Donnerstag, 7.August 2008
Der Hinweis auf die Sendung kam im Forum von
Wasserfrau.
Ein Fernseh-Beitrag in
“Markt” im NDR.
Hier kann man es online anschauen (sind 6:26 min):
“Markt”-Bericht: Wahrsager – miese Geschäfte mit dem Glück
Es geht um Heilersucht, die Sucht nach Kartenlegern.
Wahrsager: Miese Geschäfte [...] die Fänge von Wahrsagerinnen
Das letzte Drittel des Artikels handelt von
Tal19 und dass es da Hilfe gibt.
Zum Filmbeitrag
Der beginnt mit Astro TV. Und zwar mit einer als “Kassandra” dargestellten Moderatorin, die sagt, sie habe vergessen, sich ein drittes Auge auf die Stirn zu malen. Was soll man da als Zuschauer nun denken?
“Schade, hätt ich zu gern gesehen”?
Oder “Gott sei Dank”?
Ich denke: “Auweia. Das wird wieder peinlich!”
Doch es wird schlimmer als das. Erste Anruferin, 27, schwanger, will wissen, ob es mit dem Erzeuger “was Festes” wird. Sie kriegt als prompte Antwort nach einem tiefen Seufzer nur vier Worte zu hören: “Es wird nichts Festes.” – “OK.” -”Alles Liebe. Tschau.”
Alles Liebe. Alles klar. Und die nächste Anruferin bitte.
Diese sitzt nun sicher da. Schwanger, allein, ohne Hoffnung und abgeledert.
Die nächste Anruferin: “Kommt mein Herzensmann zurück?”
Und tatsächlich: “Der kommt zurück. Aber das wird nicht schön für dich.”
Hach, da freut man sich doch sicher so richtig auf weitere Jahre mit diesem alten Sack!
Weiter geht’s mit einer Dame, die als “Lockvogel” bei den “Propheten” bei Astro TV anrufen soll. Nach 10 Euro, also nach 20Einwahlversuchen à 50 Cent, hat sie immer noch kein Glück gehabt, sie ist nicht durchgekommen, sie gibt auf. Glück im Spiel kann man halt nicht erzwingen. Das hat man manchmal oder halt nicht. Diesen Beweis hat die Lockvogel-Dame gerade erbracht. Außerdem kommt es ja auch ein wenig drauf an, wie die da ihre 0137-Nummer geconfigt haben, denke ich. Da ich mal selber so eine hatte, weiß ich, dass es da verschiedenste Möglichkeiten gibt.
Weiter im Film.
Zeitungsbüdken mit Eso-Zeitschriften. Der vom Pech verfolgte Lockvogel kauft sich nun ein paar Printprodukte mit vielen Kleinanzeigen und los geht’s. 1 bis 2 Euro pro Minute kosten die Anbieter. “So teuer wie Telefonsex,” erklärt uns Unbedarften der Sprecher. Ach soooo! Ja, stimmt, jetzt kann man sich das alles gleich viel besser vorstellen. Oder für die, die damit nicht so viel anfangen können: Kartenleger kosten pro Minute etwa so viel wie 3 Snickers oder 2 Magnum-Eis oder 1 Dose Pedigree Pal.
So langsam frage ich mich: “Wer ist eigentlich “Markt” – Zielgruppe?”
All die Telefonsexroutiniers, die nun endlich wissen, dass es für den gleichen Preis auch noch Alternativen für die einsamen Stunden gibt? Oder prüde Leute, die nun wohl hoffentlich mit derselben Abscheu Telefonkartenleger betrachten, mit der sie sonst über Telefonsexdamen die Nase rümpfen? Oder die Fast Food (auch Kartenleger-)kunden, die sowieso überall nach 3 Minuten fertig sind? Zu erkennen an der Akku-Lüge: “Lass gehen, mein Akku ist fast leer.”
Außerdem stellt sich mir die Frage: “Wie lange dauert eigentlich so ein durchschnittlicher gewerblicher Telefonsex?” Kann man das überhaupt so pauschal sagen? Vielleicht wäre jemand so lieb und würde den
Wikipedia-Artikel ergänzen. Oder ich lese mich mal im berühmten
Telefonsexblog ein.
Egal. Kartenleger sind so teuer wie Telefonsex. Das muss uns reichen.
Weiter.
Der Lockvogel, übrigens glücklich liiert und Mutter, ruft nun sechs Kartenleger an mit der Frage, wie bei ihr der Sommer wird in Sachen Liebe. Ein glücklicher Sommer, ein Mann kommt bald, einmal sogar noch eine Schwangerchaft im Herbst. So der Tenor. Knapp 200 Euro sind weg nach den sechs Anrufen. Ja, so ist das. Macht pro offensichtlich mindestens 15-Minuten-Gespräch für die Frage nach dem Sommer etwas über 30 Euro pro Gespräch. Leicht teurer als auf der Kirmes, etwas preiswerter als im Puff, aber im großen und Ganzen doch im Rahmen.
Und mal unter uns:
Wer im wirklichen Leben würde denn 6 Mal hintereinander, eh, anrufen?
Einmal reicht ja wohl erstmal.
Aha. Die nächste Szene gibt die Antwort. Die telefonsüchtige Dame.
Sie war mit einem gebundenen Mann zusammen, der sich nicht von seiner Partnerin trennte und hörte wohl gern, dass er das doch tut bzw. “mit Zeitangabe”, wann er das endlich tut.
“Süchtig nach Aufmerksamkeit der Kartenleger” sagte sie, die Einsamkeit, die Verständnislosigkeit in ihrem Umfeld.
Und eben der gebundene Mann.
Und aber bitte nicht den Zwang vergessen, jetzt in diesem trostlosen einsamen Moment, Aufmunterung von Fremden zu brauchen. Man will und muss jetzt hören, dass doch alles gut wird.
Der evangelische Sektenbeauftragte Matthias Pöhlmann erklärt es sehr sympathisch und vernünftig. Alle Daumen hoch für ihn.
Längst nicht jeder ist “suchtgefährdet”! Einige Menschen jedoch sehr wohl. Und bei denen nimmt Heilersucht, Wahrsagersucht, Kartensucht dann leider nur zu oft denselben üblen Verlauf wie alle anderen teueren Süchte. Aber es gibt ja Hilfe.
Tal 19 hat sich darauf spezialisiert.
