Nein, ich habe hier die Telefonseelsorge nicht vergessen. Ich habe sie nur nicht erwähnt, weil ich nicht viel dazu sagen kann. Ich habe nur zwei Erfahrungen damit gemacht, beide indirekt, beide negativ und beide liegen zudem 25 Jahre zurück.

Ich möchte nicht davon ausgehen, dass die beiden Anrufe, bei denen ich mitgehört habe, da sie jemand aus meinem Wohnzimmer getätigt hat, stellvertretend für alle Anrufe bei der Telefonseelsorge stehen.

In beiden Fällen war es Besuch, dem ich sagte, er möge die Telefonseelsorge anrufen.
Mir selbst fiel nichts mehr ein.

Fall 1:

Problematik: Trennung, Tränen, Funkstille.
Die Mitarbeiterin der Telefonseelsorge reagierte mit einem empathischen: „Ja, so eine Trennung soll etwas sehr Schlimmes sein. Zum Glück blieb mir das bisher erspart. Ja, ich bin jetzt schon viele viele Jahre glücklich verheiratet. Das gibt’s auch.“
Genau. Sowas hat einem doch grade noch gefehlt.

Fall 2:

Problematik: Opfer einer Gewalttat.
Die Mitarbeiterin der Telefonseelsorge, die von Resilienz wohl noch nie gehört hatte: „Ich glaube Ihnen das nicht. Sie wirken auf mich viel zu gefasst.“
Unverschämtheit.

Ich bin einfach nicht in der Lage, diese Einrichtung guten Gewissens zu empfehlen.
Das überlasse ich gerne anderen und halte lieber den Mund.