recht einfachen Worten erklären kann.” So ist eben unsere Welt zur Zeit so,daß sich viele gern blenden lassen von komlizierten Worten und Bescheinigungen.Eben mehr Schein als Sein und Äußerlichkeiten wichtiger als was dahintersteckt.Leider.Sie können die Wahrheit nicht ertragen und fühlen sich nicht stark genug(oder sind zu träge),etwas zu ändern.
Wirklich schlimm war die Erfahrung ,daß man nie weiß ,wem man eigentlich vertrauen kann.Es kann sich so schnell ins Gegenteil verkehren und das passiert manchmal so unerwartet und mit solchen Widersprüchen umgehen ist schon nicht leicht. Wenn man trotzdem versucht authentisch zu bleiben und die Ideale zu leben, die man so für sich hat,dann ist einerseits die Gefahr,angegriffen ,ausgegrenzt und verletzt zu werden und dann denken sie auch oft erst mal,man sei naiv und dumm ,bis sie auf einmal merken :*na sowas,wo weiß die denn das her? Wie macht die das bloß ,so offen und ehrlich zu sein?Ob das nun echt ist oder spielt die uns was vor?* So …und als nächstes merken sie,daß sie selbst auch eigentlich so sein wollen,dieses wiederum aber viel Mut und Anstrengung bedarf und das ist ja unbequem….dann gehen sie schnell in die Abwehr und verteufeln und verurteilen und überdecken das eigene schlechte Gewissen.
Gibt da so eien schöne Geschichte….
Oh,ich rutsche etwas vom Thema weg.
Aber da fällt mir dann wieder ein,was Lilith schrieb wegen den Süchtigen und den Sekten.
Genau so ist es.Eine Freundin schickte mir letzens einen Link zu einer Seite von “Aussteigern aus der Esotherikschiene und ehemaligen Lichtarbeitern”. Ich wollte das gar nicht wissen,doch beim überfliegen(auch ich bin oberflächlich,bei Sachen die mich nicht interessieren) der Beiträge war so offensichtlich,daß da sehr labile Menschen von einer Schiene auf eine andere gehopst sind oder gezogen worden ,denn irgendwie versuchen sie wohl alle ihre Schafe einzusammeln.Es las sich sehr nach Sektenfanatismus und es wurde versucht ,soviel Angst zu verbreiten.Jeder Engel ist eigentlich ein verkleideter Teufel und soviel so ein Zeug.
Ach Mann….
Grundthema ist wirklich,das geringe Selbstvertrauen und die Suche nach Halt .
Es gibt so viele Beispiele,daß ich hier fast endlos schreiben könnte.Aber ihr wißt das ja alles selber und wahrscheinlich sogar noch hintergründiger als ich.
Man kann auch nicht zu alles seine Senf dazugeben.Mir gefällt es trotzdem sehr,Eure Meinungen hier zu lesen.Ist immer wieder Anreiz,über manches nachzudenken und auch über den eignen Standpunkt.Danke für Eure Mühe!