Weiter. Nun der obligatorische Schwenk zum Marktführer Questico.
Wie in nahezu jedem Bericht über die bösen bösen Kartenleger.
Die vorgestellte heilersüchtige Dame hat oft dort angerufen.
“Vor den Kosten gewarnt hat sie niemand.”
Eine Warnung der Anbieter vor dem eigenen Produkt oder der eigenen Dienstleistung fällt mir allerdings jetzt auch nur in einem einzigen Fall ein. Bei Milka. “Aber Vorsicht. It’s cool, man.” Fishermen’s Friend nimmt den Leuten von Anfang an sowieso den Wind aus den Fischerboot-Segeln: “Sind sie zu stark, bist du zu schwach.”
Ich kann das immer nur wiederholen. Der Minutenpreis steht dabei. Es wird extrem zeitnah abgebucht, es gibt kein “aus allen Wolken Fallen” nach ein paar Wochen. Der Konsument weiß, dass und wieviel es kostet. Und möchte diese Dienstleistung trotzdem in Anspruch nehmen.
Ich unterbreche für einen erneuten Hinweis auf meinen Heilersucht Online-Test:
http://www.lilith-kartenlegen.de/heilersucht.htm
Weiter im Film.
Questico verweigert ein Interview und möchte sich lieber schriftlich äußern. Die Suchtgefahr wird eingeräumt, Hilfsangebote (Suchtberatung, Seelsorge) werden genannt. Na also. Was will man denn mehr?
“Questico boomt und expandiert. Auch mit dem Geld Verzweifelter in Notsituationen.”
Soll man jetzt gar denken: “Typisch Wirtschaftsunternehmen. Wollen alle Geld verdienen.”?
Was ist mit den Brauereien? Was ist mit den Schnapsimperien? Was ist mit der Zigarettenindustrie? Der Pharmaindustrie?
Da wird auch so manche Yacht in der Karibik mit Geld Verzweifelter in Notsituationen finanziert.
Und nicht nur eine!
Manches macht manche süchtig.
Das ist nunmal so.
Da kann man nicht die Anbieter oder die soziale Marktwirktschaft verteufeln.
Selbst in der Planwirtschaft gab es Sucht!
Ach, weiter im Film.
Ein realer Kartenleger aus Fleisch und Blut kommt zum Lockvogel ins Wohnzimmer.
Dieser lässt ganz schön vom Leder.
Entfremdung in der Partnerschaft, Lügen, Tratsch, andere Frau.
Nun. Das ist für viele ein “No-Go” beim Kartenlegen und ganz sicher nicht die Regel.
Da haben sie tatsächlich einen rausgefischt, dessen Art und Weise beim Kartenlegen nicht die Zustimmung der Mehrheit der Kartenleger finden dürfte. Ich denke, viele sind sehr verantwortungsvoll. Ich weiß, es gibt sie die sadistischen Kartenleger. Ich habe sie selber auch schon getroffen. Aber da muss man eben stark sein, sonst ist man zu schwach…
… und nicht alles so ernst nehmen!
Kartenlegen ist wirklich nur eine Unterhaltungsdienstleistung, aber kein Garant für Liebesglück.
Auch wenn man es gerne anders sehen möchte.
Und nein, nein, nein, das Leben ist kein Wunschkonzert, die Zukunft ist nicht festgelegt, ein Kartenleger bringt keinen Mann, er stellt nur einen in Aussicht. Ihm auffallen, ihn kennenlernen, mit ihm zurechtkommen oder halt auch nicht, muss man immer selber!
Linktipp:
Über die Schauspielerin, die dann irgendwann aufgrund des zwanghaften Verhaltens therapiert wurde, und der es am Ende doch einigermaßen gelang, den Zwang immer wieder und immer wieder anrufen zu müssen, in den Griff zu bekommen.













7. August 2008 um 17:47
Hi Lilith,
ich wollt’s bis vor Kurzem nicht glauben, weil ich keine Heilersüchtigen kenne – aber eine halbe Stunde Bewertungslektüre bei einem großen Anbieter hat mich von meiner Naivität kuriert.
“Vor den Kosten gewarnt hat sie niemand.”
Aha.
“Wir weisen Sie darauf hin, dass der exzessive Genuss unseres Weinbrands Sie finanziell ruinieren und überdies süchtig machen kann.”
Solange es noch so viel Infantilismus im Lande gibt, wundert mich auch der Horror-Aufdruck auf den Zigarettenschachteln nicht mehr. Es gibt wohl wirklich noch mehr als genug Leute, die man vor sich selbst schützen muss. Muss man so was schützen? Oder brauchen sie halt solche Erfahrungen, um langsam erwachsen zu werden?
Was mich noch amüsiert: Es scheint gängige Meinung zu sein, mit mantischen oder sonstwie “wissenschaftlich nicht geprüften” Praktiken dürfe man kein Geld verdienen. Außer Künstler, die dürfen. Aber die haben ja auch Manager.
Wirklich schlimm finde ich, dass es genügend Ausübende gibt, die daraus einen moralischen Anspruch basteln.
Erst kürzlich las ich wieder in einem Eso-Forum von einer, sie biete kostenloses Kartenlegen an, denn “mit geschenkten Gaben soll man kein Geld verdienen”.
“Aha”, dachte ich mir, “das ist die Erklärung für den Untergang des Abendlandes (Kreuz + Sarg *g*).”
Entweder haben wir also allüberall nur inkompetente Fachleute, oder die selbst ernannten edlen Ritter der Sternenwelt kriegen ihre Buletten vom Himmel geworfen. Oder vielleicht sind es ja Lichtwesen, die ausschließlich von göttlichem Manna leben?
Dass die Medien sich auf so was stürzen, lockt mich nicht mehr hinterm Ofen vor.
Das ist halt Journalismus, wie wir ihn kennen und lieben: Erst schreiben. Und dann trotzdem nicht denken.
Wenn sie für ihre wahren Begabungen doch kein Geld verlangen dürfen. 8-|
Mach dir nichts draus, Lilith!
Du bist bestimmt eine der besten Kartenschlägerinnen im Lande, du weißt, was du kannst und warum du es tust, deine Site ist für unheimlich viele Leute eine Autorität im Net geworden, und du hast getan, was du konntest, um ein bisschen Licht in die Köpfe zu bringen.
