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Fühle mich allmählich schon fast wie ein Gerichtsberichterstatter. Es hat nämlich schon wieder eine Partnerzusammenführerin erwischt. Wegen Betrugs und Erpressung.

Eine Geldstrafe von 3.750 Euro kam dabei heraus.

Ablauf wie immer. Zuerst wurde (in diesem Fall für 200 € pro Person) getestet, ob überhaupt noch was zu machen ist. Dabei kam dann doch tatsächlich raus, dass man „karmisch“ verbunden sei (sieh an!) und man konnte guter Dinge losgehen. Nun folgten in den zur Anzeige gebrachten acht Fällen weitere Forderungen zwischen 200 € und 1.800 € pro Ritual.

Die Sächsische Morgenpost berichtete gestern wie folgt:

3750 Euro Strafe: Gericht sprach ,Bann‘ über ,Zauberin‘

Schnirkelschnurkel-schneckenschleim, endlich sollst du glücklich sein – mit dieser Masche nahm „Wunderheilerin“ Salomé ihre Kunden aus. Im Internet bot sie Verzweifelten Hilfe an, gab vor, mit Magie und Kräutern den Ex-Partnern Liebe einhauchen zu können – gegen Bares. Die „Zauberin“ wurde nun vom Landgericht Chemnitz wegen Betrugs und Erpressung bestraft.

Sie zog ihre „Kunden“ übern Tisch: Die arbeitslose Chemnitzerin versprach, durch Zauber verlorene Liebe wieder entflammen zu können.

Chemnitz – „Ich brauche Eure Namen und Geburtstage. Ich mache dann eine Analyse, ob Ihr karmisch verbunden seid. Überweise mein Honorar, dann kann ich mit der Partnerzusammenführung beginnen“, schrieb die arbeitslose Morena G. (40) an Katja, deren Beziehung den Bach runtergegangen war. Ihr blieb nur noch ein Strohhalm – das wunderheilende Orakel Salomé. „Besorge Dir drei weiße Kerzen, schreibe Wünsche auf Zettel und verbrenne sie. Dann wird er an Dich denken“, versprach die Chemnitzerin.

Bannzauber gegen neue Freundinnen, angeblich afrikanische Kräuter und Kartenlegen trieben die Kosten in die Höhe – 200 bis 1800 Euro sollten die Verlassenen zusätzlich zum obligaten 200-Euro-Honorar überweisen. Wenn sie nicht zahlen wollten, drohte die „Zauberin“ mit irdischen Methoden, behauptete: „Mein Mann ist Richter.“ Das würde Folgen haben. Achtmal zog sie das durch.

Nun stand die dreifache Mutter vor Gericht. Der Staatsanwalt: „Es wurde Ihnen leicht gemacht. Die Geschädigten waren verzweifelt. Sie haben sie ausgenommen.“ Morena G. kleinlaut: „Ich würde es nie wieder machen.“ Ihr Ausflug in magische Welten zog eine fette Strafe nach sich: 3750 Euro.

Artikel von cka

Also mal unter uns: für den heißen Tipp „Besorg dir 3 weiße Kerzen, schreib Wünsche auf Zettel und verbrenne sie, dann denkt er an dich“ soviel Geld? Den Tipp hätten die Leute im Internet auch gratis lesen können oder hätten gar selbst auf sowas kommen können, um ihrem Willen, ihren Ex zurückzuhaben, Ausdruck zu verleihen. Bannzauber über neue Partnerinnen des Ex stehen auch überall wie Sand am Meer, wenn sie sich damit besser fühlen.

„Ich würde es nie wieder machen.“
Andere schon.

Was soll man noch groß drüber reden?

