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Was ich am magischen Betrug gut finde: es gibt immer mehr Leute, die ihn anzeigen.

Letztens ins Bonn: Anklage gegen Wahrsagerin
„28-Jährige wollte Fluch mit 31 000 Euro beseitigen und verschwand“

Sie wurde mittlerweile gefunden und wird sich nun wegen gewerbsmäßigen Betrugs vor Gericht verantworten müssen.

Letzten Sommer erleichterte sie eine Dame innerhalb von 4 Wochen  um 33.600 Euro und 2 Ringe.

1.) 600 Euro  für Abwendung eines Fluches, der auf der Dame lasten würde

2.) 1.000 Euro, um eine (in den Karten vorausgesehene) drohende Inhaftierung des Ex nicht eintreten zu lassen

3.) 1.000 Euro,  damit ihr fünf Engel beistehen

4.) 31.000 Euro und 2 Ringe, um einen weiteren Fluch abzuwenden.

Von Punkt 4.) sollten Ringe und Geld jedoch nur leihweise übergeben werden (wobei, wenn ich mir die Preispolitik der Wahrsagerin so anschaue, hätte sie 1.000 Euro wohl „offiziell“ behalten wollen). Sie gab nun also vor, sie müsse mit Geld und Schmuck nur eben 3 mal betend um die Kirche laufen, die Dame bekäme dann beides zurück und der Fluch sei Geschichte.

Die Dame lieh sich das Geld, denn sie war ja im Glauben, sie bekäme es zurück.
Die Fluchauflöserin lief los.

Nun, sie lief zwar los, aber nicht nur um die Kirche, sondern weg. Da die Wahrsagerin bereits vorbestraft war, gelang es der Polizei sie mittels Fotos, auf denen sie von der Dame eindeutig erkannt wurde, aufzufinden.

Sollte euch also mal eine Magierin erzählen, es laste ein Fluch auf euch, den sie abwenden könne, glaubt es einfach nicht, denn es ist Blödsinn. Wenn sie weiter erzählt, das ginge, indem sie mit viel Geld und Schmuck 3 mal um eine Kirche rennt, glaubt es ebenfalls nicht, denn auch das ist Blödsinn.

Ebenso Quatsch wäre, würde sie sagen, sie müsse mit eurem Ferrari  3 x um den Nürburgring fahren, mit eurem Nerzmantel 3 x in die Oper, oder sich mit eurem Geld 3 Tage lebendig begraben lassen.

Und wann gehen die Zeitungen wohl dazu über, anstatt „Die Kundin zahlte aus Angst um den Mann ihres Herzens“ gleich „aus Angst um den HM“ zu schreiben?

Die Zeiten sind schlecht, Betrügereien boomen.

Ich bekam heute einen Anruf, in dem sich eine Dame bei mir über mein Telefonseminar Anfang des Jahres beschweren wollte, dass Sie für ihre 500 Euro ein 2-stündiges lächerliches Telefonseminar erhalten habe und ich danach unter der ihr angegebenen Nummer nicht mehr zu erreichen gewesen sei. Und nun sei sie auf meiner Webseite, froh eine Rufnummer gefunden zu haben und wollte mal förmlich nachfragen, was der Scheiß soll!

Bitte?

Ich  habe noch nie Telefonseminare angeboten, habe nie welche gemacht, mache keine und sowas ist auch nicht in Planung.

„Sie verwechseln mich.“

„Nein, lilith-kartenlegen.de“

Oha.

Ein ganz übler Betrug.

Wir konnten folgendes zusammentragen:

  • der Dame wurde im Januar mit meinen Adress- und Webseitenangaben ein Lenormand-Seminar verkauft
  • ihr wurde gesagt, man sei ich und es sei mein Angebot, eins von lilith-kartenlegen.de
  • sie hat daraufhin 500 Euro bezahlt, bar, Geld im Brief, postlagernd bei einem Postamt im Kölner Raum
  • sie erhielt einen Zettel mit meiner Absenderangabe, dass man das Geld erhalten habe
  • und sie sollte sich nun das Buch einer Frau Leiding kaufen und dieses auswendig lernen, was sie auch tat. Sie sei schon ein wenig verärgert gewesen, da dies gar nicht die Karten waren, die sie lernen wollte…
  • danach sollte sie eine bestimmte Telefonnummer anrufen (die sie heute bei ihrem Anruf leider nicht parat hatte. Ich hoffe aber, sie findet sie schnell!)
  • unter der Nummer, die sie anrufen sollte, hat dann eine Frau 2-3 Stunden mit ihr gesprochen und ihr gesagt, sie solle auslegen und deuten
  • wohl überflüssig zu erwähnen, dass Fragen zur Deutung dann auch prompt nicht beantwortet werden konnten (es stände ja schließlich im Buch, wie es ginge)

– „Das war ich nicht!“

– „Nein, Sie waren das offenbar wirklich nicht. Sie hören sich ja auch ganz anders an als die.“

Die Dame sucht nun alles zusammen, was sie noch auftreiben kann und meldet sich.
Sie wird Anzeige erstatten und ich ebenfalls.

