Samstag, 10.Januar 2009
Stöckchen mit seltsamen, zusammenhangslosen Fragen
geschrieben von Lilith in Kategorie Stöckchen[7] Kommentare
Dieses “Stöckchen mit seltsamen, zusammenhangslosen Fragen” habe ich bei Konna gesehen. Er hat’s mir zwar nicht direkt zugeworfen. Eigentlich gar nicht. Ich nehm’s aber trotzdem mit, weil es mich so subtil an eine Idee von vor 5 Jahren aus meinem damaligen Forum erinnert (“Provokante Fragen“), die aber dann wegen des Zündstoffs und der Befindlichkeiten der Anwesenden nicht umgesetzt wurde, bzw. nur als weichgespülte Version.
Das Spiel, das ich in dem Thread meinte, heißt übrigens “Zobmondo“.
Empfehlenswerter ist da wahrscheinlich die “ab 16″ Adult-Version.
Los geht’s. Ist lang, aber ist ja sonst nichts los.
1. Würden Sie sich selbst heiraten?
Würde zwar nicht unbedingt leicht für mich, aber ja. Doch. Wenn’s unbedingt sein müsste, dann mich auch. Auf jeden Fall wüsste ich, wann ich mir aus dem Weg gehen würde…
2. Was richtet mehr Schaden an: schonungslose Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit?
Unehrlichkeit. Die ist für gar nichts gut.
3. Welchen Ersatz haben Sie für den Verlust ihrer Schönheit?
Ich hoffe, ich werde schnell einen finden, wenn es denn soweit ist.
4. Was tun Sie als erstes in einer fremden Stadt?
Irgendwo draußen sitzen, Leute begucken, Stimmung erfühlen.
5. Sie müssen wählen: Ihr Heimatland für immer zu verlassen- oder es nie wieder verlassen zu können. Was tun Sie?
Da nehme ich doch lieber “es nie wieder verlassen zu können”, bevor ich nie wieder hierher zurück dürfte, denn da würde mir vermutlich doch irgendwann was fehlen.
6. Was denken Sie: haben Sie den schönsten Tag ihres Lebens bereits hinter oder noch vor sich?
Den schönsten habe ich bestimmt noch vor mir. Obwohl ich auch schon viele schöne hinter mir habe. Aber in diesem Fall bin ich ganz optimistisch.
7. Sie könnten eine Million für sich bekommen oder zehn Millionen für einen guten Zweck spenden.
Ich nehme die Million. Ich bin nicht allzu altruistisch.
8. Welcher Tag der Woche ist Ihnen der liebste?
Alle außer Sonntag, weil man da in seinen Vorhaben eingeschränkt ist aufgrund mancher Gesetze und Bräuche.
9. Was finden Sie an sich banal?
einen Computer zu bedienen
10. Wonach riecht Ihre Kindheit?
nach Wald, Gras und Hunden
11. Welches Lied würden Sie ihrem liebsten Menschen vorsingen?
Sah ein Knab ein Röslein stehn.
12. Wofür würden Sie in zehn Jahren gern mehr Zeit haben?
Für mich.
13. Lachen Sie auch, wenn Sie allein sind?
Und wie.
14. Haben Sie in ihrem Leben genug Liebe bekommen?
Nein. Da geht noch was.
15. Wie sehen Sie sich auf alten Fotografien?
Ich kann aus heutiger Sicht kaum glauben, dass ich früher tatsächlich Gründe fand, an meiner Figur rumzumäkeln.
16. Würde Ihre Partnerschaft es überstehen, wenn einer von Ihnen für ein Jahr am anderen Ende der Welt leben würde?
Och jo, irgendwie schon, vielleicht. Und wenn nicht, dann eben nicht, dann kann man nichts machen. Aber ich würde mir schon wünschen, ich wäre der am anderen Ende der Welt von hier aus gesehen.
17. Ist Erfolg eine Illusion?
Nein, etwas ganz Reales. Er ist die Folge von etwas anderem und wird sich irgendwann langsam einstellen, wenn man gewissen Voraussetzungen geschaffen hat. (Success, succedere -> nachfolgen)
18. Haben Sie heute schon etwas geteilt?
Ein Käsetoast mit meinem Hund. Wir teilen Käsetoast immer. Zwar nicht zu gleichen Teilen, aber wir teilen.
19. Was wünschen Sie sich für ihr Leben?
Dass ich alle Zusammentreffen mit Leuten, die ich doof finde, vermeiden kann. Aber das erfüllt sich nicht, so wie es aussieht.
20. Macht es die Tatsache, dass Sie etwas vorher noch nie getan haben, reizvoller oder weniger reizvoll, sich darauf einzulassen?