Ich verweise einfach mal zur weiteren Zerstreuung auf die hier im Blog in der letzten Zeit geführten Diskussionen zu diesem Thema:

Anklage: Flüche und Blockaden für 212.000 € gelöst 25.02.2009: Anklage: Flüche und Blockaden für 212.000 € gelöst

Partnerrückführung klappt echt gut 05.10.2008: Partnerrückführung klappt echt gut

mutmaßliche Betrüger verhafet: Blockadenlösung, Karmaauflösung 18.09.2008: mutmaßliche Betrüger verhafet: Blockadenlösung, Karmaauflösung

Warum nehmen sie diese unglaublichen Summen für nichts und wieder nichts?
Warum sagen sie nicht wenigstens: „Komm, schick mir 10 Euro fürs Gespräch und ich erkläre dir ausführlichst den Kerzentrick“?

Dass es nichts hilft, wenn man versucht, die Leute aufzuklären, ist mir mittlerweile klar.

Sie sind getrennt, verletzt, herabgesetzt, wollen den entschwundenen Ex aber unbedingt zurück haben, weil der Trennungsschmerz so groß ist, das Alleinsein unerträglich ist, der Gedanke, dass er gar mit einer anderen Frau zusammen ist, sie zusammenbrechen lässt. Um ihn von dort loszureißen und damit er wiederkommt und alles gut wird, sind sie leider nicht selten bereit, ihr letztes Hemd zu geben.

Es nützt aber doch nichts.
Entweder er kommt wieder oder nicht.
Egal ob man ein paar Zettel verbrennt, Kräuter oder gar nichts.

Man sollte sich mal fragen, was er an einem denn überhaupt mögen soll.

Sich an seine Waden klammern, bitten, betteln, anrufen, nachspionieren, hinterherfahren, SMS schicken, auf ein Treffen pochen oder ihn sonstwie unter Druck setzen, sind sicher keine geeigneten Maßnahmen, einen Mann davon zu überzeugen, dass man für ihn eine gleichwertige Partnerin ist.

Er muss einen erstmal vermissen, bevor man ihm fehlt.

Und jemand der tagtäglich negative Präsenz zeigt, macht höchstens einen schlechten Eindruck und geht dem begehrten Objekt auf die Nerven, anstatt den Mann zum Nachdenken zu bewegen, ob man es nicht doch nochmal miteinander versuchen sollte.

Überlegt, was er früher äußerlich an euch immer so gemocht hat, denn da hat jeder irgendwelche Vorlieben, die im Laufe des Alltags dann vielleicht in Vergessenheit geraten sind. Ganz offen ausgedrückt rede ich von Äußerlichkeiten wie: Trenchcoat mit kaum was drunter, Röcke mit gar nichts drunter, rote Haare, blonde Haare, lange Haare, kurze Haare, hohe Stiefel, gar keine Schuhe, lange rote Nägel, Schmuck, kein Schmuck, rasiert, nicht rasiert, irre hohe Absätze, Nylonstrümpfe, geschminkt, nicht geschminkt usw.
Irgendwas muss es doch mal gegeben haben.

Männer sind nun mal ein großes Stück Augenmenschen.

Danach kommen dann natürlich auch die inneren Werte.
Welche Eigenschaften muss die Frau haben, mit der er sich gerne umgibt?
Nun, ihr wisst das alles viel besser als ich, denn ihr wart ja mal so.

Seid so, wie ihr sowieso seid.
Denn er hat sich irgendwann deswegen mal in euch verliebt.

Und da habt ihr sicher nicht geweint, spioniert, voller Misstrauen losgeschimpft, wenn sich sein versprochener Anruf um 5 Minuten verspätet hat. Da wart ihr zum Verlieben.

Ist sicher erfolgversprechender als solche Summen für Kerzen-, und Zetteltipps auszugeben.

Manchmal kommt er aber nicht wieder.
Liebe kann sterben. Manchmal auch für immer.