Was die dann damit anfangen und ob sie es überhaupt vertragen, das liegt nicht mehr bei dir.
Herzlichen Gruß
Angela
8. August 2008 um 02:33
Hallo!
Auch ich habe den Beitrag von “Markt” gesehen und bin nun über ein paar Links hier gelandet.
Und ich muss sagen gerade der letzte Teil des Blogbeitrages ist an Zynismus kaum zu überbieten.
“Aber da muss man eben stark sein, sonst ist man zu schwach…
… und nicht alles so ernst nehmen!”
Mit so einer Einstellung liefert man dann also psychisch Schwache an diese Geschäftemachern aus.
Ich würde es begrüßen wenn die EU-Verordnung, die in Großbritannien Hellseher,Kartenleger & Co. dazu verpflichtet zu Beginn “ihrer Dienste” darauf hin zu weisen das dies lediglich der Unterhaltung diene, auch hier in Deutschland Anwendung finden würde.
8. August 2008 um 03:40
Ich auch.
http://www.lilith-blog.de/?p=356
Ich begrüße das sogar dermaßen, dass ich auch ohne Gesetz schon seit langer langer Zeit auf meiner Homepage stehen habe:
In fett.
Nur hilft das alles nicht sehr viel bei so vertrauenzerstörenden Aussagen wie: nix da, andere Frau, Lügen, Entfremdung. Das hat man gehört und kann es nicht vergessen.
Da muss man schon wirklich sehr stark sein, sonst ist man zu schwach. Aber sowas von.
Was anderes bleibt einem nicht.
Es gibt einen Punkt, ab da sind solche Sprüche wohl nur noch mit Humor zu nehmen, sonst machen sie einen kaputt.
Ich hoffe, der Lockvogel aus dem Filmbeitrag hat welchen.
Und vielleicht war ja auch der Kartenleger gar keine wirklicher Kartenleger, sondern ein Schauspieler, der die Rolle “Kartenleger, der verpönte Aussagen macht” spielen sollte, weil so’n Hammer am Schluss halt grad so gut passte.
Weiß man’s? Kann alles sein.
@ Angela,
Zur Verdienstgeschichte hatte ich letztens die Peanuts und Monkeys:
http://www.lilith-blog.de/?p=367
nebst Kommentaren.
8. August 2008 um 08:20
Hi schlaflos!
“Mit so einer Einstellung liefert man dann also psychisch Schwache an diese Geschäftemachern aus.”
Niemand liefert irgendjemanden aus.
Jeder ist für seine Schwächen letzten Endes selbst verantwortlich, und das ist nämlich der point of no return, wenn man das erst mal kapiert hat. Ich war 20 Jahre lang alkoholabhängig, aber aufwärts ging es erst, als mir klar wurde, dass niemand verpflichtet ist, mich vor mir selbst zu schützen. Es gibt analog zum Heilersyndrom nämlich auch ein Helfersyndrom, die sind so eng miteinander verflochten, dass man eben von Co-Abhängigkeit spricht. Die Alkis, die sich von AA et. al. haben rausholen lassen, sind heute trockene Alkoholiker – ich bin kein Alkoholiker mehr, ein gewaltiger Unterschied. Aber keinem – weder mir noch dem Rest – wäre durch ein allgemeines Alkoholverkaufs- und -werbeverbot geholfen gewesen.
Wer eine Droge sucht, der findet, man kann nämlich aus allem eine machen.
“For entertainment purposes only”…
Ich finde Jahrmärkte auch cool.
In längst versunkenen Zeiten war das “Wahrsagen” mal ein wichtiger und sehr ernst genommener Teil des gesellschaftlichen Lebens. Ob die alten Schamanen auch ihre Junkies hatten?
+++
Hi Lilith!
“Zur Verdienstgeschichte hatte ich letztens die Peanuts und Monkeys”
Den Post nebst Kommentaren hatte ich gelesen. Den Satz fand ich gut.
Vielleicht ist ja Kartenlegen für manche wie in der Sonne ausruhen?
Siehe Helfersyndrom… oder wenn man einen gut verdienenden Ernährer hat… der irgendwann zu einer Jüngeren abhaut… dann muss man wenigstens nicht die Hotline anrufen – oder? Wird der süchtige Helfer schnell zum süchtigen Hilfsbedürftigen?
Eins steht jedenfalls fest: “for entertainment purposes only” ist überhaupt keine Lösung, es ändert rein gar nix am Suchtverhalten zu beiden Seiten, und das beste Beispiel ist diese Sarah Lassez.
Danke auch von mir für Übersetzung und Veröffentlichung, Lilith!
Herzlich
Angela
8. August 2008 um 08:46
Und wenn man schon für geschenkte Gaben kein Geld nehmen soll, warum kostet dann Telefonsex soviel wie Kartenlegen? Müsste dann doch auch gratis sein, oder?
Liebe Grüße
chantal
9. August 2008 um 15:51
Mir fehlt z.B. die Gabe zu kochen.
Die, die sie haben, kochen auch nicht gratis für andere.
@ Angela
Das wird es sein!!!
Sie genießen es, Dank für Hilfe zu bekommen.
Foren, in denen man PN- und registrierfrei “hilft”, werden von “Helfern des Helfens wegen” selten bis gar nicht angesteuert.
Und sie werden ja echt pampig oder leiden still vor sich hin, wenn kein Dank kommt.
Und da in anonymen Foren keine Erreichbarkeitsdaten vorhanden sind, kann man den “Geholfenen” nicht mehr kontaktieren, um sicherzugehen, dass man auch gar geholfen hat.
