Ich hab vergangene Nacht im Internet die [ Nacht im Netz ] mit “jetzt Web2.0-Ikone” ;-) Claus Kleber verfolgt. 5 Stunden, ab 1 Uhr. Es war was anderes, es war gewagt, und es war gut! Alles sehr sympathisch. Wie der neue Präsident der USA.

User machen Nacht im Netz zum Erfolg
“So viel Spaß hat mir noch keine Livesendung gemacht”, sagt Claus Kleber, “das war grandios”. Fünf Stunden lang hat der ZDF-Moderator mit seinem Team live aus der American University in Washington berichtet, was in der Wahlnacht im Netz los war. [...]

Dass Obama Präsident der USA ist, gehört zu den emotionaleren und größeren Momenten im Weltgeschehen, was daran zu erkennen ist, dass sich mehr Leute dafür interessieren als die “üblichen Verdächtigen”. Es gibt Dinge, die berühren ganz ganz viele Menschen. So ad hoc fallen mir dazu Tschernobyl, der Tod von Prinzessin Diana und der Einsturz des World Trade Centers ein. Und für mein Empfinden gehört auch die vergangene Nacht mit der abschließenden Rede heute morgen dazu.

Wenn ich Tschernobyl, Diana und World Trade Center bei Google eingebe, komme ich auf eine Diana-Seite der ard, auf der ich einen Satz sehr interessant finde:

Viele Menschen wissen genau, wo sie waren, was sie dachten, fühlten.

Genau das ist es. Man weiß noch alle Einzelheiten des jeweiligen Tages.

Und ich denke, auch heute Nacht werde ich nicht vergessen.

Obama ist der erste US-Präsident, den ich erlebe, der mir durchweg sympathisch ist.

Andererseits umgibt ihn aber eine gewisse Tragik. Und ich bin nicht die einzige (nein, eine Bekannte befürchtete heute Mittag am Telefon komischerweise genau dasselbe “Und weiß du wovor ich Angst hab?” – “Ja. Hab ich auch.” – “Komisch.”), die das Gefühl hat, als würde mit ihm noch etwas die Menschheit weit Berührenderes passieren als die Wahl zum US-Präsidenten. Ich hoffe, unser Gefühl täuscht uns.

Denn das wäre der Anfang von etwas ganz ganz Schrecklichem.

Was hat er an sich, dass wir überhaupt über ihn nachdenken?
Ist mir ja noch nie passiert. :-|

Und dann auch noch sowas?