Ich finde es dreist, wie sie sich in ihren selbstverlegten teuren Büchern (100 Seiten DIN A5 für 24,50 €) einfach ohne zu Fragen anderer Leute Arbeit bemächtigen. So weit ich das in der 3-seitigen spärlichen Vorschau sehen kann, beschränkt es sich dieses Mal auf meine Bilder.  Die Scans meiner typischen Karten, durch jahrelange Nutzung auf meine ganz persönlich Art abgewetzt. Den letzten Schliff bekamen sie durch den Senffleck auf den Sternen und durch entsprechend aufwändige Bildbearbeitung. Ich wollte sie bei mir so darstellen, da es sich auf meiner Homepage um meine Karten handelt. Die tragen meine ganz persönliche Note.

Warum nimmt sie nicht ihre? Hat sie keine?
Warum schreibt sie dann ein Buch darüber?

Kopierte Pasta.

Dieses hübsche Bilchen mit den Copypasta-Spaghetti drängt sich auf.
„Copypasta is made to ruin every last bit of originality.“

Copypasta

Ob das in anderen Sparten auch so verbreitet ist wie in der Esoterik? Ich kann es kaum glauben. Ich glaube viel eher, in keiner anderen Branche existiert eine so  topdämliche besonnene, liebevolle und feinfühlige Ausrede für zum Beispiel Textklau wie ich seinerzeit diese zu hören bekam:

„In der Akasha Chronik ist DEIN geistiges Eigentum eh für jedermann Zugänglich… Und meins und das deines Nachbarn… Etc. Meine Güte!
Du ziehst eh an was du denkst und gegen was du kämpfst, sag bloß das weißt du nicht?“

Nein, das wusste ich nicht.
Und das ist auch dummes Zeug, halte ich dreist dagegen.

Dieser in der Branche verbreitete Aberglaube war mit der Aussage dann auch seinerzeit der letzte Sargnagel, um mir so gut wie endgültig die Lust am Schreiben zu nehmen. Ich sitze doch hier nicht nächtelang und schreib die Akasha-Chronik voll, aus der alle Esoteriker ihre Texte abgreifen, die sie dann für 25 Cent pro DIN A5-Seite verkaufen. Also wirklich.

Hier der aktuellste Auszug aus der Akasha-Chronik:

(jeweils *klicken* für größer)

Kartenlegen kann jeder lernen

Innen sieht’s nicht anders aus. Ich finde weitere Kopien meiner liebgewonnenen Karten. An der Seite der  typische Rand. Auf der Hintergrundfarbe meiner Homepage ist er nicht zu sehen, auf weißen Buchseiten jedoch sehr wohl.

Kartenlegen kann jeder lernen

Und da dann das Outing: „Die 2. Karte, in diesem Fall also die Ruten, wird waagerecht über die erste Karte gelegt, leider habe ich das hier optisch nicht darstellen können.

Ach, so schwierig ist das nicht. Eine akkurate Ruten-Linksdrehung um 90° hätte ich bestimmt noch hinbekommen. Ich hätte ihr vielleicht sogar auch noch den auf weiß schäbigen dunklen Rand weggemacht. Aber mich fragt ja keiner…

Doch. Mich fragten durchaus einige Leute, die etwas von mir auf ihren Seiten verwenden wollten. Gegen einen Link oder wenigstens eine Erwähnung, die nicht nach 3 Wochen wie durch Geisterhand feinstoffliche Entitätenhand wieder verschwunden ist, durften die auch immer. Aber die, die es verkaufen oder ihren gesamten kommerziellen Webauftritt mit meinen Inhalten bestreiten wollten, die fragten sowieso nie. Wohlweislich. Warum auch? Die nehmen es einfach aus der Akasha-Chronik.

Ich wollte nur eben Bescheid sagen, dass es meiner Homepage http://www.lilith-kartenlegen.de unter „Zufallskarten online“ ein weiteres Kartendeck gibt. Die uralten Karten vom Fakir Rebé el Diva. Mysteriös! 😎

Hier kommt ihr direkt hin:

Karten des Fakir Rebé el Diva - Kartenlegen online Zufallskarte ziehen

Seit gestern Abend gibt es das Video zu seinem ersten Soloalbum Grace/Wastelands, das am 13. März erscheint.
Bei Myspace: http://www.myspace.com/gracewastelands

Hach, ich liebe ihn! 🙂

direkt bei Youtube

Und wieder wurde eine Wahrsagerin wegen Blockadenlösung und dem Abwenden von Flüchen angeklagt.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1956248

Ich zitiere den Artikel von Bernd Heiden:

(Hervorhebungen sind von mir)

Eine Wahrsagerin muss sich vor dem Stuttgarter Landgericht wegen schweren Betrugs in 93 Fällen verantworten. Sie soll drei Frauen und einem Mann übernatürliche Kräfte vorgegaukelt und so insgesamt 212.000 Euro erschlichen haben.