9. August 2008 um 22:35
Hallo Lilith und andere, eine von den beiden im Film angesprochenen Frauen war ich. Und bevor mich alle niedermachen. Ich wurde absolut und total von meiner Telefonkartenlegerin in einer Zeit als meine Mutter starb und mein Mann mich wegen einer 12 Jahre jüngeren Frau (Zeitnah zur Beerdigung) nach 15 Jahren Ehe verließ, abhängig gemacht. Eine Zeit, in der ich ohne Eltern und anderen Angehörigen absolut alleine da saß. Von zeitnaher Abbuchung kann ich auch nicht sprechen. Es trudelte vor ca. 2 Wochen eine Rechnung über nicht bezahlte Telefongebühren ein. Hier hatte die Telekom mir vergessen in 2006 (also kurz vor Verjährungsende festgestellt), 290,00 EUR in Rechnung zu stellen. Ich habe für die gleichen Uhrzeiten mehrfache Telefongespräche in der gleichen Zeit geführt. Es liegt aber an mir nachzuweisen, dass ich nicht gleichzeitig auf 3 Leitungen gesprochen habe. Ich habe meine Sucht zwar auch ohne das Tal19 in den Griff bekommen. Das ist sowieso Blödsinn, denn wenn ich verzweifelt war, dann bestimmt nicht zu irgendwelchen Geschäftszeiten. Ich habe innerhalb eines Monats fast täglich 50,00 EUR vertelefoniert. Wie Euch, die Ihr ja so über solche Probleme erhaben seit, klar sein muss, kommt der Schreck mit der Telefonrechnung. Könnt ihr 50 x 30 rechnen. Dann habt ihr ja eine Ahnung, wieviel da in meiner Katastrophensituation auf mich zu kam. Dies hatte übrigens eine Privatinsolvenzu zur Folge.Wie verzweifelt eine Frau sein kann, die plötzlich ohne Verwandschaft, einem Ehemann, der sie ohne Geld sitzen lässt als Frau mit einem kranken Kind an Zu Hause gefesselt, zu Mute sein kann, können sich wohl alle hier nicht vorstellen. Das gefundene Fressen für Menschen, die gerne manipulieren und ihren eigenen Geldbeutel füllen wollen. Wer keine Schicksalschläge in diesem Ausmaß erlebt hat, der hat auch kein Recht so herablassend auf andere herabzusehen.
Ich schaue auch nicht auf die Sekretärin herab, die mit dem verheirateten Mann zusammen war. Sie war ja bereits eine manipulierte und abhängige Frau. Sie hatte versucht sich zu lösen, es aber nicht geschafft. Die Wahrsagerin/Kartenlegerin hatte ihr bewusst immer wieder Hoffnung gemacht, damit diese nach einer Enttäuschung wieder kommt. Es handelte sich um eine namhafte Münchner Hexe. Sie hatte ihr dann auch freundlicher Weise noch angeboten zu jeder Tages und Nacht über die Hotline erreichbar zu sein.
Es könnte jeden von Euch, die Ihr auf uns Doofen so herabseht treffen.
10. August 2008 um 09:01
“Abhängig gemacht ?” Wir sind Menschen mit einem freien Willen.Wir entscheiden uns x-mal am tag zu etwas “ja” oder “nein” zu sagen. Warum also ist der böse Alkohol schuld ,die böse Zigarette,die böse Kartenlegerin ? Ist etwa auch das böse Messer schuld wenn jemand damit erstochen wird ? Der Mensch “darf” sich entscheiden etwas zu tun ,oder es zu lassen.
10. August 2008 um 12:51
Hallo Brigitte:
Ganz einfach, weil der “böse” Alkohol nicht sagt,”Schätzelchen” ruf mich morgen wieder an, und sage mir wie es dir geht.” Die böse Zigarette sagt auch nicht “Schätzelchen, nicht weinen, ich lege dir nochmal die Karten und wir sehen, ob wir etwas unternehmen können, damit dein Mann wiederkommt”. “Die Kartenlegerin erzählt dann von Ihrem Leben, wie sie alles bewältigt hat uud frau dies auch schaffen kann. Mutmachen, Durchhalten, etc. Den Effekt, ob das auch wirklich eintrifft, stellt man laut Prognose ja auch erst nach ca 2-3 Monaten fest.
Auch ich war mal eine gefestigte Person, die Entscheidungen treffen konnte, bis mir das Schicksal jeden Boden unter den Füßen entzogen hat. Da kam eine falsche Person zu dem Zeitpunkt und hat das einfach ausgenutzt. Übrigens rauche ich nicht, trinke eher fast nichts und bin sonst sehr diszipliniert, denn sonst hätte ich den Absprung nicht geschafft.
Brigitte, sieh dir doch mal die homepages von anderen Kartenleger(innen) an. Die sind nicht dabei vor Sucht zu warnen, sondern hauptsächlich dazu da, dich zum Anrufen zu animieren.
Ein Arzt, der pfuscht, muss auch Entschädigung zahlen, warum eigentlich nicht so ein(e) Kartenleger(in)?
10. August 2008 um 13:26
Du hast Recht.
Leute, die sowas sagen, sind unmöglich!
Zunmindest aus meiner Sicht.
Dennoch. Hast du nicht in dem Moment nicht doch genau das gesucht? Jemand, der sich (wenn auch nur scheinbar) für dich interessiert, zu einem Zeitpunkt, an dem dich jemand anders (dein Mann) zurückgewiesen und durch jemand anderen (jünger, vielleicht auch “knackiger” und unbelasteter) ersetzt hat?
Das Selbstvertrauen war am Boden.
Du fühltest dich schäbig und verletzt.
Und bist ganz alleine!
Sie nutzen das dann aus.
Das ist nicht schön.
Hier ging es bereits ausführlich um viel Geld fürs Telefonieren:
“FAZ, es reicht!” http://www.lilith-blog.de/?p=233
Wobei ich allerdings davon ausgegangen bin, sie sprechen “normal” mit einem und erzählen nicht so ein Schätzelchen-Zeugs, wie du geschrieben hast.
Wie die Sirenen.
Odysseus verteilte damals Wachs für die Ohren.
Hier meine Ausführungen (und Vorschlag) für abhängige Frauen:
“Sich selbst Gutes tun?” http://www.lilith-blog.de/?p=75
Marion, wir wollen jetzt nicht bewerten, wer die größeren Belastungen hat. Es gibt die – zugegeben mit 40 Jahren uralte – Stressskala, auf der die Belastungen seinerzeit mal aufgeführt und bewertet wurden.
Heutzutage ist die Wertigkeit bestimmt etwas anders, außerdem sieht das ja auch jeder Mensch je nach Persönlichkeit ganz unterschiedlich. Was für manche Stress ist, ist für andere normales Tagesgeschäft oder gar erstrebt…
Schön, dass du es geschafft hast, dem Gesang der Sirenen zu widerstehen!
10. August 2008 um 14:29
Danke für den Streßtester. Hier hies es dass ich mit der damaligen Situation innerhalb von 2 Jahren krank werden würde. Ist übrigens schneller und ernsthafter Art passiert. Leider hat sich das TV nur mit dem Geldfaktor beschäftigt. Es waren junge Redakteure, die selbst keine eigene Familie haben und sich selbsts nur durch Geld und Beruf definieren.
