Donnerstag Abend bei Escher im MDR:

http://www.mdr.de/mediathek/7218457.html

Es geht um die ersten 20 Minuten, einschl. Gespräch mit Matthias Pöhlmann.

Die Dame im Film sagt in etwa das gleiche wie Sarah Lassez in “Psychic Junkie”. Meine Übersetzung des Vorworts und weitere Beiträge zur Heilersucht, Wahrsagersucht, Kartenlegersucht, Astrosucht (oder wie auch immer der offizielle Name ist) findet man hier im Blog bei einer Suche nach Heilersucht:

http://www.lilith-blog.de/index.php?s=heilersucht

Gut fand ich, dass Herr Escher das Fehlen von Freunden und Familie in kritischen Situationen ansprach. Genau das habe ich ja auch schon mehrfach hier erwähnt.  Es geht nicht nur um das Hören hoffnungsvoller “Zukunftsprognosen”, die einen das augenblickliche Elend fast vergessen lassen, sondern auch darum, dass vom sozialen “Gratisumfeld” einfach niemand da ist, dem man sich in seiner Not anvertrauen möchte.

Auch erstaunt mich mittlerweile die Zeit nicht mehr, die manche pro Tag für Ansprechpartner benötigen,  wenn sie in Krisen sind.

Tatsache ist aber auch, wenn ich hier im privaten Umfeld jemanden als Privatperson tröste mit “Es geht vorüber, du lernst bestimmt bald jemanden kennen, mit dem du ne Zeitlang glücklich bist, dann ist dies Schnee von gestern” geht das “hier rein, da raus”. Sage ich ihr denselben Satz mit Karten auf dem Tisch und lasse das “bestimmt” weg, erziele ich erfreulichere Effekte…

Es ist nunmal so.
Und daran wird niemand etwas ändern können.

Auch kein Hinweis auf ein Suchtrisiko in Kartenleger-Angeboten.

Es sind keine “psychologischen Tricks” oder was immer einem auch von allen Seiten an “die sind extra dafür geschult” unterstellt wird. Es ist menschlich, an Orakel zu glauben. In guten Zeiten ist es Unterhaltung, in schlechten etwas, aus dem man Hoffnung schöpft.