„Haben sie übernatürliche Kräfte?“, fragt der Vorsitzende Richter der 18. Strafkammer die 35-Jährige. „In meiner Weise ja“, antwortet die Kölnerin mit serbischer Staatsangehörigkeit und dem Künstlernamen Maria, die sich der Lebensweise und dem Ritus der Roma verpflichtet fühlt. Ihre Art von Übernatürlichkeit will sie beschränkt sehen auf Handlesen, Kartenlegen und Beten, mitunter auch ein Fadenspiel. Lösten sich alle fünf Knoten, bedeute das Glück. „Gehen die Knoten manchmal auf, wenn mehr Geld kommt?“, fragt der Richter. „Wer weiß?“, sagt die Angeklagte.
Auf das Lösen von Knoten im realen Leben haben aber offenbar etliche Menschen gehofft und sich dabei in den Ruin getrieben. Eine wiederkehrende Masche war laut Anklage, Menschen einzureden, auf ihnen und ihren Beziehungen würden Flüche oder Blockaden lasten, die sie gegen Bezahlung beseitigen könnten.

So soll ihr eine Wienerin zwecks Rat bei der Männerwahl – es waren auch Ferrarifahrer unter den Kandidaten – 42.500 Euro bezahlt und dabei ihre Ersparnisse geopfert haben. „Nehme Mann, der Geld hat“, habe sie geraten. Druck ausgeübt zu haben, das streitet sie ab. Einer Frau aus Waldenbuch soll die Angeklagte eingeredet haben, ihre Tochter sei vom Teufel besessen. Auch das verneint die reisende Wahrsagerin mit Gewerbeschein. Zwischen ihr und der Waldenbucherin habe sich im Lauf der Monate ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Die Waldenbucherin kommt dieses Verhältnis teuer zu stehen: 110.000 Euro, teils finanziert durch Kredite und Auflösung von Lebensversicherungen, überweist sie. 30.000 Euro hat die Angeklagte wieder zurückgezahlt. Das zeitweilige Nettojahreseinkommen der getrennt lebenden Frau mit vier Kindern beträgt laut Gerichtsschätzung 110.000 Euro. Sie sei viel gereist, habe Geld der Verwandtschaft gegeben, aber auch gut gelebt, sagt sie zum Verbleib der Summen.

Immer wieder beteuert sie, es tue ihr leid, zuviel Geld kassiert zu haben. Außer im letzten Fall. Ein Geschäftsmann aus Denkendorf habe eine Liebesbeziehung zu einer Frau, selbst Kundin der Wahrsagerin, angestrebt. Sie verordnete ihm eine spezielle Badekur. So legte er sich mit Rosen und Münzen in die Wanne. Dass sie Kindern des Mannes Flüche andichtete, ihn in die Insolvenz trieb und seiner Angebeteten einen Magendurchbruch ihres Kindes prophezeite, all dies streitet die einschlägig Vorbestrafte ab. Der Prozess wird am 11. März fortgesetzt.

Junge, Junge.

Nach den Erkenntnissen aus der Entwicklung in den Kommentaren zu meinem Beitrag „Partnerrückführung klappt echt gut“ und „mutmaßliche Betrüger verhaftet: Blockadenlösung, Karmaauflösung“ bin ich mittlerweile so weit zu sagen: wer so etwas in Auftrag gibt, sollte sich auch gleich zum Arzt begeben.