Ich hoffe, sie findet das Postamt und die Telefonnummer, die sie angerufen hat und das ganz schnell.

Sollte noch jemand auf diesen oder einen anders gearteten Betrug reingefallen sein, möchte ich Sie wirklich bitten, mir die Details zuzusenden oder sich wenigstens bei mir zu melden.

Sollten Sie keinerlei Unterlagen mehr haben, wäre ich trotzdem froh über jede Mitteilung, die dazu dienen kann, das Ausmaß dieser Betrügereien einzugrenzen und vielleicht doch irgendwie die Identität der Betrügerin aufzudecken.

Und ich betone nochmal:

  • Es gab und gibt von mir keine Telefonseminare.
  • Alle Zahlungen meiner Angebote (= Premium-Bereich und Hier-vor-Ort-Seminare), laufen über mein Konto und nicht postlagernd sonstwie bar im Brief.
  • All meine Angebote stehen auf meiner Webseite.
  • Alles andere, was Ihnen wo und wie auch immer angeboten wird, stammt nicht von mir.

Es ist traurig, und die Dame tut mir wirklich leid. Sie sagte mir, wie lange sie alleinerziehend mit 2 Kindern für diese 500 Euro gespart habe, sie damals nach dem Gespräch so enttäuscht gewesen sei über die absolut fruchtlosen zwei Stunden am Telefon, nun aber mittlerweile sauer sei, weil sie nichts mehr von „mir“ hört.

Unfassbar.

Weißlichtmilieu at its best.

Es vergeht einem immer mehr, wenn man tagtäglich mit immer wüster werdenden Geschichten vor Augen gehalten bekommt, wie tief die Branche schon tatsächlich gesunken ist.

Pfui Deibel.

Oh, ein Stöckchen, lang ist’s her. Dachte schon, die gibt’s nicht mehr.
Vielleicht weil WP 2.7 and higher das Pingproblem haben?
Dieses landete jedenfalls über Vizekönigin bei Frau Lehmann, die mich leider verkehrt verlinkt hat *Zaunpfahl* 🙂 und dann bei mir.

1. Was hasst Du an Deinem Computer am meisten?

Dass Vista die Details in den Ordnereinstellungen ständig wieder auf sein Scheiß Aufnahmedatum, Markierung, Bewertung stellt und nicht auf Änderungsdatum, Typ, Größe. Verdammt nochmal.

2. Song des Tages?

„Mockingbird“ – Eminem

3. Was ist dein Lieblingsfilm?

„The Last of Sheila“ auf Deutsch „Sheila“

4. Was ist dein Highlight des Tages?

Mich rief jemand an, der mich auf der Suche nach „Mäse bölken“ bei Google gefunden hatte. Sachen gibt’s.

5. Was willst du unbedingt lernen?

Kochen. Ha!  😉

6. Was hast du zuletzt gekauft?

Zigaretten, Gauloises Blondes, die blauen. Leider…

7. Was ist dein Lieblingswetter?

Sonne, leichter Wind, gefühlte 30°

8. Was ist momentan dein wichtigstes Ziel?

Spätestens im Herbst wieder komplett mit dem Rauchen aufzuhören und nicht immer nur für 2 Tage.