10. August 2008 um 15:30
Marion, wenn man sich klein macht, sehen andere nun mal auf einen herab. Das ist technisch kaum anders machbar, es sei denn, man erwartet, dass sie sich zu einem runterbücken, was letzten Endes genauso erniedrigend ist.
Wenn du mein zweites Posting gelesen hast, weißt du, dass ich selbst eine ekelhaft lange Zeit abhängig war. Ich weiß verdammt gut, wie das ist, sich klein zu fühlen. Du irrst dich, auch Alkohol und Zigaretten können verführen, das sind genau solche “Schätzelchen”-Sabberer. Der einzige echte Weg aus diesem Teufelskreis heraus führt über die vollständige Übernahme der Verantwortung, indem man ein für allemal aufhört, anderen die Schuld für das eigene Versagen zu geben. Schuld ist sowieso eine Erfindung der Machtgierigen, ein ganz destruktives Konstrukt, ein Destrukt sozusagen. In Wirklichkeit gibt es keine Schuld, sondern nur Ursache und Wirkung. Ganz wertfrei. Die Natur hat keine menschlichen Gefühle.
Das Leben ist ein Spiel. Jedes Spiel hat seine Regeln. Eine davon ist der Drang zum Ausgleich, der läuft, wenn er nicht bewusst gemacht wird, völlig unbewusst weiter, so wie die Natur am Ende jeden zurechtgestutzten Park überwuchert. Anionen ziehen Kationen an, und jedes Opfer zieht seine Täter an. Für die meisten Leute klingt das ganz böse, was aber nichts daran ändert, das es nun mal so ist. Und du kannst nichts anderes machen, als die Opferrolle für dich abzulehnen: Du hast versagt, ok. Das war nun mal so, wie es war. Die Schätzelchen-Macherin hat daran weder Schuld, noch ist sie böse. Sie hat genauso versagt, das ist aber ihr Problem. Du hast dein Problem mittlerweile gelöst, und dazu auch von mir meinen herzlichen Glückwunsch! – sie ihrs wahrscheinlich nicht, das mag dir als kleine Rache dienen.
Ansonsten kann ich mich nur Liliths guten Worten anschließen: Ich wünsche dir die Kraft und die Cleverness, von nun an die meisten Spiele zu gewinnen!
Steh auf und kämpfe wie eine Löwin!
Herzlichen Gruß von Angela
10. August 2008 um 19:47
Sorry, ich finde jetzt einiges wieder blöd, was ich geschrieben habe. Hab gerade die Reportage “We feed the world” gesehen – kann ich jedem nur empfehlen, der wissen will, was wir essen und wer dafür verhungern muss.
Da haben wir die Opfer-Täter-Thematik im Weltmaßstab, und ich kenne die Antwort darauf natürlich auch nicht. Ich weiß nur, dass die nordamerikanischen Indianer und die Nenzen Nordsibiriens am Alkohol kaputt gehen – ob sie nun saufen, weil sie resigniert haben, oder resigniert haben, weil sie saufen. Auf der anderen Seite gibt es z.B. in Indien schon starke Initiativen der ärmsten Bauern, sich mit der Bildung von Kleinkollektiven, die für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen, der Totalvernichtung durch die milliardenschweren Konzerne zu verweigern. Trotzdem gibt es vermutlich noch mehr Menschen, die gar keine Möglichkeit haben, sich zu wehren. Aber da helfen weder der blauäugige Glaube an die Einsicht der Konzernaktionäre (Täter) noch der meiner Meinung nach ebenso blauäugige Ruf nach staatlichen Restriktionen. Trotz allem bin ich überzeugt, dass, wenn überhaupt, die Opfer nur sich selbst helfen können – mit unser aller Unterstützung, die wir aufbringen können.
Na ja, das war so mein Wort zum Sonntag, amen.
10. August 2008 um 20:20
Hallo Marion
Ich wollte Dich und Dein Problem bestimmt nicht klein machen.Aber ich weiss wovon ich rede.Der Alkohol sagt sehr wohl “komm trink mich -dann gehts Dir besser”.Ich wurde auch nach langjähriger Ehe verlassen.3 Tage nach meiner Krebsoperation.Ich bin trockener Alkoholiker seit Jahren.In diesem Moment sprach der Alkohol sehr laut zu mir ,das kannst Du mir glauben.Da genau dies bei mir der Schwachpunkt ist.Hätte ich wieder angefangen ,wäre mit Sicherheit nicht der Hersteller des Alkohols bestraft worden.So meinte ich das auch mit den “bösen Kartenlegerinnen”.Das man ja oder nein zu etwas sagen kann.”Du” musst erkennen ,das dir solche Leute nichts gutes wollen.Das ist schwer wenn man alleine und verlassen da steht.Man sucht was zum festhalten.Hat man das falsche zum festhalten erwischt ,ist es aber besser sich einzugestehen ,das man einen Fehler gemacht hat.Anstatt auf den bösen Alkohol -oder in Deinem Fall auf die böse Kartenlegerin zu schimpfen .Es ist nicht leicht sich etwas einzugestehen,man schiebt die Schuld zu gerne weiter.Ich finde das auch nicht gut, wie manche arbeiten !Ich wünsche Dir Alles Liebe und Gute .Brigitte
11. August 2008 um 15:08
Hallo an Alle, die mir geschrieben haben. Ich denke, dass ich in der Reportage auch ganz wenig vorgekommen bin, da ich mich selbst aus den Fängen befreit habe. Das passt natürlich auch schlecht zur Beratungsstelle Tal, denn der Sozialarbeiter braucht auch eine Lebensgrundlage (Süchtige). Schön finde ich es trotzdem, dass Kartenlegen,wie Shopping jetzt als Sucht anerkannt wird. Danke an alle, die wirklich verstanden haben um was es geht.
11. August 2008 um 15:41
“Ein Arzt, der pfuscht, muss auch Entschädigung zahlen, warum eigentlich nicht so ein(e) Kartenleger(in)?”