Natürlich nehme ich nicht die Wahrsager in Schutz, die sowas anbieten, nein, das ist und bleibt eine unmögliche Leistung. Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass die Opfer dieser Leute weitere Probleme haben als betrogen worden zu sein.

[Update März 2009]

Das Urteil: 2 Jahre und 9 Monate Haft
–» zeit.deswr.deStuttgarter Nachrichten

Interessanterweise ging es weder um die sowieso nicht zu erbringende übernatürliche Leistung, sondern um die realen Dinge, die sie verkauft, aber nicht ausgeführt hat, wie beispielsweise Priester,  zu denen sie nicht gebetet hat, Glaskugeln, die sie nicht genutzt hat, Kerzen, die sie nicht angesteckt hat, obwohl es so vereinbart war.

Die Leichtgläubigkeit der Opfer wurde ihr sogar noch strafmindernd ausgelegt.
Die Zeit sagt, wurde sie nicht.

Aufgefallen war sie anfangs in Österreich wegen unnatürlicher Geldtransaktionen (Verdacht auf Geldwäsche).

„Maria, gesegnet und gepriesen seist du geliebte Schwester der Göttin.“

http://www.youtube.com/watch?v=gUnyy6mYiVk

direkt bei Youtube

„Mir wird schon ganz schwindelig. Ich kann das Niveau nicht mehr lange halten.“ :mrgreen:

Karneval interessiert mich nicht. Mache ich nicht mit. Habe ich, als ich 17 war, genau ein Mal versucht. Ich war (für 1980 übrigens ganz originell) mit Schnuller im Ohrloch und schwarzen Lippen als Nina Hagen verkleidet und habe an dem Abend auf der Kappensitzung schnell bemerkt, dass es mich auch nach vielen Jahren noch immer bis ins Mark ankotzt und war recht früh zu Hause. Viel früher als sonst so.

Damals als Kind musste ich jedes Jahr mitgehen „Zug angucken“. Es war eiskalt, meist windig, schreiende distanzlose Menschen, weit geöffnete Münder, aggressives Bonbonwerfen auf Kinder wie mich, die sich weit weg wünschten, hässliche Menschen, die sich bis zur Unkenntlichkeit verkleidet und maskiert wohl endlich selbst gefielen, fürchterliche Musik, Männer in kaputten Damenstrümpfen mit unästhetischen Beinen, schäbige Plastikstiefel, fette unansehnliche glänzende Schenkel unter zu kurzen Röcken. Später in der Schützenhalle ein wildes Geknutsche und Gefummele.

Kurz drauf schneiden sie wieder hinterm frisch imprägnierten Jägerzaun mit der Nagelschere ihre Rasenkanten.

Helau.

Als ich mir ein paar Jahre später die Fronleichnamsprozession ebenfalls vom Straßenrand auf der Haustreppe sitzend, angeguckt habe, war das allerdings weniger erwünscht und wurde Dorfgespräch. :mrgreen: Wenigstens das Wetter war besser als am Rosenmontag. Wenigstens das. Und außer mit empörten Blicken hat der Zug mit nichts geworfen.

Ach, war ja ganz anders. Ich saß zufällig dort und habe draußen gelesen, weil so schönes Wetter war und nicht, um die Prozession zu begucken. Ich wusste nicht mal, dass eine kommt. Wenn ich auf der Treppe lese, dann lese ich auf der Treppe. Egal ob eine Prozession vorbeimarschiert oder nicht. Ja gut. Vielleicht hab ich auch mal geguckt oder hinter meinem Buch gegrinst. Aber wüst gewunken und Helau geschrien habe ich nicht!

Mir ist das alles egal.
Mich interessieren diese Gruppenveranstaltungen nicht.

Macht so wie ihr wollt, aber ich möchte nicht.