9. Was denkst du über die Person die dich getaggt hat?

nur Gutes 🙂

10. Wenn du ein komplett eingerichtetes Haus irgendwo auf der Welt bezahlt bekommen würdest, wo würdest du es hinhaben wollen?

hierhin

11. Was würdest du, wenn du könntest, an dir ändern?

meine Haarstruktur, mal grundsätzlich…

12. Wenn du die nächste Stunde irgendwo auf der Welt verbringen könntest, wo wärst du dann gerne?

auf den Malediven,  mit den Füßen im Wasser

13. Was ist dir an Freunden wichtig?

Loyalität und Humor

14. Wen würdest du gerne mal treffen?

Barack Obama

15. Was ist dein Lieblingsstück in deinem Kleiderschrank?

meine graue Jeans

16. Was ist dein Traumjob?

Maskenbildner für Horrofilme

17. Was sind deine Lieblingsbands (Künstler)?

Babyshambles, Libertines, Billy Bragg, Sisters of Mercy, Rammstein, Nick Cave, John Cooper Clarke, The Killers, White Stripes, Current 93, Coldworld, Kieran Halpin, Bauhaus, Marilyn Manson

18. Was ist deine Lieblingsgroßstadt?

London; aber wer weiß, in Berlin war ich ja noch nie 😀

19. Was ist zur Zeit dein Lieblingslied?
„Gloomy Sunday“ – Diamanda Galas

20. Was ist deine Lieblingsserie?

Absolutely Fabulous (kommt im Moment zum Glück donnerstags abends und samstags nachts stundenlang auf Timm TV => Livestream)

21. Was hast du gerade an?

Bin auf jedes Wetter vorbereitet. Nennt sich wohl Zwiebellook. Ein kurzes T-Shirt, darüber ein längers T-Shirt, darüber ein langärmliges T-Shirt, Hose mit Schritt zwischen den Unterschenkeln. Und überlange Bundeswehrsocken. Also ziemlich zwanglos.

22. Was war heute dein Mittagsessen?

Nudeln.

23. Wann hast/hattest du heute Feierabend?

Ich bin immer im Dienst, wenn ich hier sitze.

24. Welche Farbe hat die Bettwäsche, die gerade aufgezogen ist?

Dunkelrot,  gelbes Muster, schwarze Kopfkissen.

25. Welche Tintenfarbe hat dein Lieblingsstift?

Schwarz.

26. Was würdest du mit 5000€ machen?

Mein „SAW“ (wer den Film nicht kennt: 1,2,3,4) – Badezimmer unterm Dach renovieren.

27. Würdest du etwas in deiner Vergangenheit ändern, wenn du die Macht und Möglichkeit hättest?

Ja.

28. Wann hast du dir zuletzt einen Fusel aus dem Bauchnabel gepult?

Hab da nie welche drin.

29. Wann musst du morgens aus dem Bett um pünktlich bei der Arbeit zu sein?

6:45 Uhr ist Antreten zum Mutterjob, und ab dann kann ich es mir einteilen.

30. Habt Ihr euch schon mal ein Stöckchen ausgedacht?

Wir? Nein.

31. Wer hat jetzt Angst, daß er einer der 12 neuen Beworfenen wird? An wen wirfst du das Stöckchen weiter?

12 Stöckchenfans? Kenn ich gar nicht. Ach. Das kann sich einfach jeder mitnehmen. Mein sonst so beliebtes Wurfziel Ingo Vogelmann hat’s ja bereits bekommen.

32. Lieblingsschokoladensorte?

Milka Joghurt.

Ich kann oftmals in der Statistik sehen, was gesucht wurde, wenn Besucher über eine Suchmaschine hierher kommen. Und in letzter Zeit fand ich da so manches mal „Alex Kara Gefängnis“. Ich weiß ja nicht, aus welcher Ecke das Gerücht kommt, aber es ist falsch. Er ist nicht im Gefängnis, er ist schwer krank. Schlaganfall.

Weiteres siehe bei Tahuti im Forum:

www.tahuti-metatron.de/icyphoenix

Zauberheilerin knüpfte Opfern 80.000 Franken ab.

Quelle: http://www.nachrichten.ch/detail/388037.htm

Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat eine selbst ernannte Zauberheilerin wegen Betrugsverdachts verhaftet. Die Italienerin soll zwei leichtgläubige Opfer um mindestens 80’000 Franken erleichtert haben.

Die […] Frau pflegte mit ihren Opfern vor einem Supermarkt in Kontakt zu treten […]. Mittels Handlesen habe sie bei den Opfern Probleme ausgemacht. Gegen eine üppige Bezahlung versprach sie daraufhin, mit ihren magischen Fähigkeiten drohendes Unheil abzuwenden.

Hausfrau zahlte 40’000 Franken

Die Tessiner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau noch weitere Personen übers Ohr gehauen hat.