Wofür denn? Dafür daß DU den Hörer in die Hand genommen hast, daß DU gewählt hast und daß DU in dieser Situation genau den Scheiß hören wolltest, den sie erzählen? Hättest Du ihn nicht hören wollen, hättest Du die Telefonseelsorge zur Ortstarif angerufen oder, oder, oder, da gibt es genug Institutionen mit sehr engagierten Menschen, die für andere Menschen in Notsituationen zum NULLTARIF da sind…ich versteh Deine Argumentation nicht. Durch DEINE Aktivität kommt ein VERTRAG zustande, dessen BEDINGUNGEN Dir bekannt sind, mit dem Wählen der Nummer stimmst Du diesen Bedingungen zu. Wofür genau willst Du denn entschädigt werden? Welcher SCHADEN, der nicht durch DICH verursacht wurde, ist Dir denn entstanden?
LG, Anne
12. August 2008 um 08:54
Hallo IHr Lieben,
hoffe ich darf mich einfach mal so einmischen.
Ich fand den Beitrag interessant und garnicht mal so schlecht. Was ich nicht in Ordnung fand, war das Schwarz-Malen. Es fehlte einfach die weiße Seite.
Wie in jedem Bereich gibt es hier wie dort gute und schlechte und unwissende. Wer weiß was die Kartenlegerin im Fernsehen alles hinter sich hat? Vielleicht steht sie auch alleine da mit Kindern, denen sie hundert Mal am Tag sagen mußte, tut mir leid, das können wir uns nicht leisten und hat so einen Weg aus der Misere für sie gefunden. Nicht der beste, bestimmt nicht, aber jeder der mal mit seinem Kind vor der Bäckerei gestanden hat und sagen mußte, tut mir leid, daß kann ich mir nicht leisten, weiß wie weit eine Mutter gehen würde. Nur mal so angemerkt.
Es gibt meiner Meinung nach nicht nur die bösen bösen Kartenlegerinnen, es gibt auch die guten, die wissen was sie tun und auch verantwortungsvoll damit umgehen. Die keine überteuerten Preise nehmen und nicht mit düsteren Prognosen in die Welt treten. Und das fehlte einfach in dem Bericht, jedenfalls in dem Stück, den ich gesehen habe.
Sicherlich richtig ist es vor Betrügern zu warnen und da ich selbst auch schon Bekanntschaft mit Questico gemacht habe, weiß ich ungefähr was dahinter steckt. Damals wurde unter meinem Namen mit meiner Adresse und meiner KOntonummer dort angerufen. VOn meiner damaligen Freundin. Als ich verlangte, daß man das Konto sofort löscht und auch meine Daten, wurde mir nur mitgeteilt, daß ginge nicht, da gäbe es Kündigungsfristen. Ok, es ist mir kein wirtschaftlicher Schaden entstanden, weil ich dort einfach nicht mehr angerufen habe. Aber ok fand ich das alles nicht, dann lieber direkt über die Telefonrechnung abrechnen.
Ich kann auch all die verstehen, die davon leben und jetzt nicht gerade begeistert sind, weil das Kartenlegen so in den Schmutz gezogen wurde. Deshalb wäre es schön gewesen ein Gegenbeispiel gezeigt zu bekommen. Jemand, der seine Arbeit ernst nimmt und auch hilft anstatt zu zerstören.
By the Way, beim Telefonsex wird auch niemand darauf hingewiesen, daß es langsam zu teuer wird *zwinkert.
Alles Liebe sky
12. August 2008 um 17:18
“Deshalb wäre es schön gewesen ein Gegenbeispiel gezeigt zu bekommen. Jemand, der seine Arbeit ernst nimmt und auch hilft anstatt zu zerstören.”
Na, diese Seite hier ist doch ein gutes Beispiel, oder? Hier ist eine Kartenlegerin bemüht, in regelmäßigen Abständen möglichst differenziert auf Mißstände und schwarze Schafe aufmerksam zu machen und sich dementsprechend auch abzugrenzen. Jemand, der immer wieder betont, daß Kartenlegen einen gewissen Unterhaltungswert hat und nicht dazu da ist, die gebündelten Probleme der Menschheit zu lösen. Das KANN ein Kartenleger nicht. Mehr als ein paar aufmunternde, mitmenschliche Worte und der Hinweis auf Anlaufstellen, die man in ernsten und schweren Lebenslagen ansteuern kann, wird ein Kartenleger nicht leisten können. Die einen tun es, die anderen nicht. Aber es gibt welche, die diese Unterschiede ansprechen und genau das passiert doch hier, oder? Hilfe zu Selbsthilfe. TUN muss man dann selber
Weisen die einen beim Telefonsex echt nicht darauf hin, daß eine Viagra das ganze evtl. beschleunigen könnte und man somit Geld spart?? Tstststs…die lassen sich doch glatt Nebeneinnahmen durch Medikamentenverkauf entgehen…
LG, Anne
12. August 2008 um 18:23
@ Luiza
Ich denke auch, daß sie würden *gg*….übrigens habe ich mir so ne “Line” mal angesehen ( war als Nebenverdienst-”Flirtline” getarnt, was man dann aber vor Ort schnell feststellte *gg*, daß es nicht so ist )…ich muss sagen, Hut ab, wer so was kann und zwar nicht wegen der “moralischen” Seite, sondern das ist auch teilweise körperlich recht anstrengend. Da kann es schon mal passieren, daß da eins der Mädels nach 3 Stunden völlig unnatürlicher Pressatmung für die Stöhngeräusche kreislaufmäßig vom Stuhl kippt, während am anderen Ende ein nicht mehr so ganz potenter Kunde ums Weitermachen bettelt…oder eine der Damen völlig entnervt ins Nachbarzimmer stürzt und zu ihrer Kollegin sagt: mach Du weiter, mir fallen keine Perversitäten mehr ein, mein Kopf ist komplett leer und ich habe den jetzt bereits 5 Stunden in der Leitung ( kein Witz!!!)…Phantasie ist auch gefragt, denn diverse Geräusche muss man halt auch irgendwie imitieren, ich hab den Einfallsreichtum der Mädels echt bewundert…Du kriegst doch Anrufer direkt mit ner Cola, die Du ins Glas gießt und der entsprechenden verbalen Verschleierung dieses Vorgangs auf 180…ehrlich gesagt, finde ich die Preise für diesen Service angemessen. Mir wäre das sogar für das dreifach des Geldes zu anstrengend…ich finde Kartenlegen im Vergleich dazu einfacher *gg*…aber das nur am Rande
LG, Anne
PS. Gutes Gedächtnis ist übrigens auch noch gefragt: bei jedem Kunden haben sie nen anderen Namen und müssen sich auch merken, welches Foto ( aufgenommen in Russland selbstverständlich ) dazu gehört…da darf man nix verwechseln!!Die Fotos tüten sie übrigend nebenbei beim Telefonieren ein, um sie zu verschicken. Sieht witzig aus, wenn wer stöhnt wie irre und dabei Briefmarken aufklebt *gg*
12. August 2008 um 17:34
@Anne: Du hast ja soooo Recht!