Reizvoller. Ich mache zwar im Moment nicht viel Neues, weil ich durch einen bestimmten Zwang zur Zeit wie gelähmt bin, aber ich stehe geschlossen hinter dem Spruch: “Wer etwas haben möchte, was er noch nie gehabt hat, muss etwas tun, was er noch nie getan hat.” Stillstand ist langweilig. Und es gibt das ein oder andere, was ich noch haben möchte (das sind jetzt nicht zwingend Gegenstände).
.
Und weiter damit an Frau Lehmann, Herrn Vogelmann und Herrn Sch. und alle, die möchten, zur stillen Beschäftigung in einer weiteren eisigen Nacht oder so. Und wenn ihr wegen irgendwelcher Wordpress-Eigenarten nicht pingen könnt, schreibt halt kurz einen “formlosen” Kommentar.













11. Januar 2009 um 18:40
Vielen lieben Dank für das schöne Stöckchen. Falls kein Pingback ankommt, habe ich mal was vorbereitet: http://www.fraulehmann.eu/2009.....stockchen/
11. Januar 2009 um 20:37
Weder Ping- noch Trackback funzen:
http://www.ingovogelmann.com/2.....en-fragen/
11. Januar 2009 um 22:07
1. Würden Sie sich selbst heiraten?
wenns unbedingt sein muß..
2. Was richtet mehr Schaden an: schonungslose Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit?
manchmal ist eine kleine Notlüge oder durch die Blume gesagt angebrachter als schonungslose Aufrichtigkeit mit dem Ergebnis, daß der Ratsuchende anschließend aus dem Fenster springt…
3. Welchen Ersatz haben Sie für den Verlust ihrer Schönheit?
wahre Schönheit vergeht nicht, deshalb brauche ich keinen Ersatz.
4. Was tun Sie als erstes in einer fremden Stadt?
kommt auf den Zweck des Besuchs an: dienstlich – erstmal den Termin wahrnehmen, privat- schlendern in der City
5. Sie müssen wählen: Ihr Heimatland für immer zu verlassen- oder es nie wieder verlassen zu können. Was tun Sie?
Ich tat Ersteres und täte es immer wieder. Rette sich, wer kann…
6. Was denken Sie: haben Sie den schönsten Tag ihres Lebens bereits hinter oder noch vor sich?
Der schönste Tag ist immer der heutige, weil er immer einzigartig und unwiederbringlich ist.
7. Sie könnten eine Million für sich bekommen oder zehn Millionen für einen guten Zweck spenden.
Ich nehme 11 Millionen, spende davon 10 und behalte die 1 Million.
8. Welcher Tag der Woche ist Ihnen der liebste?
Sonntag! Weil ich da nach Herzenslust shoppen , ohne Reue an den Strand gehen oder die umgebende Natur mit meinen Hunden oder bei einem Ausflug im Cabrio genießen kann oder zum ausgiebigen Brunch fahre.
9. Was finden Sie an sich banal?
Zähne putzen
10. Wonach riecht Ihre Kindheit?
nach Weihnachtsbaum, Wochenendgrundstück und Stadtmief
11. Welches Lied würden Sie ihrem liebsten Menschen vorsingen?
Steht ein Birkenbaum am grünen Raine…
12. Wofür würden Sie in zehn Jahren gern mehr Zeit haben?
Zum Reisen und durch die Welt zigeunern.
13. Lachen Sie auch, wenn Sie allein sind?
Na klar, am meisten über den Schabernack meiner beiden Hunde.
14. Haben Sie in ihrem Leben genug Liebe bekommen?
Davon kann man nie genug kriegen.
15. Wie sehen Sie sich auf alten Fotografien?
Vom Schicksal geprägt.
16. Würde Ihre Partnerschaft es überstehen, wenn einer von Ihnen für ein Jahr am anderen Ende der Welt leben würde?
Die Übung haben wir hinter uns, aber bitte nicht noch einmal.
17. Ist Erfolg eine Illusion?
Seh ich im Prinzip auch so, nur, daß man nicht immer derjenige ist, der allein die Weichen dazu stellt. Es gibt auch schädliche Außeneinflüsse, die einem die Beine weghauen können, ohne, daß man was dazu kann wie z.B. neue Verordnungen und Gesetze, die die Arbeit dann erschweren oder gegenstandslos machen
18. Haben Sie heute schon etwas geteilt?
Ja, das Lachen.
19. Was wünschen Sie sich für ihr Leben?
Einen Geldsack, der, wenn man entnommen hat, sich von selbst wieder auffüllt…
20. Macht es die Tatsache, dass Sie etwas vorher noch nie getan haben, reizvoller oder weniger reizvoll, sich darauf einzulassen?
Reizvoller – in jedem Falle! Da steigt doch der Adrenalinspiegel!