Die Italienerin war wegen ähnlichen Vorfällen Anfang März dieses Jahres bereits im Kanton Graubünden verhaftet und wegen Betrugs angezeigt worden. Mit dem Versprechen, angebliche Krankheiten und Schicksalsschläge fernzuhalten, war es ihr gelungen, im Misox rund 40’000 Franken von einer Hausfrau zu ergattern. Die Bündner Kantonspolizei schrieb damals in einem Communiqué, dass die Italienerin das Opfer psychologisch stark unter Druck gesetzt habe. Die Hausfrau sei nicht mehr im Stande gewesen, sich gegen die aufdringlichen Geldanfragen zu wehren.

Man braucht sich über die berechtigten Zweifel an der „Seriosität“ der Eso-Branche immer weniger zu wundern. Und ich bin der Meinung, es wird immer schlimmer. Immer mehr Blödsinn, immer neue esoterische Erfindungen, immer mehr kriminelle Energie.

Was waren das noch Zeiten früher, als man noch unbescholten und ohne gleich als Verbrecher abgestempelt zu werden, den Leuten die Karten legen konnte. Bei der Reputation macht das alles keinen Spaß mehr.

Ein paar der älteren Diskussionen zur Vertiefung des Themas hier:

Anklage: Flüche und Blockaden für 212.000 € gelöst 17.03.2009: Ene Mene Miste, es rappelt schon wieder in der Kiste

Anklage: Flüche und Blockaden für 212.000 € gelöst 25.02.2009: Anklage: Flüche und Blockaden für 212.000 € gelöst

Partnerrückführung klappt echt gut 05.10.2008: Partnerrückführung klappt echt gut

mutmaßliche Betrüger verhafet: Blockadenlösung, Karmaauflösung 18.09.2008: mutmaßliche Betrüger verhafet: Blockadenlösung, Karmaauflösung

Ich habe mitgemacht:
Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten
Sie auch?

*

Hier ein Artikel dazu von „derWesten“:
Kritiker stimmen online gegen Sperrung von Kinderporno-Seiten

Obwohl der Titel nicht ganz richtig ist.
Man stimmt hier nicht gegen die Sperrung von Kinderporno-Seiten, sondern gegen die Sperrung des Zugriffs auf Seiten, die willkürlich ohne richterliche Prüfung auf einer geheimen Liste landen sollen. Gegen eine Sperrung im Sinne von Löschung von Kinderporno-Seiten hat ja niemand etwas. Nur, genau das soll nicht mal stattfinden!

Die Seiten existieren ja weiter!
Nur aus D kann man nicht mehr drauf zugreifen.
Aus dem Rest der Welt schon.
Selbst wenn die Server in Deutschland stehen!
Nochmal: Die Seiten werden nicht gelöscht.
Es wird nur Zugang aus D gesperrt, umgeleitet, mitgeloggt und jeder Versuch eines Aufrufs geahndet, sei es absichtlich, unabsichtlich, als Folge eines üblen Streiches oder wegen sonstiger Spaßmacher.

Man kann nur nicht mehr auf all die Seiten zugreifen, die auf der geheimen Stopp-Liste stehen und noch stehen werden,  und wird mit Aufruf einer solchen Seite automatisch kriminalisiert und es wird ein Verfahren eingeleitet.

Und ob da in Zukunft, wenn es das „Zensur-Gesetz“ erstmal gibt, nur  Kinderporno-Seiten landen, ist die Frage. Wenn die Technik erstmal steht und die gesetzliche Grundlage geschaffen ist, steht da vielleicht alles mögliche, das wir dann nicht mehr sehen dürfen. Grundsätzlich möglich wäre es, und das darf nicht passieren.

Wie schnell dann auch Ihnen völlig ungewollt ein Faux-Pas zustoßen könnte, KÖNNTE, sei hiermit gezeigt:
Interessiert es Sie?
Dann hier entlang:  http://tinyurl.com/d4r54z/

*

Auch Casi wird deutlich und erklärt bis ins Detail:

Unterschreibt!!

Ganz heißes Thema. Wenn das so durchkommt, ist das Internet in Deutschland, so wie wir es bisher kannten, tot.