Letztes Jahr auch wieder. Weiberfastnacht. Es klingelte an der Tür. Eine Bekannte kam schon am Mittag alkoholbedingt gänzlich unverkrampft die Treppe rauf. Mein Hund sprang sie an, biss ihr in den Schwanz, riss ihn ab und von jetzt auf gleich war ein Geschrei und Gerenne hier an diesem Ort der Stille, dass ich von jetzt auf gleich ein wenig launisch wurde.

„Kommst hierhin, siehst aus wie ein Hirsch und wunderst dich, wenn mein Hund dich belästig. Er ist ein Deerhound und Deer heißt Hirsch. Er jagt solche wie dich. Das ist sein Instinkt.“ Nein, sie wäre Maus und nicht Hirsch. Ich solle mitkommen „auffe Halle“. Ja, von wegen! „Ich hab kein Kostüm.“ (Ich kenne die Argumente, die sie schlucken.) Ich gab ihr was zum Nähen für ihren Schwanz und Sekt zur Beruhigung. Den hatte ich noch vom Geburtstag übrig. Als sie wieder ging, freute ich mich, weil ich hierbleiben konnte.

Hoffentlich kommt heute keiner.
Ich hab nämlich auch in diesem Jahr kein Kostüm.

[UPDATE]

Und Ingo Vogelmann schließt sich dem ersten Teil zu 160 % an.

Gestern, 11.2. um 14:45 h,  ist er im Alter von nur 59 Jahren an einer Lungenembolie verstorben.

Man kann es noch gar nicht begreifen.
Es ist so traurig.

Die offizielle Mitteilung im Namen seiner Familie findet ihr in seinem Forum.

[Update]
Es wurde ein „Hajo“-Bereich mit Kondolenzbuch auf seiner tarot.de-Homepage eingerichtet.

Ach, ich konnte eh nicht schlafen. War also noch Zeit für einen Streifzug durch ein paar lustige Foren. Highlight dieses Mal und unangefochten an der Spitze: das Esoterikforum von Gofeminin. Wie so oft trugen sie da wieder das Herz auf der Zunge, was ab und an durchaus sehr sympathisch ist. Heute Abend haben sie den Vogel abgeschossen. Soviel Wortwitz gibt’s selbst dort nicht oft zu lesen.

Screenshot aus dem Forum Gofeminin

“Ich bin Beraterin”

Uiuiui. Das nenne ich mal Kommunikationskompetenz.
Aber das mit der Nachgeburt ist ja so 1976. Das sagte bei uns im Dorf Udo H., wenn er sich schwer über einen geärgert hatte. Es kam meist kurz nach „Ruckzuck ist die Fresse dick“ und kurz vor seinem Abschied in Form von: „Ich geh jetzt im Haus rein.“

„Ich bin […] Beraterin.“

Oh.
Ja, ich hatte schon immer meine Gründe, warum ich nirgends anrufe.
Immerhin kann man nie wissen, an wen man gerät.

Aber ernsthaft. Manchen Anrufern geht es nicht sehr gut, wenn sie beim Kartenleger vorsprechen. Und dann stelle man sich vor, man würde auf einem derartigen Niveau durchgepustet, „geholfen“ oder bekäme sowas über den zwar getrennten, aber dennoch geliebten Ex zu hören. Das wäre mir persönlich doch zu heiß.
Da kann ich ja gleich Udo H. besuchen.
– „Ey, Udo, ich check die Lage grad nich.“
– „Auf’s Maul? Geh zu Hause!“

Ach, ich melde mich doch mal kurz. Ich kann nicht schlafen.

Ich kann ja mal ein wenig über Mails und Anrufe schreiben, die in der letzten Zeit bei mir eingetrudelt sind.

Mein Buch

Allein letzte Woche kamen drei Anrufe, man würde gerne ein Buch von mir kaufen. Nein, es gibt keins und es wird auch keins geben. Mein Medium ist das Internet. Schon immer gewesen. Dort schreibe ich, dort kenne ich mich aus. Was ich zum Kartenlegen zu sagen habe, wird sich über die Jahre bei mir im Premium-Bereich ansammeln. Zugang kaufen, drin sein und wohlfühlen. Vielleicht fasse ich irgendwann bei meinem Exit mal alles als E-Book zusammen, denn das ist ja kein Buch und von daher – vielleicht. Mein Alleinstellungsmerkmal ist nämlich, kein Buch zu schreiben.