Aber mir fällt da was zum Telefonsex ein: sie würden darauf hinweisen, wenn Sie eine Nebeneinnahme durch Medikamentenverkauf hätten:-)
Ich denke, jeder macht so viele “Nebenhinweise”, wie er sich das leisten kann… Oder?
Aber eins muss ich noch sagen: sehr interessanter Beitrag. Und zwar Beitrag inclusive Meinungen:-)
Viele Grüsse
Luiza
12. August 2008 um 19:26
Hört sich an, als hätte Anne da nicht nur tiefen Einblick bekommen sondern war selbst aktiv am Geldverdienen
12. August 2008 um 19:30
…ich habe mal als das böse Mahnwesen in so einer Internetfirma gearbeitet und habe auch so ein Paar CamGirls kennen gelernt beim Sommerfest…
Man kann da mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Stundensatz über das ganze hinweg hilft… Auch bei einer 12 Stunden – Schicht…:-)
Viele Grüsse
Luiza
12. August 2008 um 21:21
@ Marion
Bingo! Und jetzt warte ich auf die ganzen Entschädigungsklagen der Orgasmusgeschädigten…und weine meiner verlorenen moralischen Integrität hinterher…
Manchmal kann man sich echt nur an den Kopf greifen…
Anne
13. August 2008 um 08:12
@Anne
Guten Morgen!
Ich hoffe, dass Du Dir über Orgasmusgeschädigte keine Sorgen machst…
Job is Job und wer für diese Lügen Geld ausgibt, der hats einfach nötig:-)
Viele Grüsse und hoffentlich weniger Regen,
Luiza
13. August 2008 um 10:09
Hallo Anne,
ja Du hast völlig Recht, hier auf der Site ist das perfekte Gegenbeispiel, nur meinte ich innerhalb des Berichtes oder glaubst DU, daß die Leute, die den Bericht verfolgt haben und sich vorher nicht mit dem Kartenlegen auseinander gesetzt haben, jetzt ins Internet stürzen und nach den Guten suchen?
Ich bin total dagegen eine ganze Sparte in die Ecke “Betrüger/Abzocker” zu stecken und das meinte ich damit. *zwinkert.
LG sky
13. August 2008 um 14:16
@ Sky
Ach so, Du meintest den Beitrag…da ist wohl dann doch sehr einseitig recherchiert worden, was eigentlich wirklich sehr bedauerlich ist.Da hast Du recht!
@ Luiza
Aber nicht doch *zwinker*…
Ich wünsche Dir viel Sonne!
LG, Anne
13. August 2008 um 16:45
Eine enge Bekannte hat mal kurzzeitig auf einer Telefonsex- und auch Datingline gearbeitet.
Telefonsex finde ich ehrlich – auch wenn du da u.a. Wasser von einem Glas ins andere schüttest (da heiligt der Zweck die Mittel).
Zum Kotzen finde ich allerdings Flirtlines oder Datinglines wo die Dame dem Herrn vorlügen muss, sie käme aus seiner Nähe und würde ihn gern treffen (was sie aber sowieso weder will noch darf).
Sie muss sich über verschiedene deutsche Städte informieren und sollte zu diesem Zweck immer einen Reiseführer neben dem Telefon liegen haben, damit sie sich in jede Stadt einfühlen kann – und sei sie noch so weit entfernt.
Sie ist jede Frau.
Sie kommt aus jeder Stadt.
Wie sagte sie noch? Zu einem Treffen gehören drei Infos: Ort, Datum und Zeit. Eins davon bleibt über die diversen Gespräche immer offen und wird nie festgelegt, so dass immer wieder angerufen wird. Ja, sogar angerufen werden musste.
Wer sich mit einem trifft, fliegt raus.
So sagte sie mir.
Sie konnte das “ethisch” nicht mehr.
Die Männer haben sich nämlich wirklich Hoffnungen gemacht. Sehr oft angerufen. Sich teilweise verliebt. Und wurden immer vertröstet. Kein Kennenlernen, kein Treffen. Eine der drei Infos (Ort, Datum, Zeit) blieb gezielt für immer unklar. Treffen war nämlich gar nicht Sinn der Sache.
Beim Telefonsex hingegen ging es ja sowieso nicht ums Kennenlernen.
Das war aber trotzdem auch nicht wirklich was für sie.
Und nach einem sie komplett schockierenden “Bist du die 3-Loch Stute von heute Vormittag?” hat sie wieder aufgehört.
Verdient hat sie sehr wenig.
Unterhalb einer gewissen Stundenzahl, die noch dazu recht hoch war, bekam sie gar nichts!
Das Geld wurde aber nicht etwa angerechnet für den nächsten Monat.
Nein, nein. Es verfiel komplett.
Solche Methoden gibt es beim Kartenlegen am Telefon noch nicht.
Noch nicht.
Zumindest kenne ich keine Line, die so arbeitet.
13. August 2008 um 16:12
@Anne:
Ich habe heute hier mit jemandem gesprochen, der freiberuflich zu unrecht viel zu viel Geld verdient (Safety) und er hat die eigentlich beste Einstellung: “JOB IS JOB, ich würde es nicht machen, wenn ich das Geld vorher schon hätte” Und deigentlich hat er Recht.
Ich muss etwas vom Thema abweichen: muss nächste Woche Mittwoch einen ausgeben und habe den Kollegen verschiedene Salate vorgeschlagen. Welchen würdet Ihr zu Bockwürstchen und zu Wieners nehmen? Hier kann man abstimmen, 2 werden davon gemacht:-) [entfernt]
Danke für die Hilfe;)
Viele Grüsse
Luiza
13. August 2008 um 17:01
…da hat Lilith vollkommen Recht.