Ein Artikel von Jensscholz.:
http://www.jensscholz.com/2009/04/warum-es-um-zensur-geht.htm

______

Warum es um Zensur geht
Da reiben sich gerade so viele die Hände, daß man eigendlich ein beständiges Rauschen hören müsste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuführen war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalität nicht wirklich hingehauen, kann man hier spitzenmäßig mit dem Holzhammer wedeln und Kritiker einfachst diffamieren, indem man die eigentliche Kritik ignoriert und ihnen vorwirft, sie wollten die Verbreitung von Kinderpornografie schützen. Wie schnell schon der Vorwurf zum beruflichen und gesellschaftlichen Tod führen kann, zeigte man nur wenige Wochen zuvor ja schonmal anschaulich am Exempel Tauss (der übrigens natürlich nicht im Netz „erwischt“ wurde, sondern über Handykontakte und DVDs per Post).
Aber ich schweife schon wieder – wie es durch die Wahl dieses Themas ja auch gewünscht ist – ab.
Denn das Problem, das die Kritiker haben, ist ja natürlich nicht, daß man den Zugang zu Kinderpornografie sperren will, sondern das Sperrinstrumentarium, das man dazu baut. Schaut man sich das an, merkt man schnell: Es geht nicht um Kinderpornos und wie man dagegen vorgeht. Ging es nie.
Es geht um die Installation eines generellen technischen Systems und die generelle Art und Weise, wie es betrieben wird: Es geht darum, daß eine waschechte, diesen Namen zu Recht tragende, Zensur ermöglicht wird. Auch wenn die zunächst gesperrten Websites tatsächlich nur Kinderpornografie beinhalten (was die Liste eigentlich extrem kurz halten müsste) wäre sowohl die Technik, die Verwaltung und sogar die Psychologie installiert, um sofort eine effektive Zensur betreiben zu können.

Technik
Die Provider sollen ihre Nameserver so umbauen, daß Webseiten, die das BKA aussucht und ihnen nennt, nicht erreichbar sind und dem Nutzer bei Aufruf stattdessen eine Sperrseite angezeigt wird. Gleichzeitig soll das BKA jederzeit abrufen könne, welche Nutzer auf Webseiten aus dieser Liste zugreifen wollten und stattdessen auf die Sperrseite geleitet wurden.
Ein normaler Internetnutzer, der seinen Nameserver nicht auf einen freien DNS-Server umstellt, sieht bestimmte Seiten nicht und erhält die Mitteilung, er wolle sich gerade Kinderpornografie ansehen. Ob das stimmt, weiß er nicht und nachprüfen darf er das auch nicht, da ja schon die Suche nach Kinderpornografie strafbar ist. Der Nutzer muss sich in diesem Moment weiterhin im Klaren sein, daß er gerade etwas getan hat, was das BKA als illegal ansieht und als Grund ansehen kann, gegen ihn vorzugehen.
Die allein schon technisch verursachten Risiken für jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie müssen künftig ihre Unschuld beweisen, z.B. daß sie „versehentlich“ die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spaß beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erklären, wenn Sie überhaupt wissen, was das ist.
Die Lösung zunächst: Den Nameserver umstellen, um sich dieser Gefahr vollständig zu entziehen. Geht schnell und kann jeder.
Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbemühungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort können dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von Nerds gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren können.

Verwaltung
Hier liegen die springende Punkte, die das Ganze zum Zensurinstrument machen:
1. Die gesperrten Inhalte stehen auf einer Liste, die das BKA direkt und ohne Prüfungsinstanz erstellt und die die Provider möglichst ohne sie anzuschauen zu installieren haben. Es entscheidet kein Richter über den Inhalt, es überprüft keine unabhängige Institution über die Rechtmäßigkeit, es gibt keine Regelung, wie Adressen überhaupt wieder von der Liste gelöscht werden könnten. Die Polizei, die Verbrecher verfolgt, bestimmt, welcher Wunsch nach welcher Information ein Verbrechen ist. Vorab zu definieren, was ein Verbrechen ist und hinterher darüber zu entscheiden, ob ein Verbrechen begangen wurde ist aber nicht Aufgabe der Polizei.
2. Die Liste ist geheim. So lange diese Liste nicht in die Öffentlichkeit gerät kann alles drinstehen und nichts davon muss gerechtfertigt werden. Wer das in Frage stellt wird zum Verdächtigen. Wie Zensur in Reinform eben funktioniert.
3. Der Gesetzentwurf ist schwammig genug, daß das BKA im Prinzip alles in die Liste setzen kann. Da im Web jeder Inhalt nur einen Klick weiter vom letzten entfernt ist und das Gesetz möchte, daß auch „mittelbare“ Seiten gesperrt werden können, kann somit de facto auch jede Seite gesperrt werden.
4. Das System soll die direkte Verfolgung von Zugriffen erlauben. es wird nicht nur gesperrt, sondern es kann auch nachgeschaut werden, wer sich die gesperrten Seiten ansehen will. Dies kann dann Anlass für verdeckte Überwachungen, Hausdurchsuchungen und andere existenzbedrohende Vorgänge sein.
Die Staatsanwälte dieses Landes üben ja seit einiger Zeit kräftig an der Vorverurteilungsfront, indem Sie inzwischen gerne mal Pressemitteilungen über eingeleitete Verfahren rausgeben und die Presse direkt zu möglichst spektakulär und öffentlichkeitswirksam inszenierten Verhaftungen mitnehmen (Zumwinkel, Tauss, Frau B.).