Esowatch

Ja, ich verlinke Esowatch in der Blogrolle, denn ich lese Esowatch seit längerem relativ regelmäßig. Um genau zu sein, bin ich letztes Jahr bei Recherchen zu brauner Esoterik auf  das Esowatch-Wiki gestoßen. In einem Esoforum, welches ich seitdem erfolgreich gemieden habe, wurde seitenlang über Amstetten diskutiert (es ging um das Mädchen, das von ihrem Vater 25 Jahre im Keller eingesperrt war und dazu noch dauernd von ihm geschwängert wurde).
Hier in diesem Beitrag habe ich mich dazu geäußert.

show

Aus diesem Grunde hatte ich braune Esoterik gesucht, stieß wie gesagt auf Esowatch und blieb da hängen. Hier mal deren Wiki-Artikel zum Karma. Esowatch liest sich (im Gegensatz zu ein paar anderen mir bekannten Esobashing-Seiten) äußerst angenehm. Ich weiß ja nicht wer da schreibt, aber ich vermute sehr stark, dass es zumindest teilweise Leute sind, die Schreiben nicht hobbymäßig betreiben, sondern als Beruf.

Astro TV

Manche sprechen mich mit „ihr“ an und meinen Astro TV. Hallo? Ich habe mit Astro TV nichts zu tun. Ich gucke es nicht mal öfter als vielleicht drei mal im Jahr. Ich kenne auch mit Ausnahme von vielleicht vier oder fünf  keinen einzigen Namen der Moderatoren (damit meine ich die als Moderatoren tätigen Kartenleger).

Astro TV ist kein Hilfesender oder Seelsorgesender, sondern ein Call-In-Sender, bei dem Anrufer für Geld anrufen sollen. Es geht darum,  Anrufe zu generieren, ums Homeshopping esoterischer Produkte und um Werbung für ein Experten-Portal und was weiß ich noch alles.

Astro TV hat mit dem, was ich und andere Kartenleger all die Jahre machen, soviel zu tun wie z.B. die Ratesendungen auf 9Live mit dem Mensa-IQ-Test.

Bei 9Live wollen sie, dass angerufen wird und darüber hinaus interessiert sie der Wissensstand des Volkes nicht.

Das einzige, was Astro TV und mich höchstens mittlerweile verbindet ist, dass die Leute, die bei mir anfragen, meinen, Kartenlegen ist so wie im Fernsehen mit „kurze Frage, kurze Antwort (ja/nein)“ oder „spätestens nach 60 Sekunden mit allem fertig“. Aber so ist es nicht. Ich mache keine kurzen Call-In-Shows am Telefon nach einer Aufforderung wie dieser „Schick mir bitte 3 Freiminuten, das dürfte für mein Problem reichen.“ Ich mache es so wie ich es in den guten alten Zeiten vor den Astrosendungen auch gemacht habe. Nämlich länger.
Nennen wir meins einfach überspitzt: Retro-Kartenlegen oder Vintage-Wahrsagen.

Kurze Frage kurze Antwort

weitere kurze Nein-Antworten auf weitere Mailanfragen der letzen Tage

Nein, ich mache keinen Linktausch. Ich verlinke seit 12 Jahren was und wie lange ich will und tausche nicht.

Nein, ich verkaufe keine Links.

Nein, ich veröffentliche hier keine „lustigen“ Telefon-Kartenlege-Gespräche, die man mir zuschickt. Und schon mal gar nicht, wenn ich sie überhaupt nicht lustig, sondern eher sehr sehr traurig finde. (Ich hoffe ja wirklich, der Text war Fiktion!)

Nein, ich mache keinen Kartenkurs am Telefon.

Und nun bin ich wieder verschwunden und suche weiter nach Belegen. 🙁

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