Aber eines muss man der XXX-Lines/ Cams etc. doch lassen: nicht nur in der XXX – Fachpresse, sondern auch in der normalen Presse liest man immer wieder, dass Überfälle im Park, im Keller, übers Telefon bei der Nachbarin etc. DEUTLICH nachgelassen haben, seit es diese Dinge für jedermann erschwinglich gibt. Und das ist doch mal ein gutes Ergebnis?
Häy: und die Firma wo ich damals war, hat sogar erotische Horoskope und erotische 3 Karten geboten…:-) Dafür wurde jemand xTra angeheuert:)
Was Dating-Lines angeht, die nur am Telefon oder per SMS angeht, weiss ich nicht genau bescheid und eine Geschichte, wie Lilith sie kennt kenne ich auch nicht, glaube ich aber zu 100%, denn da geht es wirklich nur um Geld…
14. August 2008 um 09:32
@ Luiza
Die Salate lesen sich lecker. Ich habe jetzt blöderweise auf grün-gelb-rot getippt, weil ich nicht wußte, was das ist und gucken wollte, ob da ne genaue Erklärung ist *ggg*…ich würde Tomate/Mozarella UNBEDINGT machen, weil: falls bei Deinen Kollegen irgend Jemand da bei ist,der low carb ißt, dann kann er NUR das, weil Kartoffeln und Nudeln für den nicht in Frage kommen ( Brot übrigens auch nicht )…war mir als low carbler nur aufgefallen, wenn das aber alles “Normalos” sind, isses eh wurscht, dann würde ich einen Kartoffelsalat den Nudeln vorziehen…aber ich bin ja eh nicht dabei
…wünsche Dir viel Spaß und wenn Du noch eine absolut geniale,SCHNELLE (!!! ) und absolut furiose Salatvariante brauchst,mit der Du reichlich Lorbeeren ernten wirst, dann melde Dich bei mir!!
@ Lilith
Ich wußte bis heute gar nicht, wie ne Flirtline genau funktioniert, bei der Line, wo ich damals gelandet bin, stand das ja nur zum Ködern auf der Verpackung. Ich finde allerdings auch, daß das Abzocke der übelsten Art ist und verstehe Deine Bekannte da voll und ganz. Ich denke, bei einer Telefonsex-Line wird eine Illusion verkauft und die Anrufer sind sich genau darüber im Klaren. Je nachdem, wie gut man die Illusion verkaufen kann, werden sie entweder wieder anrufen oder nicht ( gibt ja genug andere Lines )…bei so einer Flirtline gehts aber um reale Treffen, die nie stattfinden werden. Ist schon reichlich pervers das Ganze.
LG, Anne
14. August 2008 um 10:00
Guten Morgen liebe Anne!
Danke für die Infos:-) Ich werde auf keinen Rücksicht nehmen, die wollten mir ja auch mal einen Krabbensalat unterjubeln… Bäh…
Aber gerne nehme ich Dein Angebot mit genialen Salaten an, man weiss ja nie… Und wenn wir schon mal dabei sind: ich brauche ein Rezept für eine (Geistes)bezaubernde Bowle (Bohle*g*).. Habe eine Wette verloren und muss der Kollegin etwas aussergewöhnliches machen. Dann will ich natürlich auch, dass sie am nächsten Morgen mit dem Kopf nicht mehr durch die Tür passt:-)
Viele Grüsse
Luiza
14. August 2008 um 11:38
Guten Morgen Luiza
also wir sind Pur-Weintrinker, mit Bowle-Mixerei kenne ich mich nicht so aus…pragmatischerweise und für einen Riesenschädel würde ich 54%igen Billig-Rum von Lidl/Aldi mit ein paar Himbeeren und Erdbeeren in einem Bowlegefäß servieren *fg*..dazu vielleicht Halblitergläser??
..damit die Birne richtig dröhnt, darf natürlich Zucker nicht fehlen.
zum Salat: Rucola, Wassermelone ( Stücke *gg*), Tomaten ( auch Stücke ) und Schafskäse vermengen. Mengen variabel, wie`s halt kommt. Etwa 5 cm ( oder so halb-handtellergroßes Stück) frischen Ingwer dranreiben. Mit (wenig) Salz, Balsamico und Olivenöl abschmecken, kurz geröstete Pinienkerne drüberstreuen, fertig. Ist in großen Mengen prima ganz flott zu machen und schlägt ein wie ne Bombe beim Grillen.
LG, Anne
14. August 2008 um 11:42
PS. Noch einfacher isses, die Tomaten wegzulassen, zum Originarezept gehören die nicht ( war nur ne Abwandlung von mir *ggg* )
14. August 2008 um 12:34
DANKE!
Schon notiert. Wird nächstes Mal gemacht:-)
Viele Grüsse
Luiza
PS: die Bowle hört sich gut an. Zucker scheint das Geheimrezept zu sein…
20. August 2008 um 17:32
@luiza – Bitte lies doch mal z.B. in 30 Jahre Emma nach, dass die viel brutalere Gewalt, also gewaltsame Prostitution der Frauen aus dem Osten und der Menschenhandel seit der Liberalisierung der XXX-Lines und Prostitution extrem zugenommen hat und Deutschland zum Dreh- und Angelplatz des Menschenhandels (meist weiblich) wurde. Auch viele Veröffentlichungen in den letzten 2 Jahren weisen deutliche Warnungen und die Hoffnungslosigkeit der Frauen auf. Ob das gut ist, frage ich mich. Auch die laxe Verurteilung von Tätern verschiebt blos die Skala. Übrigens München weist MEHR Gewalttaten gegenüber Frauen auf und das nach der Vergrößerung der Rotlichtbezirke. Der Anstieg von Vergewaltigungen stehen ebenso im direkten Zusammenhang mit Alkohol im Zeitraum des Oktoberfests.
29. August 2008 um 00:58
Der bericht war ja mal wieder ganz interessant. Und Jeder der sich mit dem Kartenlegen, Wahrsagen usw. beschäftigt, weiß das es da viel Lug und Betrug gibt. Leider wurde vergessen das es auch andere gibt. Schade. Mich würde ja nun mal interessieren was sich im Leben des Lockvogels den nun tatsächlich ereignet hat.
Liebe Grüße Dani
29. August 2008 um 14:20
Das werden wir wohl nie erfahren.
Aber ausschließen, dass da nicht doch ein Mann kommt oder sie tatsächlich nochmal schwanger wird, kann keiner von uns.
Nur sie selber.