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12. Januar 2009 um 16:18
@Gitte und Ingo
Ich weiß es nicht. Ich habe das Spam-Fangnetz beguckt, da seid ihr nicht drin. Pings und Trackbacks von anderen Blogs kommen durch. Vielleicht ja auch nicht von allen? Keine Ahnung. Frau Lehmann und ich hatten das schonmal. Da war hier, aber auch woanders, nichts angekommen.
Vielleicht hat sich dieses Dilemma mit 2.71 wieder erledigt.
@Gül zu #3
hey, nicht beruflich!
12. Januar 2009 um 17:48
[...] Lilith hat ein unzusammenhängendes Stöckchen in die Welt geworfen. 20 Fragen, wie schon gesagt wenige Zusammenhänge, aber frech:-) [...]
13. Januar 2009 um 07:59
…mal davon abgesehen, daß ich selbstverständlich die Million nehmen würde (alles andere wäre irgendwie widernatürlich)und Frage 9 mit “fast all diese Fragen” beantworten würde, hats Frage 4 für mich wirklich schwer in sich: in einer fremden Stadt, egal zu welcher depressiven Jahreszeit, egal bei welchem Wetter, egal wie grottig die Stadt an sich ist, egal WO: ich würde es unendlich genießen, temporär meine Nackenmuskeln entspannen zu können und die Halswirbel MAL in natürlicher Stellung belassen zu können.EINMAL gradeaus gucken und nicht mit den Augen am Boden kleben müssen. Ach ja. Das geht in JEDER Stadt außer Berlin. Hier gibt es keinen Quadratmeter ohne Hundescheiße und der Tag, an dem Du NICHT reinlatschst, ist ein guter Tag und selten, zumal jetzt, wo es zeitig dunkel wird. Und ich werfe das nicht den Hunden vor. Die armen Tierchen sind Opfer. Opfer von Perverslingen, die glauben, daß eine Zweizimmerwohnung in einer Millionenstadt das artgerechte Umfeld für 40 kg-Wauzis ist. Ein Hund, der FEIWILLIG auf betonierte/gepflasterte Flächen macht, ist definitiv psychisch schwer gestört und in Berlin sind das ca. 90% aller Hunde. Und das sag ich nicht als Hundehasser, sondern ehemaliger Hundehalter. Ich HASSE Leute, die nicht wissen, was eine LEINE ist und deren kalbsgroße Tierchen mir beim Walken fröhlich-aggressiv ins Gesicht hüpfen. “Würden Sie evtl. Ihr Hündchen mal an die Leine nehmen?” “Ey, Du Tuss…is sisch grade mal 9 Monate! Kann isch nisch nehmen Leine oder was! Du!!!” Danke. Natürlich. Klar. Isch sag auch nischts mehr, sonst Du misch vielleischt machen Messer…
Ja, fremde Städte haben was…
@ Gül
Frage 7: setzen 6
Die Option stand nicht zur Wahl. nee, nee, nee
14. Januar 2009 um 09:12
@ Gül
Frage 7: setzen 6
Die Option stand nicht zur Wahl. nee, nee, nee
hah,ha, hab ich mich bestimmt verzählt…:-)na gut wenns sein muß: dann spende ich eben 100.000,00 und behalten 900.000,00. Das reicht doch auch.
@Gül zu #3
hey, nicht beruflich!
ok. Aber auch sonst sehe ich das so. Kluge Leute haben das mal untersucht und festgestellt, daß “Lügen” ganz natürlich ist und es wohl schon immer gab.Und insofern niemand zu Schaden dabei kommt und es nicht die elementaren Dinge des Lebens betrifft, wird es wohl auch so bleiben. Das fängt ja schon damit an, daß man auf die unverbindliche Frage, wie es einem geht, antwortet “gut”, ganz einfach weil das Gegenüber normalerweise gar nicht wissen will, wie es einem geht.(Ausnahmen bestätigen die Regel so wie Freunde)
Anne schreibt:
Das geht in JEDER Stadt außer Berlin. Hier gibt es keinen Quadratmeter ohne Hundescheiße und der Tag, an dem Du NICHT reinlatschst, ist ein guter Tag
Das stimmt. Das hat mich auch immer megamäßig gestört. Und sowas war mal meine Heimatstadt…Gräßlich!
Hier gibt es auch sehr viele Hunde,sogar viele herrenlose, aber hier ist die Stadtreinigung auf Zack und macht alles weg, falls da was liegen sollte, und das, obwohl es hier keine Hundesteuer gibt!(Müllgebühren übrigens auch nicht)Kann mich nicht entsinnen, jemals hier auf der Straße in Hundescheiße getreten zu sein.Und vor Saisonbeginn wird hier der kilometerlange Strand VON HAND gesiebt!Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht, als ich das das erste Mal sah.
Ach so, und diese unschönen Wandgemälde vermißt man hier auch…(aber eigentlich gar nicht)