Psychologie
Womit wir schon beim gewünschten Effekt von Zensur sind: Die Einführung der Schere im Kopf. Die wirksame Selbstzensur, weil man nicht weiß, was eventuell passiert, wenn man zu laut und deutlich Kritik äußert. Die Geheimhaltung der Sperrliste und ihre völlige Unverbindlichkeit durch das Fehlen jeglicher Kontolle ist ein bewußt eingesetzes Instrument, um Verunsicherung zu erzeugen.
Ein anderes ist die Verknüpfung mit dem Thema Kinderpornografie, womit wir wieder am Beginn dieses Artikels wären. Man weiß ja inzwischen, daß auch nur der leiseste Ruch, man könnte eventuell irgendwas mit Kindesmissbrauch und Pädophilen zu tun haben, die Existenz vernichten kann, selbst wenn hinterher rauskommt, daß tatsächlich nichts an den Vorwürfen dran war. Wie nahezu generell nichts rauskommt. Das ist ein so extrem starkes und wirksames Druckmittel, was natürlich beispielsweise ein Herr Gorny sofort erkennt, weil sein Versuch, diese Schere im Kopf einzuführen (durch den Versuch, Filesharing als schreckliches Verbrechen zu diskriminieren), wirkungslos blieb und er sich nun an den besser funktionierenden Trigger dranhängt (indem er Urheberrechtsverletzung mit Kindesmissbrauch gleichsetzt).
Die Justizministerin gibt dann noch Tipps in die richtigen Richtungen, die natürlich prompt reagieren. Überhaupt, das mal ganz nebenbei, finde ich es immer wieder seltsam, daß Frau Zypries immer wieder als Warnerin vermittelt wird. Dabei war – so sagt sie zumindest – sie es, die den Gesetzentwurf gegenüber dem Vorabvertrag von Frau von der Leyen verschärfen ließ und dieser nun schon den Zugriff auf Stopp-Seiten verfolgen lassen will.

Um die Frage zu beantworten, warum und wann es in einer Gesellschaft überhaupt dazu kommen kann, daß ein Teil davon meint, einen solchen Eingriff vornehmen zu müssen und der andere Teil (zu dem ich u.a. mich zähle) darin ein so massives Unrecht sieht, das es zu bekämpfen gilt, kann man sich bitte den Artikel „Kampf der Kulturen“ drüben bei netzpolitik.org durchlesen.

Den Artikel komplett copy/pasten, ganz egal wo wiederveröffentlichen, per Mail verschicken oder in Foren posten ist ausdrücklich erlaubt (Bitte Jens Scholz aber als Autor nennen. Ein Link wär zwar lieb, muss aber nicht.)

______

Noch ein sehr schöner Artikel zum Thema:

kekzdose.blogspot.com: Missbrauch missbrauchen

Wie Ursula von der Leyen 20 % versierte Internetnutzer, die in der Lage sind, die Sperren zu umgehen [ Sekundenanleitung bei Youtube (das kann nun wirklich jeder (!) ] , als „zum Teil schwer Pädokriminelle“ bezeichnet:
Nur versierte Nutzer können Sperren umgehen

„Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft“, erklärte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dem Berliner Radiosender Radio Eins leicht missverständlich.

Die  Herausgeberinnen haben mich letzte Woche auf ihr wirklich schönes Lenormand-Deck hingewiesen: das Veritas-Evernia-Lenormand. Nachdem ich (hach, ich kann es gar nicht oft genug schreiben) meine Steuern nun fertig habe, möchte ich es nur zu gern hier vorstellen, da es mir ausnehmend gut gefällt.
Ich habe ein Bildlein gebastelt:

 (wie so oft: *draufklicken* für viiiiel größer)

Veritas Evernia Lenormand

Die Karten sind außergewöhnlich schön, kein mal eben hingeschmirselter talentfreier  Ramsch, wie man das ab und an an anderen Stellen erleiden muss, sondern jede Karte für sich ist ein angenehm und lange zu betrachtendes Bild. Auch merkt man hier überdeutlich, dass die Künstlerin nicht spätestens nach Karte 10 die Lust verloren hat. Nein, hier wurden alle 36 Karten von vorne bis hinten mit viel Liebe zum Detail und großem Talent umgesetzt.

Die Karten sind relativ groß, DIN A6, haben Postkartenformat.

Man muss sich vorstellen, man mischt einen 36-er Stapel Postkarten, was jedoch mit normaler Handgröße durchaus noch zu händeln ist.

Als praktischen Tischgrößen-Hinweis füge ich an: man benötigt für eine 4 x 8 + 4 Legung (also 8 Karten in insgesamt 5 Reihen) eine Tischplatte von 84 x 74 cm. 🙂

Wenn alle liegen, ist es wohl ein imposanter Anblick und was beruhigend Schönes fürs Auge.

Veritas Evernia Lenormand DAS TOR

Eine Besonderheit gibt es. Der Sarg wurde durch „Das Tor“ (siehe Bild und *klick* für gößer) ersetzt, was begründet wird mit: „um der Hoffnung auch empathisch eine „Chance bis zum Schluss“ einzuräumen.“

Die geschmackvolle Rückseite ist übrigens nicht nur ein Deckblatt, sondern beschreibbar, so dass man sie problemlos auch als „Real-Life“-Postkarte versenden kann.

Eine ausführliche Entstehungsgeschichte, kurze Bedeutungen, die einzelnen Karten und die Bestellmöglichkeit des (limitierten!) kompletten  Decks, sowie auch der einzelnen Karten gibt es auf der ebenfalls angenehm gestalteten Webseite der Damen:

http://www.veritas-evernia.de

Für Sammler sicher ein „Must-unbedingt-have“.
Für alle anderen gilt: Tisch ausmessen und wenn’s passt, zuschlagen.

[UPDATE 7.4.]

Jetzt auch auf meiner Homepage unter „Zufallskarten online“:

http://www.lilith-kartenlegen.de

[UPDATE 15.4.]

Ich habe die Karten heute erhalten und ich bin schlichtweg geplättet.
Durch die Bilder ergeben sich viel weitreichendere Bedeutungen der “normalen” Lenormand-Symbolik.
Mir kommen ganz viele Assoziationen.
Die Größe spielt überhaupt keine Rolle mehr, denn ich werde damit keine große Tafel legen.
Eine einzelne Karte reicht völlig aus, um massenhaft Aussagen zu einer Fragesituation zu geben, so intensiv und voll sind die Bilder.

Jedes Bild ist eine Geschichte in sich.

In der “Eule” eher negative Karten empfinde ich nicht bedrohlich, “gute” oder eher neutrale Eulenkarten enthalten hier z.B. dann plötzlich eine Tragik, wie zum Beispiel die Ruten: abgerissene tote Äste ohne Blätter, Dunkelheit, in einem Regen aus Tränen, eine große blutende Träne mit einer (für mich sieht’s aus wie Salbei) Pflanze drin, wie in einer Blase, einer blutenden Blase, in derem Inneren helle freundliche Farben sind.

Oder die Sonne und Mond Karten, welche meine beiden Lieblingskarten sind.
Dieselbe traumhafte Landschaft an einem See, von der man sich wünscht, man wäre dort, einmal im Sonnenlicht und einmal im wunderschönen Mondlicht. Beim Mond liegt nun ein kleines Boot am Steg.
Jemand ist angekommen.

Ach, ich bin total begeistert.

Das sind Karten für ein umfassendes Stimmungsbild. 1 Karte reicht.

Ich werde die Deutungen bei der Online-Ziehung auf meiner Homepage nun die Tage um meine eigenen Eindrücke ergänzen, wenn ich in der richtigen Stimmung bin.

Die Karten sind einfach klasse.
Ein absolutes MUSS!

Dass ich das jemals schreiben würde…

Ich schreibe es gleich nochmal, weil es so schön und gleichzeitig ein völlig ungewohnter Satz für mich ist: Ich habe meine Steuern fertig.

Das zergeht einem auf der Zunge.
2006, 2007 und 2008.
Das bedeutet, ich habe jetzt erstmal für lange lange Zeit Ruhe.

Und Zeit fürs „Kerngeschäft“ Webseite. Häuserkombis, neue Sachen, so viele Ideen, die endlich nun frei von der dunklen Steuermachwolke umgesetzt werden können. Wenigstens bin ich momentan hochmotiviert und werde das zu nutzen wissen.

Ein Dank an dieser Stelle mal an all die geduldigen „Premiumanten“ mit ihrem der schwierigen Situation durchaus angemessenen Verständnis. Es geht jetzt voran. Ich bin so erleichtert, dass ich es trotz meiner großem Prokrastionationsproblematik und meiner Steuer-Dermatillomanie schlussendlich hinter mich gebracht habe. Und das richtige Wetter für so eine persönliche Hochphase setzt ja auch punktgenau ein.

Ich hatte mich geirrt, denn ich hatte vermutet, dass es bald einen deutschen TV-Film über eine an Wahrsagersucht/Heilersucht leidende Frau mittleren Alters gibt. Nun kommt zunächst mal ein Esoterik-„Tatort“. Ohne Heilersucht.

Das Erste | Sonntag, 29.03.2009 | 20:15 Uhr
Tatort: Gesang der toten Dinge

Aus dem Inhalt kurz ein paar Zitate, mehr unter den Links.

[…] In ihrer Nymphenburger Villa wird die Fernseh-Astrologin Doro Pirol erschossen aufgefunden. […]
Doro und Remy agierten als populäre Esoterik-Stars in ihrer TV-Show „Astraltime“ vor der Kamera. Selina arbeitet als Wahrsagerin hinter den Kulissen. Dort landet die Mehrzahl aller Anrufe vonseiten der Zuschauer. […] Fefi ist besonders. Sie kann „Aura-Sehen“, ihre Begabung brachte ihr mehr als einmal Ärger mit den Behörden. Batic ist verblüfft, weil Fefi ihm von seinem einstigen Hund berichten kann, der lange tot ist und an dem sein Herz hing. Er bemüht sich, im Lauf der weiteren Ermittlungen bei klarem Verstand zu bleiben. Denn die Entwicklungen in der Villa und vor allem die Begegnung mit Fefi führen die Kommissare in eine rätselhafte Welt.

Hier finden wir noch einen Bericht über diesen „Tatort“.

Wormser Zeitung (von Susanne Müller)

Die hochsensible TV-Astrologin Doro Pirol wird tot aufgefunden. Die Münchner Hauptkommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic ermitteln im Umfeld rätselhafter Hellseher und Esoterik-Anhänger. Gelingt es ihnen in diesem Fall bei klarem Verstand zu bleiben?

[…] Er heißt Remy und ist einer der Wahrsager, die im TV Leichtgläubige auffordern, sich “einzuwählen“, um ihnen dann Hahnebüchenes über das Jenseitige oder anderen esoterischen Unsinn zu erzählen. “Remy“ und die aus dem Leben geschiedene Doro agieren im Film als populäre Esoterik-Stars in ihrer eigenen TV-Show “Astraltime“ ­ aber Ivo Batic und Franz Leitmayr finden schnell heraus, dass die Liebe vor der Kamera nur gespielt war.

[…] “Ich habe als Remy aber auch Kontakt zur Jungfrau Maria oder ein Erzengel tut mir Kunde“, erzählt Eisermann amüsiert von seiner Rolle “in einem Krimi, der eher eine Komöide ist als ein Film mit schwerer Verbrecher-Kost“. Das Drehbuch sei gespickt mit witzigen Dialogen ­ so etwa derjenige, als er verhört werde von den Kommissaren. “Da sage ich: Ich muss mir erst mal Rat und Tat bei den Engeln holen, und da kontert Batic: Wollen Sie sich nicht lieber einen Anwalt nehmen?“

[…]

Am Sonntag geht’s aber nun erst einmal nach München, ins TV-Studio zu “Astraltime“. […]

Das wird bestimmt gut. :mrgreen:

[UPDATE 1]
Diskussionen dazu wird es vermutlich nach der Ausstrahlunge auch bei tarot.de und wasserfrau.com geben.

[UPDATE 2]
Huch, ich hatte es ja doch kommen sehen.
Hier schrieb ich am 21.09.2007:

Was kommt als nächstes?
Ein “Tatort” im Kartenleger-Milieu?

Ha!
Habe ich gar soeben den Beweis erbracht, dass man doch in die Zukunft sehen kann? 😉

[UPDATE 3] 
Und noch ein paar Links zu „unheilvollen“ Vorabberichten:

http://www.tatort-fundus.de/web/index.php?id=9381

http://taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ein-herz-fuer-hexen

http://www.cicero.de/97.php?item=3608

Viel Vergnügen heute Abend. 🙂

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